(zer)denken [Poetry Slam]

Die letzten zwei Wochen waren ein ziemliches Auf und Ab der Gefühle. Immer Mal wieder.
Aus einer Laune heraus, wollte ich einfach Mal wieder einen Text schreiben. Es ist lang her und ob er “gut” ist, muss – glaube ich – jeder für sich selbst herausfinden.
Mir hilft es enorm manche Dinge aufzuschreiben. Vielleicht kannst du ja einiges davon nach empfinden und wenn nicht, ist es auch gar nicht wild!

Manchmal verwickle ich mich in Gedanken.
Von dem ein’ zum anderen, zurück und zum Anfang und zum Ende? Dahin komm’ ich eigentlich nie.
“Dann denk’ nicht so viel” “Zerdenk nicht immer alles”.  Alles klar.
Aber wer denkt dann für mich?
Und überhaupt wer, wenn nicht ich?

Weder halte ich mich für den Nabel der Welt noch weniger für das Sonnensystem um das sich alles dreht.
Durch einem Zusammenspiel von Muskeln und Nerven kann Bewegung entstehen, so das man sich vorwärtsbewegt.
Doch geht das auch Rückwärts und seitwärts. Und doch auch mit Befehl, bleibe ich ganz oft stehen.
Bleib stehen in Zeiten die längst vergangen sind, in Momenten die schön waren und zu schnell vergingen,
in Highlights und Downlights, die ganze Traumatas bestimmen und dann, “zerdenk” ich wieder alles.

Denn solche Sätze helfen nicht.
Einem Alkoholiker zu sagen: “Sauf halt einfach nicht”
ist im Grund so produktiv und hilfreich, wie das klatschen für Pflegekräfte.
Und nein, liebe Esther, das hilft keinem Menschen. Glaube mir, bitte.

So kehre ich zurück zu meinen Gedanken, zu den Spiralen, und denke so heimlich bei mir: 
Sagte nicht schon Descartes “Ich denke, also bin ich.” ? 
Wer bin ich denn nun, und wer vielleicht nicht?
Wie handel ich richtig und… was ist “richtig” eigentlich?

Im Kopf führe ich Gespräche die es so niemals gibt, nie geben werden wird, nie geben kann. 
Damit fühl’ ich mich manchmal befangen, allein und irgendwie… anders?

Und dann verwickel ich mich in Gedanken.
Von dem ein’ zum anderen, zurück und zum Anfang und am Ende?
Da ist es manchmal still. 

Gedacht alle Gedanken, alle Pläne gestrichen, Termine verschoben, Telefonaten ausgewichen. 
Dann gibt es Ruhe. Für mich und meine Gedanken. Die weder schlimmer noch schöner sind, als die gestern. 
In diesen Augenblicken “Denke ich nicht so viel” und “zerdenke auch nicht alles”. 
Wenn denke ich für mich. Oder auch nicht. 
So bin ich. Denke ich. 

Kategorie: Allgemein, Einblick in meine Art, Gedankengänge Kommentare: 0