Rezension Archive - Calipa https://calipa.de/category/rezension-rezension/ Im Herzen Leidenschaft Tue, 13 Oct 2026 15:38:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Pain – Du sollst Leiden Bd. 4 von S. T. Abby [Rezensionsexemplar] https://calipa.de/2026/10/13/pain-du-sollst-leiden-bd-4-von-s-t-abby-rezensionsexemplar/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pain-du-sollst-leiden-bd-4-von-s-t-abby-rezensionsexemplar https://calipa.de/2026/10/13/pain-du-sollst-leiden-bd-4-von-s-t-abby-rezensionsexemplar/#comments Tue, 13 Oct 2026 15:38:30 +0000 https://calipa.de/?p=6827 Seit Jahren kennt Lana Myers nur ein Ziel: Sie nimmt Rache an einer Gruppe Männer, die sie als Teenagerin gequält und gefoltert haben. Fast alle Namen auf ihrer Liste sind durchgestrichen, nur einer fehlt noch. Der Schlimmste von allen wird das schlimmste Ende finden. Je näher Lana ihrem Ziel kommt, desto schwieriger wird es, ihre dunkle Seite vor ihrem Freund zu verbergen: FBI-Agent Logan Bennett – der Mann, den sie liebt, ist auch der Mann, der sie zur Strecke bringen soll. Wird er immer noch an Lanas Seite stehen, wenn er weiß, wer sie wirklich ist?

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Von oben betrachtet ist der Ort wunderschön. Seine wahre Hässlichkeit erkennt man nur, wenn man mittendrin ist und der Wahrheit ins Auge blickt. S. 52

 

!Achtung! 

“Pain – Du sollst leiden” ist der vierte Band der “Mindf’ck” Reihe von S. T. Abby. Da diese Reihe eine fortlaufende Reihe ist –  mit den selben Protagonisten – können dich Spoiler im Buch, sowie in meiner Rezension erwarten, falls du Band eins “SECRET – Du sollst mich fürchten” noch nicht kennst. Des weiteren wurde mir Pain – Du sollst leiden als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle! Wie immer beeinflusst das weder meine Meinung noch Bewertung von diesem Buch!

 

Inhaltsangabe

Seit Jahren kennt Lana Myers nur ein Ziel: Sie nimmt Rache an einer Gruppe Männer, die sie als Teenagerin gequält und gefoltert haben. Fast alle Namen auf ihrer Liste sind durchgestrichen, nur einer fehlt noch. Der Schlimmste von allen wird das schlimmste Ende finden. Je näher Lana ihrem Ziel kommt, desto schwieriger wird es, ihre dunkle Seite vor ihrem Freund zu verbergen: FBI-Agent Logan Bennett – der Mann, den sie liebt, ist auch der Mann, der sie zur Strecke bringen soll. Wird er immer noch an Lanas Seite stehen, wenn er weiß, wer sie wirklich ist?

 

Eigene Meinung

Ich habe mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten gefreut (oder wie ich mich eben zu Weihnachten freue), als ich erfahren habe, dass ich die Möglichkeit bekomme, Pain – Du sollst leiden als Rezensionsexemplar zu lesen und zu rezensieren! Denn diese Reihe ist bisher wirklich ein Jahreshighlight für mich …

Direkt geht es wieder mitten hinein in die Geschichte! Zuletzt hatten Logan und sein Kollege Craig sich im Dorf umgehört, um weitere Hinweise auf den Scarlet Slayer zu bekommen. Logan ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieser ihm viel näher ist, als ihm lieb sein dürfte. Auch diesmal lese ich ausschließlich aus den Perspektiven von Logan und Lana – und das reicht vollkommen aus, um mir das Herz herauszureißen und es ordentlich zuzurichten. Denn in diesem Band fügen sich die Puzzleteile langsam zusammen.

Die Spannung nimmt rapide zu und ich habe beim Lesen gemerkt, dass die Geschichte unaufhaltsam auf einen deftigen Showdown zusteuert. Besonders interessant finde ich, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Oder besser gesagt: Die Geschichte wirft mittlerweile ganz bewusst die Frage auf, ob man den Scarlet Slayer nicht vielleicht doch verstehen kann. Und wie würde man selbst handeln?

Man hinterfragt die eigene Moral und das Verständnis von Gerechtigkeit. In diesem Band vielleicht sogar noch ein Stück mehr als in den vorherigen Teilen.

Gerade Logan muss sich intensiver mit diesen Fragen auseinandersetzen, denn auch sein Team entwickelt zunehmend Sympathie für den Scarlet Slayer. Gleichzeitig wird den Ermittlern klar, dass sie auf einer falschen Fährte waren und in Wahrheit einer Frau hinterherjagen. Denn so brutal der Scarlet Slayer auch vorgeht, möchte er auf keinen Fall, dass dem FBI etwas zustößt. Stattdessen geht er gegen die Korruption des örtlichen Sheriffs vor. Dieser ist schließlich einer der Dreh- und Angelpunkte für den Scarlet Slayer und damit auch für Lana.

Dass Logans Team zunehmend mit dem Scarlet Slayer sympathisiert, hat mich als Leserin besonders zum Nachdenken gebracht. Gleichzeitig lernen wir Lana noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen und erfahren mehr über ihre Beweggründe, die im vierten Band besonders deutlich thematisiert werden. Es gibt eben nicht immer ein vollkommenes Gut oder Böse. Diese moralische Grauzone tritt in der Mindf*ck Series jetzt noch stärker in den Vordergrund.

Es gibt Szenen in diesem Buch, die brutal sind. Das wisst ihr bereits, wenn ihr die Reihe oder zumindest einen der vorherigen Bände gelesen habt. Im vierten Teil wird diese Brutalität meiner Meinung nach noch einmal gesteigert. Doch auch emotional geht die Geschichte an die Grenzen. Die Art und Weise, wie Lana sich rächt, und die Flashbacks, die sie dabei erlebt, haben mich wirklich getroffen.

Als es dann auf das Ende zuging, war es endgültig vorbei mit mir. Und das Schlimme daran ist, dass ich sowohl Logan als auch Lana einfach viel zu gut verstehen kann. Vielleicht ist genau das eine der Besonderheiten dieser Reihe: Ich fühle mich den Charakteren unglaublich verbunden. Und jetzt, wo das Ende immer näher rückt, wird es eben auch schmerzhaft.

Gerade durch ihre Gedanken und Aussagen wird deutlich, wie sehr Lana gelitten hat und noch immer leidet. Auch dieser Teil ihrer Persönlichkeit tritt in Pain noch stärker hervor. Sie weiß, dass das Ende naht, und muss sich die Frage stellen, wer letztendlich an ihrer Seite stehen wird. Denn es gibt viele Menschen, die zu ihr halten, auch wenn man das angesichts ihrer Taten vielleicht nicht unbedingt erwarten würde.

Als Leserin bekomme ich mit, wie schwer es Lana fällt, ihre monströse und mordende Seite abzulegen. Sie bekommt nicht die Ruhe, die sie danach so dringend bräuchte, um sich von all dem zu erholen und wieder Abstand zu gewinnen. Und das erkennt schließlich auch Logan. Vielleicht bekommt der bekannte Satz „Liebe macht blind“ hier eine ganz neue Bedeutung, denn immer mehr Menschen in Lanas und Logans Umfeld erkennen, dass Lana eben nicht einfach nur die nette Frau von nebenan ist.

 

Mein abschließendes Fazit

Der vorletzte Teil einer meiner absoluten Lieblingsreihen ist gelesen! Abgesehen von der Brutalität habe ich diesen Band vor allem als sehr emotional empfunden. Denn Lana bekommt endlich die Möglichkeit, sich an dem Menschen zu rächen, der damals die Fäden in der Hand hielt. Und selbst ihre große Liebe Logan kann sie nicht davon abhalten.

Die Flashbacks, die mit dieser Tat einhergehen, waren wirklich erschütternd, weil ich Lana als Charakter inzwischen sehr liebgewonnen habe. Es macht einfach etwas mit mir, wenn mein Lieblingscharakter leidet. Der vierte Band, Pain – Du sollst leiden, hält also auf jeden Fall, was er verspricht. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass der Titel ursprünglich anders gemeint war.

Ich kann den November kaum erwarten, um endlich zu erfahren, wie sehr Logan, Lana und ich noch leiden müssen. Natürlich bin ich auch unglaublich gespannt auf den Abschluss der Reihe und freue mich jetzt schon auf ein Reread. Unglaublich!

Ich gebe mich der Illusion hin, schiebe die Realität weit von mir und bin einfach die Lana Myers, die er liebt, nicht die Killerin, die er jagt. S. 240

 

Von mir bekommt "Pain - Du sollst leiden" von S. T. Abby 

5/5 Sternen!

 

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Wer die Toten stört von A. Rae Dunlap [Historischer Roman] https://calipa.de/2026/10/12/wer-die-toten-stoert-von-a-rae-dunlap-historischer-roman/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wer-die-toten-stoert-von-a-rae-dunlap-historischer-roman https://calipa.de/2026/10/12/wer-die-toten-stoert-von-a-rae-dunlap-historischer-roman/#respond Mon, 12 Oct 2026 09:08:23 +0000 https://calipa.de/?p=6810 Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen ...

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  “Es ging nur um Gedanken und Hypothesen, nicht um Schlussfolgerungen und Taten. Nur Spiel und keine Arbeit, nur Hirn und keine Hände. Hier strebe ich danach, beides zu benutzen.” S.24

 

Inhaltsangabe

Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles – außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen …

 

Eigene Meinung

Ein Historischer Roman. Hier. Bei mir. Glaubt mir: Ich wäre in etwa genauso irritiert. Aber verdammt, dieses Cover und der wirklich dunkle Humor haben mich bei der Leseprobe begeistert. Also durfte es einziehen und ich erzähle euch, warum dieses Buch trotz historischem Background so gut für mich funktioniert hat …

In Wer die Toten stört lese ich ausschließlich aus der Perspektive des Hauptcharakters James Willoughby. Er hat Klasse, ist wohlerzogen und in gutem Hause aufgewachsen. Außerdem scheint er ein chirurgisches Naturtalent zu sein. Leider liegt genau dort das Problem: Es gibt zu wenige Leichname, an denen er seine Fähigkeiten erlernen kann, und so ist James über kurz oder lang dazu angehalten, sich seine aristokratischen Hände schmutzig zu machen. Unterstützend an seiner Seite: Nye MacKinnon. Und was habe ich diesen Charakter geliebt!

Während James sehr beflissen ist und eher weniger mit der „schmutzigen“ Seite von Edinburgh zu tun hat, ist Nye absolut drin und hat keinerlei Problem damit, James ebenfalls in seine Welt einzuführen – und damit auch mich als Leser.

Nye ist unheimlich sarkastisch, schlagfertig, charmant und intelligent. Seinen Dialogen zu folgen, war ein so wunderbares und witziges Erlebnis. Mein Freund musste sich des Öfteren Passagen anhören, weil ich Tränen gelacht habe. Gerade im Zusammenspiel mit James wirken diese Unterhaltungen wundervoll, da bei James die Naivität noch viel deutlicher zum Vorschein kommt.

Dabei ist der Schreibstil natürlich der Zeit angepasst. 1828 sind die jungen Studenten nicht mit „Yolo“ über den Campus gezogen (und ja, ich weiß, Yolo ist schon wieder veraltet!), aber James und Nye leben dieses Wort einfach. Der Lesefluss wird hin und wieder leicht davon abgebremst, weil bestimmte Bezeichnungen etwas „altbacken“ oder eben der Zeit angemessen sind. Nennt es, wie ihr wollt – dem Buch tut es keinen Abbruch und es ist authentisch. Ich bin es schlichtweg nicht gewohnt, da ich wirklich so gut wie nie zu Historischen Romanen greife.

Die Kapitel haben ebenfalls eine angenehme Länge. Weder zu kurz noch zu lang. Lediglich wurde mir stellenweise ein wenig „herumgeeiert“, dafür war das Buch dann „plötzlich“ zu Ende. Gerade beim Abschluss hatte ich doch noch ein paar Fragen, die die Autorin offenlässt. Sehr schade.

Dennoch wurde ich an einigen Stellen auch wirklich überrascht. Bei einigen Situationen war ich einfach nicht darauf vorbereitet, auch wenn ich es mir vielleicht ganz leise denken konnte. Es dann aber wirklich zu lesen – was ich euch nicht verrate, weil es sonst spoilert – hat unerwartet wehgetan. Denn die Charaktere, die dieses Buch tragen, also zumindest einige von ihnen, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Weswegen es dann tatsächlich zu kleinen Schockmomenten kam.

Neben den Leichenbeschaffungen sind auch die Unterrichtsstunden sehr interessant. An denen darf ich teilweise als Leser teilnehmen. Wenn man sich also wirklich ein wenig für den menschlichen Körper interessiert, könnte man hier ein paar Informationen abstauben. (Ha, abstauben, weil historisch … na, ihr wisst schon. ;))

Außerdem beinhaltet Wer die Toten stört auch eine Liebesgeschichte, von der ich nicht dachte, dass ich sie brauche. Und nein, es geht nicht nur um dieses Paar. Es kommt zu KEINEN Spice-Szenen, aber es gibt eine Liebesgeschichte. Wunderbar, wirklich süß, herzlich und zeitgleich nicht kitschig. Kurzum: Es gibt ein Pärchen in diesem Buch und das ist toll, dass es das gibt! Ich mochte es sehr und es fühlte sich meiner Meinung nach nicht einen Augenblick so an, als würde es jetzt nur noch darum gehen. In der heutigen Zeit, bei den vielen Büchern, fast schon eine Seltenheit!

Ich konnte bei dem Buch öfter lachen, als ich dachte, und hatte schlichtweg eine schöne Zeit. Gerade das Setting in Edinburgh ist unheimlich passend für den Herbst und so habe ich es mir mit meiner Decke, vielen Kissen und Kerzen sehr gemütlich gemacht. Absolute Leseempfehlung für den Herbst. Etwas morbide, etwas süß und ganz bestimmt witzig!

 

Mein abschließendes Fazit

Wer immer einen Riesenbogen um Historische Romane macht und dieses Genre aber vielleicht doch mal von seiner Bingo-Karte abstreichen möchte: Wer die Toten stört ist das perfekte Buch dafür!

Gerade jetzt im Herbst ist das Buch genau passend. Ich begleite Protagonist James durch die dunklen, verregneten Straßen von Edinburgh und schließe dabei auch noch Freundschaft mit Menschen, die vielleicht nicht alles so ganz genau nehmen. Es entsteht eine Freundschaft, die sehr viel Loyalität und noch mehr Humor zutage fördert.

Autorin A. Rae Dunlap hat mich absolut begeistern können und ich bin bei Weitem kein Mensch, der gerne Historische Romane liest. Aber dieses Buch überzeugt eben durch den Humor und dadurch, dass man ihm die Historie zwar schon zuordnet, aber nicht das Gefühl hat, einen kompletten Geschichtskurs absolvieren zu müssen!

Tolle Dialoge, tolle Charaktere und eine sehr interessante Thematik!

Zum ersten Mal, seit ich mich erinnern konnte, war mein Geist vollkommen mit sich im Reinen. Eine unsichtbare Last war von meinen Schultern genommen worden, denn ich war endlich völlig frei von den Dogmen meiner Vergangenheit. S. 299

 

Von mir bekommt "Wer die Toten stört" von A. Rae Dunlap 

4/5 Sternen!

 

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Revenge – Du sollst Flehen Bd. 3 von S. T. Abby https://calipa.de/2026/10/07/revenge-du-sollst-flehen-bd-3-von-s-t-abby/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=revenge-du-sollst-flehen-bd-3-von-s-t-abby https://calipa.de/2026/10/07/revenge-du-sollst-flehen-bd-3-von-s-t-abby/#respond Wed, 07 Oct 2026 07:21:05 +0000 https://calipa.de/?p=6799 Lana Myers war schon immer eine Einzelgängerin. Bis sie FBI-Agent Logan Bennett begegnet. Er ist der erste Mann, den sie in ihr Leben lässt. Logan hat jedoch keine Ahnung, dass Lana nicht nur seine perfekte Freundin ist, sondern auch die Serienmörderin, die er jagt. Er weiß ebenfalls nicht, welch unaussprechliches Leid die Männer Lana angetan haben, die sie jetzt dafür büßen lässt. Stattdessen glaubt er, er müsste Lana vor dem berüchtigten »Boogeyman« schützen – einem Killer, der es besonders aufs FBI abgesehen hat und sich an Logan rächen will. Doch Lana braucht keinen Schutz, denn sie kennt schon lange keine Gnade mehr …

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“Ich bin so viel schlimmer und besser als du. Ich bin das, wovor sich die Monster in der Dunkelheit fürchten. Und jetzt bin ich der schlimmste Albtraum des Boogeyman.” S. 37

 

!Achtung! 

“Revenge – Du sollst flehen” ist der dritte Band der “Mindf’ck” Reihe von S. T. Abby. Da diese Reihe eine fortlaufende Reihe ist –  mit den selben Protagonisten – können dich Spoiler im Buch, sowie in meiner Rezension erwarten, falls du Band eins “SECRET – Du sollst mich fürchten” noch nicht kennst.

 

Inhaltsangabe

Lana Myers war schon immer eine Einzelgängerin. Bis sie FBI-Agent Logan Bennett begegnet. Er ist der erste Mann, den sie in ihr Leben lässt. Logan hat jedoch keine Ahnung, dass Lana nicht nur seine perfekte Freundin ist, sondern auch die Serienmörderin, die er jagt. Er weiß ebenfalls nicht, welch unaussprechliches Leid die Männer Lana angetan haben, die sie jetzt dafür büßen lässt. Stattdessen glaubt er, er müsste Lana vor dem berüchtigten »Boogeyman« schützen – einem Killer, der es besonders aufs FBI abgesehen hat und sich an Logan rächen will. Doch Lana braucht keinen Schutz, denn sie kennt schon lange keine Gnade mehr …

 

Eigene Meinung

Natürlich habe ich den dritten Teil der Mindf’ck Series schon im August gekauft und verschlungen. Leider kam ich bisher einfach nicht dazu, meine Meinung zu Band drei mit euch zu teilen – aber das holen wir jetzt mal nach!

Diesmal starte ich nicht direkt am Cliffhanger von Band zwei, sondern lese zunächst aus der Perspektive von Logan und auch von Hadley. Ich finde es sehr passend, dass ich nun auch Hadleys Perspektive kennenlernen darf, da sie gerade im zweiten Band von den Ereignissen nicht nur betroffen, sondern auch stark geprägt wurde. Im Gegensatz zu Lana ist sie charakterlich weicher, zarter und zerbrechlicher. Sie steckt das alles nicht so leicht weg wie die Rachemörderin Lana. Das sorgt für eine interessante Dynamik, wenn die beiden miteinander reden. Gerade in Revenge entwickelt sich Hadley zu einer potenziellen Gefahr, die Lana bändigen muss.

Durch verschiedene Ereignisse – auf die ich aus Spoilergründen nicht eingehen möchte – gerät Lana zunehmend unter Druck und sieht sich gezwungen, ihre Morde schneller durchzuführen. Ein großer Knackpunkt ist dabei weiterhin ihr Freund Logan. Dieser arbeitet mit Hochdruck beim FBI an Lanas bisherigen Morden und als Leser hatte ich zunehmend das Gefühl, dass die Luft für Lana immer dünner wird.

Logan begibt sich zurück in das Städtchen, in dem Lana damals aufgewachsen ist, und durch Hadley wird Logan von Lana begleitet. Auch Jacob – Lanas bester Freund – gerät in Logans Visier. Die Szene, in der Logan und sein Kollege Craig vor seiner Tür stehen und feststellen, dass er im Rollstuhl sitzt, fand ich enorm gelungen. Gerade Jacob fand ich dort von der Autorin unheimlich gut in Szene gesetzt.

Der Schreibstil ist weiterhin sehr flüssig, kurzweilig und spannend und wird gerade aus Lanas Sicht immer wieder mit düsterem Humor gespickt. Ich mag die Gedankengänge der Charaktere und wie einzigartig sie sich alle miteinander anfühlen. Es ist sofort klar, aus wessen Sicht ich gerade lese – zum einen, weil es im Kapitel angegeben wird, aber auch, weil bestimmte Sprüche, Gedanken und Gefühle eben nur von den jeweiligen Charakteren stammen können.

Auch die Kapitel bleiben weiterhin kurz und lassen sich wirklich schnell weginhalieren, was den Suchtfaktor enorm steigert.

Besonders aufgefallen ist mir im dritten Teil der „Glücksfaktor“. Das ist gar keine Kritik, sondern einfach etwas, das mir beim Lesen aufgefallen ist. Lana schafft es erstaunlich oft, sich aus brenzligen Situationen herauszumanövrieren, und Logan schafft es fast noch einfacher, genau diese Dinge nicht mitzubekommen.

Wirkt das Buch dadurch weniger authentisch? Ganz klares Nein.

Es ist immer noch eine Buchreihe und während man bei Horrorfilmen irgendwann „NEIN!“ schreit, wenn die Schauspieler sich dazu entschließen, sich aufzuteilen, ist das hier vielleicht ganz ähnlich zu betrachten, glaube ich. 😂 Durch all diese Situationen war ich eher noch gespannter darauf, wie die gesamte Reihe enden wird.

Und ich habe Angst davor. ._.

Nun habe ich also noch zwei Teile vor mir, mit enorm vielen Fragen, die hoffentlich geklärt werden, und gleichzeitig ein wenig Sorge, was die Beantwortung dieser Fragen für Lana und Logan bedeutet.

Jetzt geht es dorthin zurück, wo für Lana damals alles angefangen hat!

 

Mein abschließendes Fazit

Kein Band bisher in der Mindf’ck Series hat sich wie ein Filler-Band angefühlt. Es ist immer etwas passiert und diese Entwicklungen nehmen immer mehr Fahrt auf.

Lana ist zu schnellerem Handeln gezwungen und muss gleichzeitig wachsamer sein als je zuvor. Von den blutigen Taten über das geheimnisvolle Netz rund um Lana bis hin zu Logans Spurensuche – auch dieses Mal holt mich der düstere Humor wieder ab.

Die Geschichte nimmt immer weiter Fahrt auf und ließ mich auch dieses Mal als Leser wieder vollkommen in die von Rache geprägte Welt von Lana eintauchen.

 

“Und wenn es jemanden gibt, der das Gefühl kennt, Die Dämonen dieser Welt töten zu wollen, die sonst einfach nicht verschwinden würden, dann bin ich das.” S. 185

Von mir bekommt "Revenge - Du sollst Flehen" von S.T. Abby 

5/5 Sternen!

 

 

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My Blade, Your Back Bd. 2 von K. M. Moronova [Dark Military Romance] https://calipa.de/2026/10/04/my-blade-your-back-bd-2-von-k-m-moronova-dark-military-romance/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=my-blade-your-back-bd-2-von-k-m-moronova-dark-military-romance https://calipa.de/2026/10/04/my-blade-your-back-bd-2-von-k-m-moronova-dark-military-romance/#respond Sun, 04 Oct 2026 11:29:41 +0000 https://calipa.de/?p=6779 Nach den dramatischen Ereignissen während des Bootcamps kann Emery sich an nichts mehr erinnern. Auch nicht an Cameron, den Mann, dessen geheimnisvolle Augen sowohl Angst als auch tiefe Anziehung in ihr auslösen. Cameron wiederum weiß: Sollte Emery ihr Gedächtnis wiedererlangen, könnte dies alles zerstören, was zwischen ihnen entstanden ist. Als eine gemeinsame Mission katastrophal schief geht, treffen die beiden Soldaten auf einen unerwarteten Feind. Und Cameron wird sich der Person stellen müssen, die er am meisten fürchtet: sich selbst.

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“Ich werde mich wieder daran erinnern, was du für mich warst, Mori.” S. 59

 

!Achtung! 

Es handelt sich bei “My Blade, Your Back” von K. M. Moronova um Band zwei der Dark (Military) Romance Reihe “Dark Forces” und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen!

 

Inhaltsangabe

Nach den dramatischen Ereignissen während des Bootcamps kann Emery sich an nichts mehr erinnern. Auch nicht an Cameron, den Mann, dessen geheimnisvolle Augen sowohl Angst als auch tiefe Anziehung in ihr auslösen. Cameron wiederum weiß: Sollte Emery ihr Gedächtnis wiedererlangen, könnte dies alles zerstören, was zwischen ihnen entstanden ist. Als eine gemeinsame Mission katastrophal schief geht, treffen die beiden Soldaten auf einen unerwarteten Feind. Und Cameron wird sich der Person stellen müssen, die er am meisten fürchtet: sich selbst.

 

Eigene Meinung

Mit diesem Cliffhanger aus Band eins (Your Knife, my Heart) konnte ich ja nun wirklich nicht leben. Also musste Band zwei her. Wie mir der Abschluss der Dilogie gefallen hat, erzähle ich euch hier …

Autorin K. M. Moronova lässt mich auch in My Blade, your Back wieder abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonistin Emery und des Protagonisten Cameron lesen. Gerade aus Camerons Perspektive zu lesen, hat mir am meisten Spaß gemacht. Ich mochte seine melancholische Art und diesen Zwiespalt, in dem er sich befindet. Aus Emerys Sicht zu lesen, war tatsächlich anfangs ungewohnt, da sie durch ihre Amnesie doch eine dezente Wesensveränderung durchgemacht hat. Ich mochte diese Emery. Ob nun mehr oder weniger mehr als die, die ich im ersten Band kennengelernt habe, kann ich dabei gar nicht genau sagen. Sie hatte etwas Taffes, etwas Selbstsicheres, was ihr sehr gut stand.

Geschichtlich wurde ich als Leserin auch genau wieder am Cliffhanger abgeholt. Es beginnt mit Camerons Sicht und zeigt mir, in welchem emotionalen Chaos er sich befindet, wie schlecht es ihm geht und wie stark die Last der Schuld ist, die auf seinen Schultern ruht. Gerade diese authentischen Gefühle, die Moronova ihrem Charakter dort zuschreibt, kommen unheimlich authentisch rüber. Als Leserin habe ich verstanden, warum er versucht, Emery auf Abstand zu halten. Genauso, warum er ihr nicht erklärt, was passiert ist.

Im weiteren Verlauf fand ich aber gerade den letzten Punkt auch mit am schwierigsten. Wie gesagt, verstand ich durchaus den Hintergrund, weswegen er nicht mit offenen Karten spielt und genauso auch, warum er Emery nicht aufklärt. Nichtsdestotrotz habe ich diese Entscheidung nicht gutgeheißen. Teilweise wirkte es, als ob er sich ein wenig aus der Verantwortung ziehen möchte. Auch wenn das im weiteren Verlauf der Geschichte aufgeklärt wurde, fand ich es dennoch nicht unbedingt einen starken Zug.

Emery gibt sich dabei viel Mühe, an Mori (Cameron) heranzukommen. Auch wenn sie vielleicht nicht mehr weiß, was zwischen ihnen war – weiß sie, dass etwas da war. So bekam diese Geschichte stellenweise etwas sehr Zähes für mich. Ich saß des Öfteren da und habe Cameron förmlich angeschrien (meine Nachbarn sind Zeugen …), dass er doch bitte seinen Mund aufmachen soll. Naja, wie ihr euch denken könnt, wurden meine Bitten erfüllt – allerdings eben sehr spät. Oder vielleicht sogar für das Buch sehr früh? Denn ich kann mich noch erinnern, dass ich daran gedacht habe, dass ich noch verdammt viel Buch vor mir habe, dafür, dass dieser Plot nun gelöst wurde.

Und genau ab dann nahm die Geschichte für mich auch Fahrt auf. Denn nun erfahre ich, was eigentlich noch alles bei den Dark Forces geplant ist, welche Verbindungsmänner es vielleicht noch gibt und warum Emery dabei immer tiefer in den Schlamassel gerät.

Das anfängliche umeinander Rumschleichen ist einer starken Spannung gewichen und ich habe mich dabei erwischt, wie ich mitfiebere. Wie ich über das Team, das sich gegenseitig gern mal auf die Schippe nimmt, ebenfalls schmunzeln kann. Wie Emery und Cameron sich ein zweites Mal einig darüber sind, dass sie Licht und Schatten ergeben.

Das Einzige, was mir hier ab und an zu viel wurde, waren vielleicht die häufig eingesetzten „Tränenmomente“. Bei der ersten Szene hatte ich wirklich noch Tränen in den Augen. Bei der zweiten war es dann eher schon ein skeptisches Mitlesen. Es fühlte sich aus irgendeinem Grund nicht mehr so … bedrohlich an? Und ich möchte dabei gern noch erwähnen, dass ich jemand bin, der bei Büchern schnell losheulen kann (und bei Filmen … und Musik … :D).

Dabei ist der Schreibstil weiterhin sehr flüssig zu verfolgen und auch die Entwicklung der Charaktere ist gelungen. Für mich wurde nur an verschiedenen Stellen etwas sehr viel Drama erzeugt. Das hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen. Ich glaube, eine Szene – oder von mir aus auch zwei –, die einem richtig Gänsehaut verleihen und den Leser total über eine emotionale Klippe gleiten lassen, hätten sich für mich besser angefühlt. Das bot mir der zweite Band der Dark Forces-Reihe leider nicht.

Dafür konnte er mich aber mit bereits bekannten – oder auch neuen – Charakteren absolut begeistern. Ich mochte die Entwicklung der Geschichte und die Auflösung. Gerade auch, tiefer in Emerys Geschichte blicken zu können oder die Beziehung zwischen ihr und Cameron haben für mich viele Dinge wieder ausgebügelt.

 

Mein abschließendes Fazit

Der abschließende Band der Dark Forces-Dilogie war vielleicht nicht unbedingt ein Highlight für mich, aber dennoch hat er meine wichtigsten Fragen geklärt und konnte mich, was die charakterlichen Entwicklungen angeht, enorm abholen. Auch die Auflösungen waren plausibel und haben mich mit einem Lächeln das Buch schließen lassen.

Die „schmerzhaften“ Szenen haben sich für mich stellenweise leider etwas suspekt angefühlt und für meinen Geschmack hätten vielleicht ein oder zwei Szenen gereicht, wenn diese mich dafür richtig über die emotionale Klippe fliegen gelassen hätten. Nichtsdestotrotz ist es ein würdiges Ende für die Dark Forces-Dilogie und auch der melancholische und leicht zu verfolgende Schreibstil von Autorin Moronova macht mir wieder Lust auf mehr.

Von mir bekommt "My Blade, Your Back" von K. M. Moronova 

4/5 Sternen!

Zwei Soldaten, zwei qualvolle Geschichten, ein gemeinsames Ende. S. 297

 

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Anathema von Keri Lake [Dark Fantasy] https://calipa.de/2026/07/30/anathema-von-keri-lake-dark-fantasy/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=anathema-von-keri-lake-dark-fantasy https://calipa.de/2026/07/30/anathema-von-keri-lake-dark-fantasy/#comments Thu, 30 Jul 2026 08:08:23 +0000 https://calipa.de/?p=6767 Jede Berührung von ihm ist ein Spiel mit dem Tod

Niemand kehrt lebend aus den Eating Woods zurück. Ein Schicksalsschlag zwingt Maevyth Bronwick das tödliche Labyrinth zu betreten. Niemals hätte sie damit gerechnet, dort ihm zu begegnen: Zevander Rydainn, dem gefürchtetsten Assassinen des gesamten Kontinents - kalt, gnadenlos und berüchtigt als The Scorpion. Er würde Maeve lieber den Kreaturen des Waldes überlassen, als ihr zu helfen. Doch nur gemeinsam haben sie eine Chance zu überleben, selbst wenn das Feuer zwischen ihnen gefährlicher ist als alles, was im dunklen Wald lauert ...

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Aus der Dunkelheit hatte sich eine giftige Bestie erhoben und ohne Furcht zugeschlagen. S. 157

 

!Achtung! 

Anathema ist ein Dark Fantasy Buch und beinhaltet Trigger! Diese sollten auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen!

 

Inhaltsangabe

Jede Berührung von ihm ist ein Spiel mit dem Tod

Niemand kehrt lebend aus den Eating Woods zurück. Ein Schicksalsschlag zwingt Maevyth Bronwick das tödliche Labyrinth zu betreten. Niemals hätte sie damit gerechnet, dort ihm zu begegnen: Zevander Rydainn, dem gefürchtetsten Assassinen des gesamten Kontinents – kalt, gnadenlos und berüchtigt als The Scorpion. Er würde Maeve lieber den Kreaturen des Waldes überlassen, als ihr zu helfen. Doch nur gemeinsam haben sie eine Chance zu überleben, selbst wenn das Feuer zwischen ihnen gefährlicher ist als alles, was im dunklen Wald lauert …

 

Eigene Meinung

Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… das war ein Erlebnis der anderen Art…

Autorin Keri Lake gibt mir die Möglichkeit, Anathema aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Maevyth sowie aus der Erzählperspektive von Zevander zu erleben. Anfangs war der Wechsel zwischen den Perspektiven etwas ungewohnt, was dem Buch aber keinerlei Abbruch tat. Der Schreibstil von Keri Lake ist… uff, schwer zu beschreiben. Nicht, weil er schlecht ist, sondern weil ich ihn als so außerordentlich gut empfunden habe. Problemlos schafft sie es, in den richtigen Augenblicken genau den passenden Ton zu treffen.

Vor allem die Ortsbeschreibungen sind so bildhaft geschrieben, dass ich dauerhaft einen Film im Kopf hatte. Ich konnte jede Szene vor meinem inneren Auge sehen – und das leider auch, wenn es um wirklich grausame, gruselige Horrorszenen ging. Denn ja, das ist ebenfalls etwas, das mir besonders von Anathema im Gedächtnis geblieben ist: der Horror. Es ist keine seichte Romantasy-Geschichte! Es ist gruselig, blutrünstig und unglaublich bildhaft – und dabei so unfassbar gut.

Ich traue mich nur selten an High Fantasy heran. Zu groß ist die Sorge, die Hierarchien, die Magiesysteme, die vielen Völker und alles, was es sonst noch zu beachten gibt, nicht zu verstehen. In Anathema? Kein Problem. Keri Lake hat mit einem zehnseitigen Glossar, einer Weltkarte und natürlich Triggerwarnungen vorgesorgt. Tatsächlich lief es aber gar nicht so ab, dass ich ständig im Glossar blättern musste. Meiner Meinung nach hat die Autorin dafür eine richtig gute Lösung gefunden: Sie lässt Protagonistin Maevyth genauso “unwissend” in diese Welt eintauchen wie mich als Leser. Dadurch wurden mir Glyphen, Stämme, Völker, Zauber und Hintergründe Stück für Stück nähergebracht. Nicht ausufernd, sondern kurz, verständlich und genau dann, wenn ich die Informationen brauchte – ohne mich mit Wissen zuzuschütten.

Zwischen all den gruseligen Horrorszenen gab es aber auch viele Momente zum Lachen und zum Weinen. Eine emotionale Achterbahnfahrt, getragen nicht nur von den Protagonisten Maevyth und Zevander, sondern auch von den Nebencharakteren. Meiner Meinung nach bedient Anathema außerdem den Found-Family-Trope und genau das hat mir zwischen all dem Bösen in der Geschichte immer wieder kleine Momente zum Durchatmen geschenkt. Gerade die Verbindung zwischen Maevyth und Rykaia, der Schwester von Zevander, oder auch zu Aleysia hat mich sehr berührt.

Bleiben wir doch gleich bei den Charakteren beziehungsweise vor allem bei den beiden Protagonisten: Maevyth und Zevander. Beide funktionieren für mich absolut grandios. Denn sie entwickeln sich Stück für Stück aus den Rollen heraus, die ihnen seit ihrer Geburt auferlegt wurden. Gerade bei Maevyth geschieht das nicht im Sinne einer plötzlich übermächtigen Heldin. Jeder Fortschritt, den sie sich erkämpft, fühlte sich auch für mich als Leser unheimlich gut an. Und obwohl sie durch die Eating Woods in eine völlig andere Welt geworfen wird, verliert sie ihr eigentliches Ziel nie aus den Augen. Gleichzeitig wiederholt sich dieser Gedanke nie auf eine anstrengende Art und Weise. Stattdessen wird sowohl Maevyth als auch dem Leser immer wieder bewusst gemacht, dass sie lernen muss.

Zevander hingegen ist deutlich schwieriger zu durchschauen. Erst nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und ich habe verstanden, weshalb er nach außen so kalt wirkt. Er versucht, viele Baustellen gleichzeitig zu bewältigen – und das am liebsten im Alleingang. Ich bin nämlich der Meinung, dass der gute Herr ein ziemliches Problem damit hat, Kontrolle zu verlieren. Zumal er sie über sich selbst jederzeit wahren muss. Auch im Umgang mit Maevyth ist er vorsichtig und gleichzeitig sichtlich verwirrt. Genau das wurde für mich in seinen Kapiteln unglaublich authentisch transportiert.

Die Beziehung zwischen Zevander und Maevyth nimmt auch erst in den letzten Kapiteln wirklich Fahrt auf. Also wirklich Slow Burn. Gerade das mochte ich unglaublich gern. Sie fallen eben nicht sofort übereinander her, sondern zeigen ihre Unsicherheiten, lassen Nähe langsam entstehen und teilen ihre Verletzlichkeit miteinander. Das fühlte sich für mich deutlich intimer an als so manche Dark-Romance-Spice-Szene.

Vielleicht ist Anathema genau deshalb nicht einfach nur ein süßes Romantasy-Buch. Es geht nicht bloß um zwei Menschen, die sich irgendwie anziehend finden und sich gleichzeitig absolut nicht ausstehen können. Es geht um zwei Menschen, die für ihre Welt beziehungsweise ihre Familien kämpfen und bei all dem schlichtweg kaum Zeit haben, überhaupt an eine Beziehung zu denken. Der Fokus liegt für mich deshalb nicht auf der Liebesgeschichte, sondern auf dem Weltenaufbau, den Wesen und den vielen Handlungssträngen, die am Ende zu einem großen Ganzen zusammenlaufen.

Doch worum geht es eigentlich?

In Anathema begleiten wir Maevyth, die langsam aber sicher an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln beginnt. Die Vorwürfe der Dorfbewohner seit ihrem unerklärlichen Erscheinen scheinen sich immer mehr zu bewahrheiten. Als schließlich alles eskaliert, ergreift Maevyth die einzige Chance, die sie noch sieht: Sie flüchtet gemeinsam mit ihrer Schwester – der einzigen Familie, die ihr geblieben ist. Doch die Eating Woods sind hungrig…

Ich tauchte also in eine Geschichte ein, die in zwei Welten spielt. Erzählt wird sie aus der Sicht einer Sterblichen, der eröffnet wird, dass sie die Letzte eines längst vergangenen Volkes sein soll, und aus der Sicht eines Lunasiers, der zu einem Leben mit einem Fluch verdammt ist.

Tatsächlich muss ich aber auch ehrlich sagen, dass ich kaum auf die Geschichte von Anathema eingehen kann und möchte. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich saß beim Lesen mehr als einmal mit Gänsehaut da oder dachte mir nur: “Bitte nicht!” Genau diese Momente möchte ich euch nicht vorwegnehmen.

Mein abschließendes Fazit

Zwei Welten und eine Gefahr. Anathema kombiniert Horror und Fantasy auf eine Weise, die mich vollkommen begeistert hat. Mit seiner bildhaften Sprache, den wundervollen Charakteren und den Eigenheiten seiner Welten hat sich dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gesichert.

Als High-Fantasy-Neuling hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Genre so sehr ab der ersten Seite fesseln könnte. Umso mehr freue ich mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit Zevander, Maevyth, Aleysia, Rykaia und all den anderen. Notizen für Band 2 habe ich mir jedenfalls schon gemacht… denn im NOVEMBER erscheint endlich die Fortsetzung. (Zum Glück bin ich geduldig. Nicht!)

“[…]Was war schließlich eine einzige Sterbliche, wenn das Leben von Millionen auf dem Spiel stand?” S. 699

Von mir bekommt "Anathema" von Keri Lake 

5/5 Sternen!

 

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Unhinged von Steph Macca [Dark Romance] https://calipa.de/2026/07/27/unhinged-von-steph-macca-dark-romance/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unhinged-von-steph-macca-dark-romance https://calipa.de/2026/07/27/unhinged-von-steph-macca-dark-romance/#respond Mon, 27 Jul 2026 14:51:54 +0000 https://calipa.de/?p=6749 Welcome to the Lilydale Foundation Center... home of second chances. At least, that's what they tell us it is. It's basically a glorified prison and asylum for the deranged with good alibis. When the police pulled me out of my burning home, along with what was left of my Father, I was deemed broken - even if I was the reason the fire started. So, here I am at my new home. They think they can save us with their fancy facility. But what insane person decided it was a good idea to put a bunch of young, unhinged people together? It's just asking for trouble.

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I resigned myself to that fact, learning to numb everything. The good and the bad. These were the cards I was dealt, and it was my responsibility to deal with it. S. 55

 

!Achtung! 

“unhinged” ist ein Dark Romance Buch und beinhaltet einige Trigger! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen!

 

Inhaltsangabe

Welcome to the Lilydale Foundation Center… home of second chances. At least, that’s what they tell us it is. It’s basically a glorified prison and asylum for the deranged with good alibis. When the police pulled me out of my burning home, along with what was left of my Father, I was deemed broken – even if I was the reason the fire started. So, here I am at my new home. They think they can save us with their fancy facility. But what insane person decided it was a good idea to put a bunch of young, unhinged people together? It’s just asking for trouble.

 

Eigene Meinung

Mein zweites Englisches Buch in meinem Leben, das ich beendet habe. Meiner Schwester hatte ich erzählt, das ich gern mehr auf Englisch lesen würde und da hat sie mir und sich unhinged geschenkt. Wie es mir gefallen hat? Ich erzähle es euch…

In unhinged begleite ich vorwiegend Protagonistin Avery und lese aus ihrer Ich- Perspektive. Nach und nach kommen weitere Charaktere zu, die ebenfalls in dem Foundation Center leben und aus dessen Sicht ich auch lesen darf. Dort haben wir Grey, Damon und Theo. Nach einem traumatischen Ereignis wird Avery in die geschlossene psychische Einrichtung gebracht, wo sie auf ihre ebenfalls gebrochenen, aber auch instabilen Mitpatienten trifft.

Steph Macca hält die Kapitel kurz und dennoch sind sie nicht weniger intensiv oder fehlt es ihnen an Details. Dadurch, dass ich aus gleich mehreren Perspektiven lese, bekomme ich auch mehr über die Hintergründe in Lilydale mit. Denn gerade Damon und seine rechte Hand Grey scheinen dort das sagen zu haben. Ihre Mitpatienten müssen sich Damons Worten beugen. Avery und auch ich als Leser verstehen erst im Verlauf des Buches warum und wieso und selbst dann, bleiben noch viele Fragen offen. Diesbezüglich habe ich schon gelesen, dass die Reihe wohl bis zu vier Bände umfassen wird. Die ersten beiden sind bereits auf Deutsch erschienen.

Steph Maccas Schreibstil ist weitestgehend flüssig, obwohl es mir schwerfällt, das bei einem englischen Buch richtig einzuschätzen – bin ich ganz ehrlich. Da ich hier und da sehr arg mit der englischen Sprache zu kämpfen habe, war ich allerdings überrascht wie gut und flüssig ich durch das Buch kam. Deswegen würde ich den Schreibstil als sehr flüssig und einfach einschätzen. Natürlich gibt es verschiedene Begrifflichkeiten bezüglich der Psyche zum Beispiel, aber diese sind nicht konstant vorhanden und tauchen nur vereinzelt hier und da auf.

Avery versucht sich in Lilydale einzuleben und muss ständig schauen, wer es ernst mit ihr meint und wer nicht. Dort kommt dann vor allem langsam Grey ins Spiel. Stück für Stück taut Avery bei ihm auf und kommt damit auch in den engeren Kreis von Damon. Sehr zu seinem Bedauern. Immer wieder bekommt Avery von ihm Spitzen zu hören und zu fühlen und Grey versucht auch gern zwischen den beiden zu vermitteln. Auch wenn seine Loyalität vor allem Damon gegenüber besteht. Erst gegen Ende erfährt man, weshalb Avery überhaupt in Lilydale ist.

Von den anderen Charakteren, bekommt man zuvor nur vereinzelte Hinweise. Ich denke das dies gerade in den nächsten Bänden mehr thematisiert wird.
Charakter Theo wird eine weitere Konstante von Avery und hat sich auch ein bisschen in mein Herz geschlichen. Leider gibt es nur ein Kapitel aus seiner Sicht, was vielleicht in den Folgebänden auch noch geändert wird, gerade weil das Buch mit einem sehr gemeinen Cliffhanger endet…

Die Charaktere sind interessant, jeder auf seine Art irgendwie eigen. Avery beispielsweise ist eher Sarkastisch, legt dieses Verhalten aber (leider) Stück für Stück mehr ab, um sich – das ist mein Gefühl – der Hierarchie zu beugen. Den Ärzten, Psychologen oder Lehrern hingegen behält sie ihre schroffe, abweisende Art bei. Und ja auch im Laufe der Geschichte, wird sie auch wieder mutiger, gerade Grey gegenüber. Leider gab es für mich auch eine Szene – keine Sorge ich Spoiler nicht – wo sie mir ein Stück weit unsympathisch wurde.

Sie hatte meiner Meinung nach einen Fehler begangen, hatte diesen auch bereut, aber nahm für mich anschließend zu sehr die Opferrolle ein, was ich dem anderen gegenüber sehr fehl am Platz fand. Das war für mich einfach nicht gut ausgearbeitet.

Nichts desto Trotz ist die Geschichte interessant und auch spannend gestaltet. Immer wieder werden Hinweise zu Hintergründen gegeben, die ich wahrscheinlich erst in den folgenden Bänden verstehen werde, aber genau das reizt daran. Der Spice Anteil bleibt tatsächlich in einem kleinen Rahmen, ich meine es waren drei oder vier Szenen, die auch nicht übertrieben stattfanden. Die ganze Zeit war ich eher darauf fokussiert, was hinter den Charakteren steckt, was sie verbergen, wie sich die Geschichte entwickelt. Der Cliffhanger am Schluss war demnach für mich absolut bodenlos und ich muss die Reihe fortsetzen!

 

Mein abschließendes Fazit

Mein Einstieg in unhinged war persönlich etwas vorbelastet durch die englische Sprache, die ich einfach nicht gut beherrsche. So dachte ich. Allerdings bin ich wirklich gut durch das Buch gekommen. Ich brauchte recht wenig Hilfe in Sachen Übersetzungen und hat mir gezeigt, dass mein Englisch vielleicht doch ein ticken besser ist als gedacht!

Die Geschichte rund um Avery in der Lilydale Foundation war absolut spannend und interessant. Dafür, dass es unter Dark Romance läuft, waren die Spice Szenen übersichtlich, und nicht unbedingt abgehoben.

Trotz kleiner Kritikpunkte konnte mich unhinged von sich überzeugen und vor allem dazu, die Reihe fortzusetzen. Egal ob es die Geheimnisse sind, die Entwicklungen der Charaktere oder eben die Hintergründe der Lilydale Foundation. Die Dynamik zwischen den Charakteren hat für mich funktioniert, auch wenn ich ein paar Entscheidungen so nicht getroffen hätte.

“You did kill me, Avery. It just wasn’t the sweet death I had envisioned.” S. 260

 

Von mir bekommt "unhinged" von Steph Macca 

4/5 Sternen!

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BLOOD – Du sollst bereuen Bd. 2 von S. T. Abby https://calipa.de/2026/07/15/blood-du-sollst-bereuen-bd-2-von-s-t-abby/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=blood-du-sollst-bereuen-bd-2-von-s-t-abby https://calipa.de/2026/07/15/blood-du-sollst-bereuen-bd-2-von-s-t-abby/#comments Wed, 15 Jul 2026 12:16:09 +0000 https://calipa.de/?p=6734 Lana Myers ist jung, erfolgreich und seit Kurzem in einer glücklichen Beziehung mit dem FBI-Agenten Logan Bennett. Alles scheint perfekt. Was Logan aber nicht weiß: Lana ist die meistgesuchte Serienmörderin des Landes. Ihr Motiv ist Rache an einer Gruppe Männer, die ihr vor zehn Jahren unsagbares Leid angetan haben. Noch kann sie ihre wahre Identität geheim halten, doch Logan und sein Profiler-Team arbeiten unermüdlich an ihrem Fall. Ein einziger Fehler könnte Lanas Vergeltungsplan zum Einsturz bringen. Und sie ihre große Liebe kosten. Besonders seit Logans Kollegin Hadley sie im Visier hat …

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Er erweckt Seiten an mir zum Leben, die ich für tot gehallten habe, lässt meine Seele aus der Asche auferstehen. Dennoch sind da immer noch all die Schatten, die in mir lauern und das Monster verbergen, das in mir wohnt … Diese Seiten darf er niemals sehen. S. 74

 

!Achtung! 

“BLOOD – Du sollst bereuen” ist der zweite Band der “Mindf’ck” Reihe von S. T. Abby. Da diese Reihe eine fortlaufende Reihe ist –  mit den selben Protagonisten – können dich Spoiler im Buch, sowie in meiner Rezension erwarten, falls du Band eins “SECRET – Du sollst mich fürchten” noch nicht kennst.

Inhaltsangabe

Lana Myers ist jung, erfolgreich und seit Kurzem in einer glücklichen Beziehung mit dem FBI-Agenten Logan Bennett. Alles scheint perfekt. Was Logan aber nicht weiß: Lana ist die meistgesuchte Serienmörderin des Landes. Ihr Motiv ist Rache an einer Gruppe Männer, die ihr vor zehn Jahren unsagbares Leid angetan haben. Noch kann sie ihre wahre Identität geheim halten, doch Logan und sein Profiler-Team arbeiten unermüdlich an ihrem Fall. Ein einziger Fehler könnte Lanas Vergeltungsplan zum Einsturz bringen. Und sie ihre große Liebe kosten. Besonders seit Logans Kollegin Hadley sie im Visier hat …

 

Eigene Meinung

Nach Band eins SECRET – Du sollst mich fürchten war ich sowas von bereit für Band zwei – nur um jetzt bis August warten zu müssen ._. Ich leide wirklich sehr darunter, noch nicht weiterlesen zu können. Deshalb erzähle ich euch erst einmal, wie ich den zweiten Band der Mindf’ck-Reihe fand …

Nahtlos starte ich hier genau an dem Cliffhanger, mit dem der erste Band endet. Lana muss sich diesmal mit einer neugierigen Kollegin von Logan auseinandersetzen und dabei hätten weder ich noch wahrscheinlich sie selbst damit gerechnet, welche Ausmaße das nicht nur für sie, sondern auch für Logan und dessen Kollegin annehmen würde.

Der Schreibstil sowie die wechselnden POVs der Protagonisten sind – genau wie bereits im ersten Band – wieder absolut flüssig und interessant. Auch wenn ich erneut das Gefühl hatte, dass Logan charakterlich noch etwas zu kurz kommt, wird diesmal deutlich mehr Fokus auf die Beziehung zwischen ihm und Lana gelegt. Gleichzeitig rückt auch die Arbeit des FBI stärker in den Mittelpunkt.

Und genau das geschieht für mich auf eine sehr angenehme Art. Lana versucht selbstverständlich alles vor Logan zu verbergen, was ihre dunkle Seite betrifft, während seine Kollegin ihr gegenüber zunehmend misstrauisch wird. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass Lana und Logan sich trotz aller Hindernisse – von denen Logan selbst noch längst nicht alle kennt – immer weiter annähern. Ihre Beziehung entwickelt sich sichtbar weiter und gerade bei Lana wird deutlich, wie sehr sie selbst von der Intensität ihrer Gefühle überrascht ist.

Dazu muss ich sagen, dass ich Thriller aus der Sicht der Ermittler häufig eher ermüdend finde. Oft werden Abläufe bis ins kleinste Detail erklärt und verlieren dadurch für mich an Spannung. In Blood ist das zum Glück anders. Natürlich werden gewisse Vorgänge erläutert, aber eben nur so weit, wie es für die Geschichte notwendig ist. Gerade dadurch verliert das Buch für mich nie an Tempo und nimmt immer mehr Fahrt auf.

Und das tut es wirklich.

Zugegeben: Die knapp 240 Seiten waren bei mir ziemlich schnell weggesnackt. Aber das wäre ganz sicher nicht passiert, wenn S. T. Abby hier nicht so einen – in meinen Augen – verflucht guten Job gemacht hätte.

Wie bereits erwähnt, fand ich lediglich schade, dass Logan charakterlich erneut etwas im Hintergrund bleibt. Gerade weil ich ihn inzwischen so gern mag, wünsche ich mir einfach noch mehr Einblicke in seine Vergangenheit und seine Gedanken. Ich hoffe sehr, dass sich das in den kommenden Bänden noch ändern wird. Ich merke einfach immer mehr, warum Lana für mich als Protagonistin so gut funktioniert. Allein ihre trotzige Art empfinde ich hier überhaupt nicht als anstrengend, sondern vielmehr als absolut nachvollziehbar. Zumindest aus ihrer Sicht. Warum sollte sie sich auch von Polizisten beschützen lassen, obwohl sie zu weitaus Bösartigerem fähig ist als dieser Boogeyman? 😉

Natürlich weiß Logan davon nichts und selbstverständlich muss Lana ihm gegenüber weiterhin den Schein wahren. Dank der nachvollziehbaren Erklärungen wirkt dieses Doppelleben für mich aber jederzeit authentisch.

In Blood schlägt Lana außerdem kurzzeitig einen anderen Weg ein. Gerade diese Entwicklung hat sie mir noch sympathischer gemacht. S. T. Abby schafft es einfach, ihren Figuren unglaublich menschliche Züge zu verleihen. Vielleicht fällt es mir gerade deshalb so leicht, völlig in dieser Reihe zu versinken. Besonders dadurch, dass Lana von ihrem ursprünglichen Plan abweicht, zieht die Spannung noch einmal deutlich an. Plötzlich muss sie viel mehr bedenken als zuvor und auch ihre Entscheidungen bringen neue Risiken mit sich. Ich saß stellenweise wirklich nur noch da und dachte: “Bitte mach jetzt keinen Mist.”

Und vom Cliffhanger möchte ich nun wirklich gar nicht erst anfangen …

Drückt mir einfach die Daumen, dass der August ganz schnell kommt!

 

Mein abschließendes Fazit

Blood konnte mich genauso begeistern wie bereits Secret. Lana gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsprotagonistinnen und ich liebe es, ihre Entwicklung sowie die Beziehung zwischen ihr und Logan weiterzuverfolgen. Gleichzeitig bleibt die Geschichte spannend, ohne sich in den Ermittlungen zu verlieren.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch eins: sehnsüchtig auf den August warten.

 

Im Moment sehen wir aus wie ein ganz normales Paar an einem Sonntagmorgen – nicht wie eine Mörderin und ein Held. S. 75

 

Von mir bekommt "BLOOD - Du sollst bereuen" von S. T. Abby 

5/5 Sternen!

 

 

 

 

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Firewatch von Colin Hadler [Thriller] https://calipa.de/2026/07/09/firewatch-von-colin-hadler-thriller/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=firewatch-von-colin-hadler-thriller https://calipa.de/2026/07/09/firewatch-von-colin-hadler-thriller/#comments Thu, 09 Jul 2026 17:55:10 +0000 https://calipa.de/?p=6717 Ein Jahr zuvor: Aaron übernimmt bei einem Ferienjob die Firewatch in einem kalifornischen Nationalpark. Stationiert im Firetower nebenan: Der gleichaltrige Schriftsteller Kian, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Aaron ausübt – obwohl er spürt, dass Kian etwas verbirgt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten – und kehrt nie zurück. Als die Ermittlungen eingestellt werden, fasst sein bester Freund Robin einen riskanten Plan: Er will Kian daten, um sein Vertrauen zu gewinnen und Aaron zu rächen.

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Von den falschen Menschen gemocht zu werden, ist wie von den richtigen gehasst. S. 124

 

 

Inhaltsangabe

Ein Jahr zuvor: Aaron übernimmt bei einem Ferienjob die Firewatch in einem kalifornischen Nationalpark. Stationiert im Firetower nebenan: Der gleichaltrige Schriftsteller Kian, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Aaron ausübt – obwohl er spürt, dass Kian etwas verbirgt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten – und kehrt nie zurück. Als die Ermittlungen eingestellt werden, fasst sein bester Freund Robin einen riskanten Plan: Er will Kian daten, um sein Vertrauen zu gewinnen und Aaron zu rächen.

 

Eigene Meinung

Ein Buch, an dem ich ebenfalls nur schwer vorbeikam. Gefühlt habe ich Firewatch überall gesehen und da ich ohnehin das Gefühl hatte, momentan etwas mehr Thrill in meinem Leben zu brauchen, musste das Buch schließlich bei mir einziehen. Ob es meine Erwartungen erfüllen konnte, erzähle ich euch hier …

Colin Hadler lädt mich in Firewatch dazu ein, die Geschichte aus gleich drei Perspektiven zu erleben. Zum einen lese ich aus der Ich-Perspektive von Robin, der vor einem Jahr seinen besten Freund Aaron verloren hat. Die zweite Perspektive erzählt aus Aarons Sicht und die dritte bleibt lange Zeit ein großes Rätsel. Sie wirkt wie eine Abfolge von Albträumen und wird durch schwarze Seiten optisch hervorgehoben. Natürlich war mir schnell klar, dass sich dahinter etwas verbergen musste – was genau, habe ich allerdings erst deutlich später verstanden.

Hadlers Schreibstil ist angenehm flüssig. Die Schauplätze werden bildhaft beschrieben, ohne dabei in endlosen Details zu versinken. Ich hatte nie das Gefühl, mit Beschreibungen überladen zu werden. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Erzählstimmen. Jede Figur wirkt eigenständig und hebt sich klar von den anderen ab.

Vor allem das Freundestrio aus Robin, Aaron und Haley mochte ich sehr. Robin lerne ich dabei am intensivsten kennen. Durch kleinere Rückblicke erfahre ich immer mehr über seine Vergangenheit und seine Gedanken. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass Robin im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung durchmachen wird – und genau das passiert auch. Stellenweise empfand ich diesen Fokus allerdings als etwas zu präsent. Nicht nur mit dem Finger wurde auf seine Entwicklung gezeigt, sondern gefühlt gleich mit einer großen Leuchtreklame: „Robin entwickelt sich gerade!“

Ihr wisst mittlerweile wahrscheinlich, dass ich in Büchern sehr viel Wert auf gut geschriebene Charaktere lege. Robin mochte ich wirklich gern, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte selbst dadurch nicht manchmal etwas in den Hintergrund rückt.

Genau dort liegt für mich leider auch der größte Kritikpunkt.

Die Spannung konnte mich über weite Strecken nicht vollständig erreichen. Teilweise hatte ich das Gefühl, gemeinsam mit Robin auf der Stelle zu treten. Während die Suche nach Antworten immer neue Fragen aufwarf – was für einen Thriller natürlich völlig normal ist –, stellte sich bei mir zwischendurch dennoch ein Gefühl des Stillstands ein.
Dabei gibt es durchaus starke Szenen. Besonders das Kapitel im Keller oder auch Aarons Rückweg zum Tower konnten mich wirklich fesseln. Leider gelang es dem Buch für mich nicht, diese Spannung dauerhaft aufrechtzuerhalten. Manche Passagen wirkten etwas zäh und einige Fragen blieben für meinen Geschmack auch nach der Auflösung noch offen. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Erklärung gewünscht.

Mit der eigentlichen Auflösung habe ich allerdings überhaupt nicht gerechnet. Nicht in diesem Ausmaß.

Und ich musste wieder ein wenig über mich selbst lachen. Kian fand ich von Anfang an irgendwie seltsam – gleichzeitig mochte ich ihn aber trotzdem ziemlich gern. Wahrscheinlich sagt das mehr über mich aus als über ihn.

Was mir wiederum ausgesprochen gut gefallen hat (und bitte, liebe Autor*innen, traut euch das gern häufiger!), waren die queeren Charaktere. Für mich waren sie einfach ein selbstverständlicher Teil der Geschichte – genau so, wie es sein sollte. Auch einige wenige Spice-Szenen finden ihren Platz. Sie wirkten auf mich passend und vor allem nicht überzogen. Zumindest hatte ich nicht plötzlich das Gefühl, dass da ein riesiger … na, ihr wisst schon … vor einem steht, was ja doch in (Dark)Romance oder (Dark) Romantasy Büchern gern mal der Fall ist 😀

Ich habe in den letzten Monaten gemerkt, dass ich grundsätzlich überhaupt nichts gegen Spice in Büchern habe. Im Thriller-Kontext lege ich meinen Fokus allerdings deutlich stärker auf den Spannungsanteil. Bitte versteht mich nicht falsch: In Firewatch hat es für mich durchaus funktioniert und wirkte keineswegs erzwungen. Dennoch interessieren mich in diesem Genre die Thriller-Elemente einfach mehr. Vielleicht bin ich deshalb manchmal etwas irritiert, wenn Bücher als Thriller vermarktet werden und sich dann doch stärker in Richtung Dark Romance bewegen. Firewatch hat diese Balance für mich insgesamt aber gut getroffen.

 

Mein abschließendes Fazit

Firewatch konnte mich vor allem mit seinen individuellen Charakteren und der gelungenen Idee hinter den verschiedenen Perspektiven überzeugen. Colin Hadler schafft es immer wieder, den Kreis der Verdächtigen neu zu mischen und mich dadurch ständig an meinen eigenen Vermutungen zweifeln zu lassen.

Leider hatte ich gleichzeitig das Gefühl, dass der starke Fokus auf Robins Entwicklung die eigentliche Handlung stellenweise etwas ausbremst. Zwar gibt es immer wieder spannende Momente, doch insgesamt konnte mich die Geschichte nicht ganz so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.

Dafür wirken die Figuren authentisch und lebendig, und auch die Auflösung konnte mich überraschen. Einige offene Fragen blieben für mich zwar bestehen, das ist am Ende aber vermutlich auch ein Stück weit Geschmackssache.
Ich denke besonders Leserinnen und Leser, die gerne Romantic Suspense mit Thriller-Elementen mögen, könnten an Firewatch viel Freude haben.

 

Es gibt nur euch beide. Einen Mörder und dich.S. 89

 

Von mir bekommt "Firewatch" von Colin Hadler 

3/5 Sternen!

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SECRET – Du sollst mich fürchten von S. T. Abby https://calipa.de/2026/07/07/secret-du-sollst-mich-fuerchten-von-s-t-abby/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=secret-du-sollst-mich-fuerchten-von-s-t-abby https://calipa.de/2026/07/07/secret-du-sollst-mich-fuerchten-von-s-t-abby/#comments Tue, 07 Jul 2026 10:36:51 +0000 https://calipa.de/?p=6713 Die junge erfolgreiche Lana Myers lebt zurückgezogen in Virginia. Niemand würde vermuten, dass sie die meistgesuchte Serienkillerin des Landes ist. Ihre Opfer: Männer, die alle aus derselben Kleinstadt stammen. In einer dunklen Nacht vor zehn Jahren begingen sie ein unaussprechliches Verbrechen, und Lana hat grausame Rache geschworen. Dicht auf den Fersen ist ihr ein Spezialteam des FBI unter der Leitung von Agent Logan Bennett. Als Logan in einem Café eine attraktive junge Frau kennenlernt, ahnt er nicht, dass er dabei ist, eine Killerin in sein Leben zu lassen …

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Er dient der Gerechtigkeit, so gut er kann.
Ich übe Rache, weil es sein muss. S. 55

 

Inhaltsangabe

Die junge erfolgreiche Lana Myers lebt zurückgezogen in Virginia. Niemand würde vermuten, dass sie die meistgesuchte Serienkillerin des Landes ist. Ihre Opfer: Männer, die alle aus derselben Kleinstadt stammen. In einer dunklen Nacht vor zehn Jahren begingen sie ein unaussprechliches Verbrechen, und Lana hat grausame Rache geschworen. Dicht auf den Fersen ist ihr ein Spezialteam des FBI unter der Leitung von Agent Logan Bennett. Als Logan in einem Café eine attraktive junge Frau kennenlernt, ahnt er nicht, dass er dabei ist, eine Killerin in sein Leben zu lassen …

 

Eigene Meinung

Ja, ich wurde erfolgreich angesteckt und habe mir ebenfalls den ersten Teil der „Mindf*ck“-Serie von S. T. Abby gekauft. Ich habe ihn heute in einem Rutsch weggeatmet… aber die Frage ist: weil ich ihn so gut fand oder weil ich ihn einfach unbedingt fertig lesen wollte? Ich erzähle es euch.

Eigentlich war es schon die Widmung, die mich gecatcht hat. Ich habe direkt gespürt, was die Autorin mir damit sagen möchte. Dann kam der Einstieg ins Buch. Albert Einstein wird vor jedem Kapitel zitiert – und ich liebe alles daran! Auch die Aufmachung ist wirklich schön und macht einiges her, sowohl äußerlich als auch inhaltlich.

Ich habe jedes Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Protagonist Logan Bennett und Protagonistin Lana Myers gelesen. Während sie eine Serienkillerin ist, ist er FBI-Agent. Ja, ich weiß – klingt fast schon zu klischeehaft, oder? Das dachte ich ehrlich gesagt auch. Aber ich wurde sehr schnell eines Besseren belehrt.

Als Erstes möchte ich auf die Charaktere eingehen, denn die sind allein schon das Geld für dieses Buch wert. Ich konnte beide von Anfang an extrem gut leiden. Immer wieder versuchen die beiden, sich analytisch zu übertrumpfen, und man merkt schnell, dass Logan als Profiler sehr strukturiert denkt. Gleichzeitig hat auch Lana – durch ihre Vergangenheit und ihre Erfahrungen – eine sehr ausgeprägte Menschenkenntnis. Wäre auch irgendwie seltsam, wenn nicht, oder?

Ich erfahre das Wichtigste über Lana und zwischendurch immer wieder kleinere Hintergrundinformationen. Das ist aber völlig in Ordnung, schließlich ist es der erste Band von insgesamt fünf. Wer also mit der „Mindf*ck“-Reihe anfängt, sollte sich dessen bewusst sein. Ich mag ihre analytische Seite sehr, und die Szene mit dem „Boogeyman“-Täter fand ich genial. Genau diese logisch aufgebauten, leicht um die Ecke gedachten Tathergänge haben mir richtig gut gefallen.

Besonders spannend ist auch, wie Lana im Kontakt mit Logan dargestellt wird. Obwohl sie sich selbst verteidigen kann und analytisch stark ist, wirkt sie zwischenmenschlich oft überraschend unbeholfen im Umgang mit ihm. Als Leser merkt man diese Überforderung deutlich – und genau das ist oft sogar ziemlich witzig verpackt.

Logan ist (zumindest bisher) kein klassischer Alpha-Mann, der sich über Drohgebärden oder Machtspielchen definiert. Er kennt seine Stärken, weiß aber auch um seine Schwächen und wirkt von Anfang an sehr authentisch. Durch seinen Beruf kann er die Arbeit nur schwer von seinem Privatleben trennen, weshalb die Treffen mit Lana immer wieder zu einem Katz-und-Maus-Spiel werden – sowohl für die Figuren als auch für den Leser und natürlich für Lanas Geheimnis…

Beide Charaktere sind mir so sympathisch geworden, dass ich ständig gehofft habe, dass nichts „Schlimmes“ passiert – zumindest nichts, was die beiden direkt betrifft. Logan wird insgesamt gut eingeführt und integriert, auch wenn er an manchen Stellen etwas blasser wirkt. Das schiebe ich aber eher darauf, dass es sich um eine fünfteilige Reihe handelt und noch viel Entwicklung kommen wird.

Der Schreibstil von S. T. Abby ist leicht verständlich, gleichzeitig sehr lebendig und oft auch humorvoll. Viele Sprüche und Dialoge machen die Geschichte rund um Lana und Logan noch sympathischer. Da beide beruflich stark eingespannt sind, finden viele ihrer Gespräche über Textnachrichten statt – was der Dynamik nochmal einen eigenen Reiz gibt.
Dazu kommt der ständige Nervenkitzel: Ich hatte fast durchgehend das Gefühl, dass Logan Lanas Geheimnis jederzeit aufdecken könnte, da er direkt an dem Fall arbeitet. Ehrlich gesagt rechne ich in den nächsten Teilen mit ordentlich Herzschmerz – aber ich bin bereit dafür.

Auch die Nebencharaktere sind gut eingebunden. Logans Team wirkt interessant und lebendig, und auch Jake auf Lanas Seite finde ich spannend. Besonders gut gefällt mir, dass nicht alles sofort erklärt wird. Durch kleine Flashbacks bekommt man nur Stück für Stück Einblicke in ihre Vergangenheit, was die Spannung hochhält.
Und ja… dieser Cliffhanger am Ende war wirklich gemein.

 

Mein abschließendes Fazit

Ich hatte enorm viel Freude mit diesem Buch – ab Seite eins. Ich weiß nicht, wie oft ich lachen musste oder wie sehr mich die analytischen Aspekte und das Zusammenspiel der Charaktere gepackt haben. Das gilt nicht nur für Lana und Logan, sondern auch für die Nebenfiguren.

Ich habe nicht erwartet, dass ich die Figuren so schnell so sehr ins Herz schließe. Gerade weil noch so viel im Dunkeln bleibt, macht es Lust auf mehr. Ich denke, man muss sich wirklich Stück für Stück durch die „Mindf*ck“-Reihe arbeiten, um alle Hintergründe vollständig zu verstehen.

Der erste Band hat es mir fast schon zu leicht gemacht, ihn zu mögen – und jetzt muss ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

“Baby, ich verspreche dir, eine Frau wie mich wirst du nicht überleben.” S. 203

Von mir bekommt "Secret - Du sollst mich fürchten" von S. T. Abby 

5/5 Sternen!

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God of Ruin Bd. 4 von Rina Kent [Dark Romance] https://calipa.de/2026/06/16/god-of-ruin-bd-4-von-rina-kent-dark-romance/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=god-of-ruin-bd-4-von-rina-kent-dark-romance https://calipa.de/2026/06/16/god-of-ruin-bd-4-von-rina-kent-dark-romance/#respond Tue, 16 Jun 2026 16:35:13 +0000 https://calipa.de/?p=6696 Mia Sokolov, Mafia-Erbin mit selektivem Mutismus, macht keine Gefangenen. Doch als sie Landon King eine Kostprobe seines eigenen Handelns gibt, erkennt sie schnell, dass manche Taten gefährliche Konsequenzen mit sich bringen können.

Landon King ist ein genialer Künstler, ein vornehmer, reicher Junge, der besessen von Mia ist … und dem düsteren Geheimnis, das sie verbirgt.

Trotz Landons psychotischer Tendenzen, die Mia in die Enge treiben, bringt seine Obsession sie näher zusammen, als sie beide je erwartet hätten. Doch während Landon der Wahrheit über Mias Vergangenheit immer näher kommt, nähern sich auch die Schrecken, die sie heimsuchen.

Sie mag gelernt haben, ihm zu vertrauen. Doch wenn alles in sich zusammenbricht, wird er sie beschützen oder ins Verderben stürzen?

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“Du bist so eine Gefahr, dass ich dich am liebsten verschlingen würde.”
“An mir würdest du dir den Magen verderben, Arschloch.”
“Das ist es wert, Muse.” S. 183

 

!Achtung! 

“God of Ruin” ist ein Dark Romance Roman und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen! Es handelt sich hier um den vierten Teil der “Legacy of God ” Reihe. Die Bücher können aber unabhängig von einander gelesen werden.

 

Inhaltsangabe

Mia Sokolov, Mafia-Erbin mit selektivem Mutismus, macht keine Gefangenen. Doch als sie Landon King eine Kostprobe seines eigenen Handelns gibt, erkennt sie schnell, dass manche Taten gefährliche Konsequenzen mit sich bringen können.

Landon King ist ein genialer Künstler, ein vornehmer, reicher Junge, der besessen von Mia ist … und dem düsteren Geheimnis, das sie verbirgt.

Trotz Landons psychotischer Tendenzen, die Mia in die Enge treiben, bringt seine Obsession sie näher zusammen, als sie beide je erwartet hätten. Doch während Landon der Wahrheit über Mias Vergangenheit immer näher kommt, nähern sich auch die Schrecken, die sie heimsuchen.

Sie mag gelernt haben, ihm zu vertrauen. Doch wenn alles in sich zusammenbricht, wird er sie beschützen oder ins Verderben stürzen?

 

Eigene Meinung

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist – nicht wahr? Nun habe ich gerade Band 3 – God of Wrath – der Legacy of Gods-Reihe beendet und ich bin ehrlich: Ich wollte mehr. Also ging es direkt weiter mit God of Ruin und dieses Buch hat mich zwischenzeitlich tatsächlich etwas zweifeln lassen …

Bekannt und beliebt sind mittlerweile die verschiedenen Perspektiven, aus denen ich God of Ruin erleben darf. Genau wie in den vorherigen Bänden bekomme ich wieder die Sicht der Protagonisten. In diesem Fall dreht sich alles um Landon und Mia. Und natürlich gibt es auch wieder mein lieb gewonnenes Elternkapitel. Diesmal begleite ich dabei Kyle – den Vater von Mia und ihrer Zwillingsschwester Maya.

Als ich gemerkt habe, dass es hier um Landon und Mia geht, ging mein Herz ein kleines Stück auf. Mia mochte ich bereits aus den vorherigen Büchern sehr gerne und ich war unglaublich neugierig darauf zu erfahren, warum sie nicht spricht. Und Landon ist ebenfalls ein Charakter, der es mir zwar nicht immer leicht gemacht hat, aber neben Nikolai definitiv zu den interessantesten Figuren der Reihe gehört. Deshalb fange ich auch direkt mit ihm an.

Landon ist ein brillanter Kopf. Man könnte fast schon von einem Genie sprechen. Er erkennt Gefühle, kann sie benennen und analysieren, betrachtet sie jedoch häufig eher als Schwäche. Dadurch wirkt er auf viele Menschen kühl und distanziert. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass Landon Schwierigkeiten mit emotionaler Empathie hat. Das bedeutet allerdings nicht, dass er die Gefühle anderer Menschen nicht wahrnimmt – ganz im Gegenteil. Er erkennt Emotionen oft schneller als die Personen selbst und versteht es hervorragend, dieses Wissen für sich zu nutzen.

Landon ist jemand, der verschiedene Masken aufsetzen kann, um genau die Reaktionen hervorzurufen, die er benötigt. Er versteht zwischenmenschliche Dynamiken, erkennt Zusammenhänge und beobachtet sein Umfeld mit einer Aufmerksamkeit, die manchmal fast schon beängstigend wirkt.
Genau das machte ihn für mich sehr viel interessanter, als ihn einfach nur als eingebildeten Arsch abzustempeln. Denn hinter seiner arroganten Fassade steckt deutlich mehr, als man zunächst vermutet. Vor allem hat er mich immer wieder an Killian aus God of Malice erinnert und auch das wird im Verlauf der Geschichte mehrfach angesprochen.

Ich könnte jetzt kitschig werden und sagen, dass Landon sich aufgrund seiner großen Liebe verändert, so wie auch Killian es versucht hat. Aber genau das mag ich an Rina Kents Charakteren so sehr: Sie entwickeln sich weiter, ohne dabei ihr komplettes Wesen zu verlieren. Es bleibt immer ein großer Teil ihres ursprünglichen Charakters erhalten. Sie lernen lediglich dazu und entwickeln Wege, sich besser oder anders zu regulieren. Besonders die männlichen Exemplare der Legacy of Gods-Reihe fallen mir dabei immer wieder auf.

Mia empfand ich vor allem deshalb als interessant, weil sie mutistisch ist und aufgrund psychischer Ursachen nicht spricht. Trotzdem ist sie alles andere als still. Ihre Gedanken kann ich als Leser jederzeit verfolgen und dadurch erhält sie eine Stimme, die genauso laut sein kann wie die vieler anderer Charaktere. Außerdem kommuniziert sie über Gebärdensprache, was ich sehr spannend fand.

Besonders eine Szene ist mir dabei im Kopf geblieben. Die Szene, in der Nikolai sich wegdreht – ihr wisst schon. Rina Kent hat diesem Moment genau das richtige Maß an Gewicht verliehen. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Ich habe den Schmerz dieser Situation förmlich gespürt.

Mia ist für mich ein fantastischer Charakter, weil sie weder zu „leise“ noch zu „laut“ wirkt. Sie findet genau die richtige Balance. Sie fügt sich wunderbar in die Gruppe ein, ohne dabei unterzugehen, und bildet gemeinsam mit Landon ein überraschend starkes Gespann. Besonders gefallen haben mir ihre kleinen Eigenarten. Zum Beispiel die Tatsache, dass sie ihren Blumen Namen gibt (ja, ich mache das auch xD) oder dass sie Blau liebt, diese Farbe aber nur zu besonderen Anlässen trägt. Solche kleinen Details sorgen dafür, dass sich ein Charakter für mich lebendig anfühlt. Außerdem habe ich erfahren, dass Mia Verkauf studiert. Tatsächlich hätte mich sehr interessiert, was genau sie später einmal verkaufen möchte und ob sie dafür einen bestimmten Bereich im Kopf hat. Das sind diese kleinen Dinge, bei denen ich manchmal gerne noch etwas mehr über einen Charakter erfahren würde. Vor allem hat Mia für mich deshalb funktioniert, weil sie sich nicht unterbuttern lässt. Weder von ihrer Schwester, noch von ihrem Cousin oder ihrem Bruder. Dabei wird sie nie unnötig bockig oder trotzig. Stattdessen versucht sie meist, an Vernunft, Vertrauen und Verständnis zu appellieren. Das machte sie für mich sehr sympathisch.

Ich begleite in God of Ruin also nicht nur interessante Charaktere, die auf den ersten Blick wieder so gar nicht zueinander passen, sondern auch eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt, Loyalität und Vertrauensmissbrauch.

Anfangs dachte ich wirklich, dass ich der Geschichte nicht so viel abgewinnen könnte wie den vorherigen Bänden. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch überrascht. Vielleicht sogar ein kleines Stück mehr als einige seiner Vorgänger. Es war schön zu erleben, wie die Charaktere zusammenrücken, sich gegenseitig helfen und füreinander einstehen. Vor allem hatte ich bei vielen Figuren deutlich seltener das Gefühl von „naiv“ oder „hin- und hergerissen“. Die Entscheidungen wirkten für mich nachvollziehbarer und die Beziehungen zueinander gefestigter.

 

Mein abschließendes Fazit

Anfangs dachte ich wirklich, dass God of Ruin vielleicht das schwächste Buch der Legacy of Gods-Reihe für mich werden würde. Doch schlussendlich bin ich den Charakteren wieder vollkommen verfallen.

Diesmal begleiten wir Landon und Mia – zwei Charaktere, die es nicht nur faustdick hinter den Ohren haben, sondern für ihre Familie vermutlich auch in den Krieg ziehen würden. Bei Mia wird das relativ schnell deutlich. Bei Landon hingegen muss man gefühlt etwas genauer zwischen den Zeilen lesen, um diesen Teil seines Charakters zu erkennen.
Besonders gefallen hat mir erneut, wie zwei scheinbar vollkommen gegensätzliche Charaktere miteinander harmonieren können. Rina Kent schafft es immer wieder, Figuren zusammenzubringen, bei denen man zunächst denkt: Das kann niemals funktionieren.

Und trotzdem funktioniert es.

Ich liebe Rina Kent für ihre Charaktere, für die Tränen, die sie mir regelmäßig entlockt, und für das Grinsen, das sich auf meinem Gesicht breitmacht, sobald ihre Figuren anfangen, sich mit ihren Sprüchen wieder gegenseitig die Klinge in die Hand zu geben.

“Verdammt noch mal die Meine.”
Das bin ich.
Aber genauso ist er der Meine. S. 397

Von mir bekommt "God of Ruin" von Rina Kent 

4/5 Sternen!

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