Wie & Warum ich annotiere

Der Anfang
Begonnen hat eigentlich alles auf Pinterest. Ich kam an den vielen Buchbildern gar nicht mehr vorbei: verziert mit Notizen, Stickynotes und allen Textmarkerfarben, die es gibt. Ich habe mich absolut verliebt – und wollte es sofort ausprobieren. Also habe ich mir einfache grüne, rote, gelbe Stickynotes und passende Textmarker gekauft.
Aber dann kam die große Frage: Was markiere ich denn eigentlich? Was machen die anderen? Und überhaupt – was, wenn mir das Buch am Ende gar nicht gefällt?
Material
Das Beste habe ich leider erst nachträglich entdeckt: Es gibt Textmarker, die man wegradieren kann. Ja, wirklich! (Ihr wusstet das wahrscheinlich schon. 😄)
Seitdem gehören sie zu meinen liebsten Schätzen.
Außerdem gibt es durchsichtige, größere Stickynotes, auf denen man schreiben kann, ohne direkt ins geliebte Buch kritzeln zu müssen. Dafür nutze ich gern CD-Fineliner – sie trocknen schnell und haften gut auf dem Material.
Bevor ich starte, blättere ich meist etwas durch das Buch. Ich merke mittlerweile recht schnell, ob es mir gefällt oder eher nicht. Aber manchmal bin ich anfangs total gehypt, nur um am Ende festzustellen, dass das Buch einfach nicht meins ist.
Dann ist das Dilemma mit Notizen und Markierungen schon angerichtet. Wenn ich solche Bücher aussortiere, landen sie bei uns im öffentlichen Bücherschrank – und selbst mit Stickys und Markierungen sind sie meistens sehr schnell weg.
Gerne frage ich auch vorher bei meiner Freundin nach, ob sie trotz Markierung Interesse an dem Buch hätte. Dann sammel ich gern, und schicke ein gesamt Paket zu ihr los, in der Hoffnung das ihr die Bücher mehr zusagen und sie, sie genießen kann!
Was annotiere ich?
Da kommt einiges zusammen. Meine liebsten Dinge, die ich markiere:
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Humor / Ironie / Sarkasmus
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Süße Szenen / Freundschaft / Familie
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Traurige oder harte Momente / Abschiede
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„Dieser eine Moment“ / besondere Szenen
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Schreibstil / Sprachliche Besonderheiten
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Zitate
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Eigene Notizen
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Charakterstarke Aussagen / Handlungen
Ich verwende meist farblich passende Sticky Notes zu den jeweiligen Büchern – das funktioniert für mein Gehirn einfach am besten.
Am wichtigsten sind mir meist Zitate und Notizen, weil ich sie für meine Rezensionen brauche. Aber auch charakteristische Züge oder besonders eindrückliche Szenen fließen gerne mit ein – und dank der Markierungen finde ich sie super schnell wieder.
Mein Fazit
Annotieren ist für mich mittlerweile mehr als nur buntes Markieren – es ist zu einem Teil meines Leseerlebnisses geworden. Es hilft mir, tiefer in Geschichten einzutauchen, Emotionen bewusster wahrzunehmen und das, was ich lese, besser zu behalten. Und selbst wenn ich ein Buch mal nicht behalte, bleibt mir durch die Zitate und Notizen ein kleines Stück davon.
Manchmal ist es chaotisch, manchmal ordentlich – aber immer echt.
Und das Beste daran? Es gibt kein richtig oder falsch. Nur das, was für dich funktioniert. 💛
23.07.2025 - 7:08 a.m. Uhr
Schönen guten Morgen!
Ich musste jetzt direkt mal vorbeischauen, denn das Wort “annotieren” kannte ich tatsächlich bisher überhaupt nicht *lach* Diese kleinen Post-Its kenne ich natürlich, aber ich wusste nicht, dass es da schon wieder neue Begrifflichkeiten gibt xD
Texte markieren tu ich tatsächlich nur in Sachbüchern! Also direkt ins Buch reinschreiben. Die behalte ich eigentlich eh und wenn ich sie weggebe dann muss der nach mir eben mit diesen Notizen leben 🙂
Zitate die ich mir merken möchte, kann ich auf dem Kindle ja direkt markieren und in den Büchern schreib ich mir meist einfach die Seitenzahl auf – oder manchmal benutze ich auch ein Stück Papier, um mir die Seite zu merken. Mir wäre das tatsächlich “zu viel” wenn ich da überall diese Zettelchen kleben hätte.
Aber ich kann gut nachvollziehen, wenn man es sich angewöhnt, dass es beim Lesen nochmal manche Stellen besonders macht und man ihnen eben mehr Aufmerksamkeit schenkt.
Interessantes Thema, da wäre ich neugierig, ob das viele andere auch so machen!
Liebste Grüße, Aleshanee
23.07.2025 - 7:58 a.m. Uhr
Einen guten Morgen 🙂
Natürlich sind Post-its oder eine andere Art der Markierung super und sicherlich auch wichtig um diese Stellen wieder zu finden 🙂 das mache ich auch dort drin, und dann gibt es auch meist nur ganz normale Post-its.
Bei dem Kindle finde ich es auch sehr angenehm ohne irgendwas zu markieren.
Es gibt auch Bücher, dessen Handlung ist so Schlag auf schlag, das ich nur sporadisch mir ein Klebchen für ein Zitat oder der gleichen setze, ohne Legende beispielsweise 🙂
Ich hab z.B. auch die Macke, das ich keinen Bruch im Buchrücken mag, und ich glaube dieses Kleben und Markieren ist meine Art das Buch “durchzuarbeiten” oder es einfach zu “Kennzeichnen” xD
Liebe Grüße 🙂
27.07.2025 - 5:29 a.m. Uhr
Bei neuen Büchern passe ich auch auf, dass der Buchrücken keine “Falten” bekommt 🙂 Ich hab aber auch oft gebrauchte Bücher – davon sehen manche zwar auch noch wie neu aus, aber manchmal eben auch , ja, gebraucht *lach* Und wenn dann ein paar Rillen im Buchrücken sind ist es für mich nicht schlimm…
Wenn es für dich eine schöne Angewohnheit ist und das Lesen dafür noch einen Mehrwert bekommt, ist das doch super! 🙂
27.07.2025 - 7:10 a.m. Uhr
Guten Morgen liebe Aleshanee 🙂
Genau, da bin ich etwas komisch. Bei gebrauchten Büchern komme ich tatsächlich auch besser damit klar, wenn sie doch mal etwas gebraucht aussehen, allerdings kaufe ich da auch immer im Zustand “WIe neu” oder “Sehr gut”. Muss sagen das letztens Bookbot mich angeschrieben hatte, ob ich ihre Seite mal ausprobieren möchte und da fotografieren sie jedes Buch genau ab, so das du den Zustand sofort siehst. Sind etwas teurer zugegeben, aber man kauft nicht mehr direkt die Katze im Sack ^^ Also wenn man darauf sehr viel wert legt 🙂
22.08.2025 - 5:24 a.m. Uhr
Schönen guten Morgen! Deinen Beitrag hab ich heute gerne in meiner Stöberrunde verlinkt 🙂
Liebste Grüße, Aleshanee
22.08.2025 - 6:09 a.m. Uhr
Einen wunderschönen guten Morgen liebe Aleshanee 🙂
Da hast du mir eine Große Freude mit gemacht! Ich danke dir sehr <3
Ich freu mich, nächste Woche wieder beim TTT Dabei zu sein <3
Liebe Grüße
22.08.2025 - 7:37 a.m. Uhr
Hey Mandy,
es ist wirklich sehr interessant, wie wir alle so unsere eigenen Methoden zum Annotieren entwickeln. Ich habe vor eine paar Jahren auch einen Beitrag dazu veröffentlicht.
Ich annotiere mittlerweile 4 verschiedene Aspekte:
– Emotionen, also das Miteinander (Freundschaft, Feindschaft, Liebe, Hass) mit Rot
– wichtige persönliche Details (Beschreibungen, Erfahrungen, etc.) der Figuren mit Gelb
– wichtige Handlungsdetails und andere Informationen mit Blau
– besondere Textpassagen/Zitate mit Orange
Die oben angegebenen Farben gelten für den Kindle Colorsoft, in Prints nutze ich auch Sticky Tabs, die zum Cover passen. Dafür klebe ich mir eine Legende (beschriftete Tabs mit den Farben vorne ins Buch).
Cheerio
RoXXie
24.08.2025 - 7:39 a.m. Uhr
Guten Morgen RoXXie,
Da kann ich mir nur anschließen, ich finde es auch absolut interessant, wie wir alle so unsere eigene Art entwickeln und finden und ausprobieren 🙂
Ich finde es schön, einfach über den eigenen Tellerrand zu sehen und freue mich damit sehr, das du mir deine Art zu annotieren verraten hast!
Und ja meine Sticky Notes müssen auch immer zum Cover passen ^^”
Liebe Grüße
22.08.2025 - 8:22 a.m. Uhr
Guten Morgen Mandy,
deshalb finde ich eBooks sehr hilfreich, weil ich da anschließend eine sehr gute Übersicht über all meine Anmerkungen habe. Denn ich gehöre zu jenen, die bei gedruckten Büchern es überhaupt nicht mag, wenn die so “zerlesen” sind 🙂
Wo es mir aber auf jeden Fall fehlt, Anmerkungen hinzufügen zu können, sind Hörbücher. Da finde ich bestimmte Stellen in einem Hörbuch so gut wie nie wieder.
Viele Grüße
Frank
24.08.2025 - 7:43 a.m. Uhr
Guten Morgen Frank,
Mit den EBooks gebe ich dir absolut recht 😀 Da markiere ich auch sehr gern, allerdings markiere ich mir dort wirklich nur Zitate. Da fallen meine anderen Kategorien irgendwie weg… Warum das so ist, kann ich gar nicht genau sagen ^^” Ich kann das sehr gut nachvollziehen, wenn du es gar nicht magst in gedruckten Büchern zu markieren. Das ist absolut legitim! Mir geht es mit Leserillen so ^^”
Oh ja, wie gerne würde ich Hörbücher irgendwie kommentieren bzw. “markieren”. Das wäre wirklich sehr cool!
Liebe Grüße
22.08.2025 - 11:28 a.m. Uhr
Hallölle
annotieren — habe ich auch noch nie gehört. Interessant.
Ich gestehe, ich annotiere nur mit Bleistift. Ich mag keine “bunten” Bücher. Aber interesssant, das es Marker gibt, die man wegradieren kann. DA muss ich mich doch mal schlau machen.
Liebe Grüße
Anja vom kleinen Bücherzimmer
24.08.2025 - 7:45 a.m. Uhr
Guten Morgen Anja,
Ich freu mich, wenn ich nicht alleine da stehe mit den Stiften, die man wieder wegradieren kann 🙂
Die Marke “Friktion” bietet die an, genauso wie die dazu passenden Fineliner, die man auch wegradieren kann.
Liebe Grüße!
23.08.2025 - 11:04 a.m. Uhr
Hallo Mandy,
ich muss ja zugeben, dass mir der Betriff annotiere im ersten Moment nichts sagte und damit hast du mich dann schon bereits in der Überschrift neugierig gemacht.
Während des Lesens wusste ich dann, worum es geht. “Der Trend” ist mir auch schon untergekommen. Ich bin ja jemand, der mit seinen Büchern unglaublich sorgfältig umgeht. Ein kleiner Knick ärgert mich. Reinschreiben … absolutes NoGo.
Und doch hast du mich hier gerade ein wenig mit der Begeisterung angesteckt. :o) Ich habe richtig Lust bekommen, mein Buch ebenfalls mit Markierungen zu versehen und neige dazu das mal auszuprobieren.
Ich wusste übrigens auch noch nicht, dass es wegradierbare Marker gibt. Was für eine tolle Erfindung! <3
Vielen Dank für diesen inspirierenden Beitrag. Das probiere ich mit großer Wahrscheinlichkeit mal aus <3
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
24.08.2025 - 7:47 a.m. Uhr
Guten Morgen Tanja,
Ich danke dir von Herzen für deinen lieben Kommentar, das freut mich natürlich doppelt wenn ich bisschen anstecken konnte 🙂
Es gibt auch ganz viele bunte Sticky Notes (wenn das mit dem Stift nicht deins ist) die auch eigentlich zu ALLEN Covern passen 😀
Und ja mit den Markern war für mich auch wirklich ein Gamechanger 🙂
Ich bin gespannt, wie du es findest (wenn Du deine Erfahrung teilen möchtest) 🙂
Liebe Grüße!