Bloody Weekend – Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer. von M.A. Bennett [Buchrezension]

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Stolz auf die Möglichkeit in dem Internat St. Aiden dank eines Stipendiums lernen zu dürfen, überspielt Greer einfach, das sie nicht wirklich soziale Kontakte auf dieser Schule hat. Sie merkt, das Handys oder Internet im Internat nicht gern gesehen sind, und vor allem nicht von der führen Clique der Schule. Ausgerechnet diese Clique, lädt sie dazu ein, ein Jagdwochenende auf dem Landsitz Longcross Hall zu verbringen. Freudig überrascht, doch vielleicht endlichen den erhofften Anschluss gefunden zu haben, wird es ein Wochenende was Greer so schnell nicht mehr vergisst…

Der erste Satz

„Ich glaube, ich bin eine Mörderin.“

Schreibstil

M.A. Bennett beschreibt hier ein sehr bekanntes Problem. Ein Mädchen das nicht unbedingt den Aristokratischen Wurzeln entspringt wie ihre Mitschüler und demnach von vorn herein durch Leistung überzeugen muss, weil sie eben auf ein Stipendium angewiesen ist. Auch wenn es ein bekanntes Problem ist, finde ich es dennoch wichtig das es immer und immer wieder angesprochen wird. Weil es eben genug Kinder und Jugendliche gibt, die finanziell nicht so gut gestellt sind wie andere und demnach auch von Mitschülern schnell gehänselt werden.

Das ist das Problem das Greer, unsere Hauptprotagonistin hier hat. Ebenso geht es auch einen ihrer Mitschüler. Dieser wieder rum hat eine ebenso starke finanzielle Grundlage wie die meisten Kinder dieses Internats, allerdings kommt er aus Indien und wird aufgrund seiner Herkunft gehänselt. Die Autorin hat durch Greer einen Charakter erschaffen der versucht zu vermitteln und die es im allgemeinen „lässiger“ sieht und sich nicht so schnell was gefallen lässt.

Leider werden die Charaktere nur angeschnitten und interessante Punkte wie die Herkunft gerade bei Greer werden eher im Hintergrund gelassen und nur selten vorgeholt.

die „Clique“ wurde mir etwas zu… „typisch“ beschrieben. Der einzige Unterschied bestand darin, das sie eben keine Smartphones, Kopfhörer etc. benutzen. Auch aus dieser Wendung hätte man was machen können, denn das komplette Internat scheint sich danach zu richten. Nur weil die „beliebten“ Kinder des Internats keine Technischen Geräte benutzen und sie eher ablehnen, tut es die ganze Schule. Auch Greer. Natürlich verstehe ich den Gruppenzwang, denn jeder möchte dazu gehören (außer Greer laut Klappentext), aber viele dieser Schüler fühlen sich auch alleine und nutzen selbst dann nicht ihr Handy um wenigstens alter bekannte Stimmen in Form von Freunden anzurufen.

Mein Fazit zu Bloody Weekend – Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer. von M.A. Bennett

Ich hatte ehrliche Schwierigkeiten mich in das Buch fallen lassen zu können. Ich konnte mit Greer leider wenig anfangen und fand auch ihre Sicht auf verschiedene Dinge eher sehr speziell als interessant. Besonders ist mir hier bei auch das Ende sehr gezogen und langatmig vorgekommen das es diesen Punkt des „zufrieden zuklappend“ irgendwie ruiniert hat. Ich wurde mit weit aus mehr Fragen stehen gelassen als ich gefühlt begonnen habe.

Ebenfalls fand ich die Charakteristischen Eigenschaften zu Oberflächlich angekratzt und zu unpersönlich. Greer wurde eigentlich eine Interessante Geschichte zugeteilt, die sie aber irgendwie, in meinen Augen nicht erfüllt hat oder erfüllen konnte. Erst als es zum eigentlichen Showdown kam, kam auch Greer etwas mehr aus sich hinaus, was aber leider nicht gehalten wurde und sie wieder in das eher monotone Muster der Erzählung und Darstellung verfiel.

Auch wenn es sich nach viel „böser Kritik“ anhört, muss ich sagen, das ich die Idee hinter dem Buch schon gut fand, nur leider eben für mich persönlich, zu wenig ausgearbeitet. Ich blieb mit zu vielen Fragen zurück, was das Ende auch für mich nicht besser gestaltet hat. Gerade die Stellung gegenüber der Technik und auch die Elterlichen Geschichte von Greer hätten mich noch mehr interessiert.

Von mir bekommt "Bloody Weekend - Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer." von M.A. Bennett 

2.8/5 Sternen!

Inhaltsangabe

Greer will eigentlich nicht dazugehören. Als Außenseiterin folgt sie zwar den unausgesprochenen Regeln des altehrwürdigen Internats St. Aiden – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den „Medievals“, der herrschenden Clique um den reichen Henry de Warlencourt, wird sie nie gehören. Als ausgerechnet sie eine der drei begehrten Einladungen erhält, ein Jagdwochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Vor Ort wird allerdings schnell klar, dass dort weit mehr gejagt wird als nur Hirsche und Fasane. Mit zwei weiteren Jugendlichen kämpft Greer im Schatten des Anwesens schon bald um ihr Überleben … und die Jagd ist erst der Anfang.

Bildquelle: Arena
Buchdetails
Name: Bloody Weekend - Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer.
Autor: M.A. Bennett
Seiten: 344
Verlag: Arena
Erschienen: 02.02.2018
Kostenpunkt: 16€
Hier zu kaufen: Bloody Weekend - Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer.
Hier zu kaufen (Hörbuch / eBook): Bloody Weekend - Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer.
Kostenpunkt (Hörbuch / eBook): 12,99€
Genre: Jugendbuch
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0