My Blade, Your Back Bd. 2 von K. M. Moronova [Dark Military Romance]

“Ich werde mich wieder daran erinnern, was du für mich warst, Mori.” S. 59
!Achtung!
Es handelt sich bei “My Blade, Your Back” von K. M. Moronova um Band zwei der Dark (Military) Romance Reihe “Dark Forces” und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen!
Inhaltsangabe
Nach den dramatischen Ereignissen während des Bootcamps kann Emery sich an nichts mehr erinnern. Auch nicht an Cameron, den Mann, dessen geheimnisvolle Augen sowohl Angst als auch tiefe Anziehung in ihr auslösen. Cameron wiederum weiß: Sollte Emery ihr Gedächtnis wiedererlangen, könnte dies alles zerstören, was zwischen ihnen entstanden ist. Als eine gemeinsame Mission katastrophal schief geht, treffen die beiden Soldaten auf einen unerwarteten Feind. Und Cameron wird sich der Person stellen müssen, die er am meisten fürchtet: sich selbst.
Eigene Meinung
Mit diesem Cliffhanger aus Band eins (Your Knife, my Heart) konnte ich ja nun wirklich nicht leben. Also musste Band zwei her. Wie mir der Abschluss der Dilogie gefallen hat, erzähle ich euch hier …
Autorin K. M. Moronova lässt mich auch in My Blade, your Back wieder abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonistin Emery und des Protagonisten Cameron lesen. Gerade aus Camerons Perspektive zu lesen, hat mir am meisten Spaß gemacht. Ich mochte seine melancholische Art und diesen Zwiespalt, in dem er sich befindet. Aus Emerys Sicht zu lesen, war tatsächlich anfangs ungewohnt, da sie durch ihre Amnesie doch eine dezente Wesensveränderung durchgemacht hat. Ich mochte diese Emery. Ob nun mehr oder weniger mehr als die, die ich im ersten Band kennengelernt habe, kann ich dabei gar nicht genau sagen. Sie hatte etwas Taffes, etwas Selbstsicheres, was ihr sehr gut stand.
Geschichtlich wurde ich als Leserin auch genau wieder am Cliffhanger abgeholt. Es beginnt mit Camerons Sicht und zeigt mir, in welchem emotionalen Chaos er sich befindet, wie schlecht es ihm geht und wie stark die Last der Schuld ist, die auf seinen Schultern ruht. Gerade diese authentischen Gefühle, die Moronova ihrem Charakter dort zuschreibt, kommen unheimlich authentisch rüber. Als Leserin habe ich verstanden, warum er versucht, Emery auf Abstand zu halten. Genauso, warum er ihr nicht erklärt, was passiert ist.
Im weiteren Verlauf fand ich aber gerade den letzten Punkt auch mit am schwierigsten. Wie gesagt, verstand ich durchaus den Hintergrund, weswegen er nicht mit offenen Karten spielt und genauso auch, warum er Emery nicht aufklärt. Nichtsdestotrotz habe ich diese Entscheidung nicht gutgeheißen. Teilweise wirkte es, als ob er sich ein wenig aus der Verantwortung ziehen möchte. Auch wenn das im weiteren Verlauf der Geschichte aufgeklärt wurde, fand ich es dennoch nicht unbedingt einen starken Zug.
Emery gibt sich dabei viel Mühe, an Mori (Cameron) heranzukommen. Auch wenn sie vielleicht nicht mehr weiß, was zwischen ihnen war – weiß sie, dass etwas da war. So bekam diese Geschichte stellenweise etwas sehr Zähes für mich. Ich saß des Öfteren da und habe Cameron förmlich angeschrien (meine Nachbarn sind Zeugen …), dass er doch bitte seinen Mund aufmachen soll. Naja, wie ihr euch denken könnt, wurden meine Bitten erfüllt – allerdings eben sehr spät. Oder vielleicht sogar für das Buch sehr früh? Denn ich kann mich noch erinnern, dass ich daran gedacht habe, dass ich noch verdammt viel Buch vor mir habe, dafür, dass dieser Plot nun gelöst wurde.
Und genau ab dann nahm die Geschichte für mich auch Fahrt auf. Denn nun erfahre ich, was eigentlich noch alles bei den Dark Forces geplant ist, welche Verbindungsmänner es vielleicht noch gibt und warum Emery dabei immer tiefer in den Schlamassel gerät.
Das anfängliche umeinander Rumschleichen ist einer starken Spannung gewichen und ich habe mich dabei erwischt, wie ich mitfiebere. Wie ich über das Team, das sich gegenseitig gern mal auf die Schippe nimmt, ebenfalls schmunzeln kann. Wie Emery und Cameron sich ein zweites Mal einig darüber sind, dass sie Licht und Schatten ergeben.
Das Einzige, was mir hier ab und an zu viel wurde, waren vielleicht die häufig eingesetzten „Tränenmomente“. Bei der ersten Szene hatte ich wirklich noch Tränen in den Augen. Bei der zweiten war es dann eher schon ein skeptisches Mitlesen. Es fühlte sich aus irgendeinem Grund nicht mehr so … bedrohlich an? Und ich möchte dabei gern noch erwähnen, dass ich jemand bin, der bei Büchern schnell losheulen kann (und bei Filmen … und Musik … :D).
Dabei ist der Schreibstil weiterhin sehr flüssig zu verfolgen und auch die Entwicklung der Charaktere ist gelungen. Für mich wurde nur an verschiedenen Stellen etwas sehr viel Drama erzeugt. Das hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen. Ich glaube, eine Szene – oder von mir aus auch zwei –, die einem richtig Gänsehaut verleihen und den Leser total über eine emotionale Klippe gleiten lassen, hätten sich für mich besser angefühlt. Das bot mir der zweite Band der Dark Forces-Reihe leider nicht.
Dafür konnte er mich aber mit bereits bekannten – oder auch neuen – Charakteren absolut begeistern. Ich mochte die Entwicklung der Geschichte und die Auflösung. Gerade auch, tiefer in Emerys Geschichte blicken zu können oder die Beziehung zwischen ihr und Cameron haben für mich viele Dinge wieder ausgebügelt.
Mein abschließendes Fazit
Der abschließende Band der Dark Forces-Dilogie war vielleicht nicht unbedingt ein Highlight für mich, aber dennoch hat er meine wichtigsten Fragen geklärt und konnte mich, was die charakterlichen Entwicklungen angeht, enorm abholen. Auch die Auflösungen waren plausibel und haben mich mit einem Lächeln das Buch schließen lassen.
Die „schmerzhaften“ Szenen haben sich für mich stellenweise leider etwas suspekt angefühlt und für meinen Geschmack hätten vielleicht ein oder zwei Szenen gereicht, wenn diese mich dafür richtig über die emotionale Klippe fliegen gelassen hätten. Nichtsdestotrotz ist es ein würdiges Ende für die Dark Forces-Dilogie und auch der melancholische und leicht zu verfolgende Schreibstil von Autorin Moronova macht mir wieder Lust auf mehr.
Zwei Soldaten, zwei qualvolle Geschichten, ein gemeinsames Ende. S. 297
Bildquelle: blush
Autor: K. M. Moronova
Seiten: 496
Verlag: blush
Erschienen: 24.12.2025
Kostenpunkt: 17€
Hier zu kaufen: My Blade, Your Back
Hier zu kaufen (Hörbuch / eBook): My Blade, Your Back
Kostenpunkt (Hörbuch / eBook): 14,99€
Genre: Dark Military Romance