Das Lesezeichen

Hallo ihr Lieben 🙂

Gestern dachte ich mir, ich könnte ja mal (wieder) ein neues Buch anfangen. Diesmal sollte es etwas gruseliger werden, vielleicht eher in die Thriller-Richtung gehen. Die Wahl ist recht schnell auf „Wer die Toten stört“ von A. Rae Dunlap gefallen. Ein historischer Roman, der mich bisher sehr gut unterhält – aber das nur nebenbei.

Denn erstmal musste ein Lesezeichen her.
Und ja… auch die passenden Sticky Notes fürs Annotieren. Was Annotieren ist, habe ich euch ja schon in „Wie & warum ich annotiere“ erzählt.

Lesezeichen

Meist nutze ich tatsächlich die leeren Folien von verbrauchten Sticky Notes, um sie mit neuen zu bestücken. Aber natürlich hat sich über die Jahre auch eine beachtliche Sammlung an Lesezeichen angesammelt.

Egal ob Beilagen, Metall, selbstgemacht, mit Gummizug oder magnetisch – ich habe, glaube ich, von allem etwas.
Und trotzdem greife ich immer wieder zu denselben.
Und ärgere mich dann darüber, dass ich… immer wieder zu denselben greife.
Nennt es Hyperfokus oder Gewohnheit – aber ich habe irgendwann angefangen, mir die Frage zu stellen: Woher kommt dieses Lesezeichen eigentlich?

Wie alt ist es?
Und wusstet ihr, dass Lesezeichen in der Schweiz „Buchzeichen“ genannt werden?
(Und bitte korrigiert mich – oder auch Wikipedia – falls das nicht mehr aktuell ist… oder es nie war.)

Keine Sorge, ich halte euch jetzt keinen Vortrag darüber wo und wann Lesezeichen erfunden wurden. Viel ist sowieso nicht hängen geblieben.
Aber immerhin: Ich habe mir ein Lesezeichen gesetzt.
…ja, der war flach.

Das eine Lesezeichen unter Millionen

Das Buch ist gewählt, es kann losgehen!
Natürlich ist das Lesezeichen genau in diesem Moment unauffindbar. Zwischen den Kissen verschwunden, auf den Boden gefallen oder einfach nie rausgelegt worden.

Also kommt der Klassiker:
Alles, was in Reichweite ist, wird zweckentfremdet.

Taschentücher, Stifte, Ladekabel, verschlossene Cremetuben… eine Gabel.
Ja. Eine Gabel.

Und dann wäre da noch das Handy.
Kleiner Tipp: Vergesst nicht, dass ihr es ins Buch gelegt habt.

Es kann nämlich durchaus irritierend sein, wenn euer Buch plötzlich anfängt zu vibrieren oder Geräusche macht.
Noch besser wird es, wenn ihr euer Handy „verliert“, während ihr eigentlich ein Foto von einer Stelle machen wolltet – und es genau dort reingelegt habt.

Ich spreche da… aus Erfahrung.

Kurzum: Ich habe schon alles als Lesezeichen benutzt, was irgendwie möglich ist – und mache es teilweise immer noch.
Und bitte sagt mir, dass es euch auch so geht. Wenigstens manchmal?

Das Einzige, was für mich wirklich nicht geht, sind Eselsohren.
Ja, ich weiß – schreiben, markieren, annotieren: alles kein Problem. Aber da ziehe ich die Grenze.

Wenn ich mir allerdings ein Buch von euch ausleihe und ihr arbeitet mit Eselsohren (auch wenn es sich für mich leicht falsch anfühlt) – dann ist das natürlich völlig okay.
Ist ja schließlich euer Buch.

 

Lesezeichen gesetzt

Meine Lesezeichen-Liste bei Google, steht der in meinem Kopf in nichts nach. Und auch in meinen Büchern, schlage ich zu gern noch einmal alt geliebte Zeilen auf um mich daran zu erinnern. Richtig interessant wird es für mich, wenn ich in einem gebrauchten Buch, ein Lesezeichen finde.

Vielleicht hat der Vorbesitzer einfach nur irgendwo das Lesezeichen reingepackt.
Vielleicht ist der Vorbesitzer nur bis zu dieser Stelle gekommen oder aber, irgendwas hat ihn dort am meisten begeistert, berührt, getroffen oder interessiert.

Es gleicht für mich dann immer einer Mini- Schnitzjagd. Auf der Suche nach einem Besonderen Satz, einer besonderen Bedeutung.

Einmal habe ich ein Buch gefunden, das hat mich an sich überhaupt nicht interessiert hat, aber jede Seite war mit Bleistift versehen.
Notizen, Gedanken, Sätze unterstrichen und es schauten gleich vier Lesezeichen in Form von Bons und einem Lieferschein heraus.

Es waren die Gedanken, die diese Person sich dazu gemacht hat. Ein Relikt aus einem anderen Leben. Ein Leben eines fremden Menschen. Der Blick auf ein Buch durch fremde Augen.

Das schöne ist, dass ein Lesezeichen – egal in welcher Art und Weise, Form oder Farbe – uns die Möglichkeit gibt,
jederzeit wieder  zurückzukehren.
Einen Moment festzuhalten.

 

Fazit

Auch wenn ich meist bei den selben Lesezeichen bleibe, sind die Geschichten immer verschieden.

Wie sieht es bei euch aus?
Was benutzt ihr als Lesezeichen und wie viele verschiedene besitzt ihr so? Habt ihr einen Favoriten?

Ich freu mich auf eure Kommentare <3

Kategorie: Allgemein, Gedankengänge Kommentare: 2
2 Antworten auf „Das Lesezeichen“
  1. Sheena
    19.03.2026 - 10:03 a.m. Uhr

    Huhu,
    Toller und interessanter Beitrag und ja auch wenn man eine recht große Auswahl an tollen und schönen Lesezeichen hat, greift man doch sehr gerne zu dem selben. Kommt mir so bekannt vor.

    Liebe Grüße Sheena

  2. calipasite
    20.03.2026 - 8:07 a.m. Uhr

    Hey 🙂

    Vielen Dank! Genau, das ist es bei mir auch. Es sind doch immer die selben Verdächtigen, zu denen ich mich dann hingezogen fühle 😀

    Liebe Grüße!