#vorablesen Archive - Calipa https://calipa.de/tag/vorablesen/ Im Herzen Leidenschaft Sun, 07 Apr 2019 13:14:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Davor und Danach von Nicky Singer [Buchrezension] https://calipa.de/2019/04/07/davor-und-danach-von-nicky-singer-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=davor-und-danach-von-nicky-singer-buchrezension https://calipa.de/2019/04/07/davor-und-danach-von-nicky-singer-buchrezension/#respond Sun, 07 Apr 2019 13:14:45 +0000 http://calipa.de/?p=3145 Mhairi hat sich auf die neue Welt eingestellt. Mhairi will überleben. Überleben in einer Welt, die nur noch die stärksten versorgen kann. In einer Welt wo Menschlichkeit schnell die größte Schwäche sein kann, gerät sie an einen kleinen stummen Jungen. Auch wenn Mhairi andere Pläne verfolgt, bewundert sie das Durchhaltevermögen des Jungen. Und auch wenn ihre Festung ihr größten Geheimnisse bewahrt, wird sie bald alle verschlossenen Türen öffnen müssen um ihr Versprechen und das Leben zu schützen...

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Mhairi hat sich auf die neue Welt eingestellt. Mhairi will überleben. Überleben in einer Welt, die nur noch die stärksten versorgen kann. In einer Welt wo Menschlichkeit schnell die größte Schwäche sein kann, gerät sie an einen kleinen stummen Jungen. Auch wenn Mhairi andere Pläne verfolgt, bewundert sie das Durchhaltevermögen des Jungen. Und auch wenn ihre Festung ihr größten Geheimnisse bewahrt, wird sie bald alle verschlossenen Türen öffnen müssen um ihr Versprechen und das Leben zu schützen…

Vorwort

Dies ist ein Rezensionsexemplar das mir Vorablesen.de zur Verfügung gestellt hat wofür ich mich sehr bedanke! Da „Davor und Danach” ein Rezensionsexemplar ist, habe ich dafür nicht bezahlt. Dennoch ist meine Meinung wie immer davon unbetroffen, ehrlich und offen. 

Der erste Satz

“Ich höre sie, bevor ich sie sehe.”

Schreibstil

Wir lesen aus Mhairis Sicht und lernen dadurch auch die verschiedenen Charaktere kennen. Die Geschichte geht zügig voran und zeigt die geistige Reife unserer Hauptprotagonistin, zu der auch der Umstand der Welt beigetragen hat. Wir erleben hier eine Dystopie die eigentlich – leider Gottes- genau so eintreten könnte. Leider konnte es das Buch für mich nicht so rüber bringen. Es ist authentisch beschrieben, wie Mhairi ums Überleben kämpfen muss und auch vor was sie sich schützen muss. Auch ihre Schicksalsschläge die sie bisher erleben musste, sind grausam und dennoch “gut” beschrieben.

Auf der Reise mit dem stummen und namenlosen Jungen, wächst Mhairi über sich hinaus und muss nun auf zweier Leben achten, was sie eigentlich zu Anbeginn aber vermeiden wollte. Ab und an merkt man hier die ganz normale Unsicherheit einer 14 Jährigen. Dies bleibt aber nicht lang denn Nicky Singer schafft es sofort Mhairi die Härte die sie brauch wieder zu verpassen.

“Ich muss über Worte nachdenken. Denn vielleicht müssen Worte für unsere Zeit neu überdacht werden, genau wie Geschichten.” S. 222

Erst zum Ende hin wurde es für mich persönlich interessant. Über das Buch verteilt wird selbstverständlich der Weg von Mhairi beschrieben und natürlich auch die Problematiken die sich noch ergeben, allerdings wird es eher sehr langatmig und auch uninteressant beschrieben. Es gibt einige “spannende” Momente, in denen man mitfiebert, aber leider klingt das “Fieber” viel zu schnell ab.

Mein Fazit zu Davor und Danach von Nicky Singer

Nicky Singer behandelt hier ein sehr aktuelles Thema was auch tatsächlich genauso geschehen könnte. Es ist also sehr vorstellbar. Mhairi ist mit ihren vierzehn Jahren sehr jung, und trotzdem verfügt sie über viel geistige Reife, die das Buch genau die richtige Authentizität verleiht. Leider konnte mich das Buch nicht durch gängig fesseln, denn ich hatte immer wieder das Gefühl das Gefühle zwar erwähnt, aber nicht umgesetzt werden.

Erst ziemlich am Ende, konnte ich mit fiebern und habe gebetet und gehofft das alles gut ausgeht. Denn dort konnte ich erst wirklich die Gefahr, Spannung und Gefühle selber spüren. Das Ende hat es aber leider nur teilweise, das Ruder für mich rum gerissen, denn ich wurde mit einigen offenen Fragen zurück gelassen was mich darauf hoffen lässt das ein zweiter Teil kommt…

Es war eine interessante Reise mit einer Protagonistin die an sich selbst wächst und an ihren Erfahrungen stärker wird. Gerne hätte ich mir mehr Spannungsaufbau gewünscht, tiefer gehende Gefühle denn ich hatte oft das Gefühl  nur an der Oberfläche zu kratzen was schon in Ordnung, mir persönlich aber zu wenig ist, vor allem in Geschichten wie dieser hier.

Von mir bekommt "Davor und Danach" von Nicky Singer 

3/5 Sternen!

Inhaltsangabe

Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit?
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren?

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Nichts ist gut. Ohne Dich. [Buchrezension] https://calipa.de/2018/04/03/nichts-ist-gut-ohne-dich-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nichts-ist-gut-ohne-dich-buchrezension https://calipa.de/2018/04/03/nichts-ist-gut-ohne-dich-buchrezension/#respond Tue, 03 Apr 2018 15:48:31 +0000 http://calipa.de/?p=2704 In Sechs Jahren kann sich eine Menge verändern. Das wird Jana bewusst als Leander aus dem Nichts vor ihr steht. Sofort kommen nicht nur alte Gefühle der Vertraut- und Geborgenheit wieder, sondern mit ihnen noch viel mehr Erinnerungen an den Jungen der ihren Bruder auf dem Gewissen hat...

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In Sechs Jahren kann sich eine Menge verändern. Das wird Jana bewusst als Leander aus dem Nichts vor ihr steht. Sofort kommen nicht nur alte Gefühle der Vertraut- und Geborgenheit wieder, sondern mit ihnen noch viel mehr Erinnerungen an den Jungen der ihren Bruder auf dem Gewissen hat…

Das verflixte sechste Jahr?!

In den neuen Roman von Lea Coplin “Nichts ist gut. Ohne Dich” der am 20.04.2018 im dtv erscheint, lesen und lernen wir die schwierige Geschichte zwischen Jana und Leander kennen.
Abwechselnd lesen wir zwischen den beiden und lernen dabei ihre Gedanken und Gefühle besser kennen und vor allem auch ihre Sicht auf die verschiedenen Dinge.

Jana und Leander hatten sich vor sechs Jahren das letzte mal gesehen. Sie und ihre Schwester Marie haben nämlich vor sechs Jahren ihren Bruder Tim verloren und mit ihm den Kontakt zu Leander. Während Marie das nicht stört und sie teilweise sehr heftig auf den “verlorenen” Leander reagiert ist Jana hin und her gerissen. Keiner wollte ihr damals erklären was passiert war und vor allem: Warum ist Leander so schnell verschwunden? Und möchte Jana die Antwort überhaupt hören?

“Wenn du die Schreie nicht hören willst, solltest du gewisse Türen nicht öffnen.” S. 22

Im Zweifel

Zurück aus Berlin und wieder in München angekommen, holen Leander relativ schnell wieder die alten Geister ein. Max, sein alter Schulfreund, hat ihm verraten wo Jana arbeitet und natürlich ist sein Besuch in der Buchhandlung nicht ganz so “zufällig” wie es den ersten Eindruck macht. Während er versucht herauszufinden wie er zu Jana steht, und sie zu ihm, ist dort auch noch seine an Krebs erkrankte Mutter, mit der er so viel Zeit wie möglich verbringen möchte.

Zu seinem Vater hat er den Kontakt abgebrochen. Er fühlt sich von ihm verraten und findet es nicht Fair wie er mit seiner Mutter umgeht. Allerdings hat seine Mutter damit Frieden geschlossen, was Leander nur noch mehr sauer aufstößt. Die komplette Welt scheint sich gegen ihn zu wenden.

“Ich wüsste zu gern wer ich bin. Und wann ich mich verloren habe.” S.67

Ab wann wächst das Gras?

Jana und Leander versuchen sich zu nähern doch stoßen sich auch irgendwie immer wieder von einander ab. Ich hatte das Gefühl das keiner von den beiden, die wirklich aufrichtige Möglichkeit bekommen haben zu trauern um Tim.

Der Verlust von Tim wird hinter vorgehaltener Hand behandelt. Marie – Janas ältere Schwester, bei der sie momentan wohnt – hat erst lange nach der Beerdigung von Tim, ihre Trauerphase erreicht. Jana versuchte sich während dessen hinter einer Stein Mauer zu verkriechen um in keiner Art und Weise wieder verletzt werden zu können. Der Kontakt zur Mutter wurde von ihr beendet, weil alle das Gefühl hatten, nach Tims Tod, währen alle ihre Kinder gestorben.

Marie gegenüber kann sich Jana nicht genug öffnen. Aus Selbstschutz und Sorge. Janas Vater ist nach London gezogen um dort neu Anzufangen, versucht aber einen Kontakt mit Jana aufzubauen was ihm sehr spärlich gelingt.

Auch Leander der Tim auf dem gewissen hat, wegen des Autounfalls, scheint ebenso nicht trauern zu können. Er möchte vor allem gegenüber seiner Mutter stark sein, das diese sich nicht noch mehr sorgt. Zu seinem Vater hat er keinen Kontakt und bis auf seine Freunde und Mitbewohner Max und Bale, hat er kaum jemanden zu reden. Bis auf Jana. Zu eben dieser möchte er sich erklären, doch Jana beruht lieber Gras über die Sache wachsen zu lassen und neu anzufangen, was nicht nur ihr sondern auch Leander verdammt schwer fällt…

“Ich weine um Henrik, den ich verletzt, um Leander, den ich gebrochen habe, und um meinen toten Bruder, der mich nicht mein Leben leben lässt.” S. 148

Schreibstil

Ich kenne schon andere Bücher der Autorin nur unter anderen Pseudonym. Ihr Schreibstil hat sich im Gegensatz zu dem Letzten Buch was ich von ihr gelesen habe (Mein Herz ist eine Insel), für mich sehr ins positive entwickelt! Ich mag den Szenarien Wechsel zwischen Jana und Leander und auch die Nebencharaktere die mit einem gewissen Charme ausgearbeitet wurden, finde ich super.

Persönlich war ich irgendwie sofort “Team Leander”. Er war mir schon in der Leseprobe sehr sympathisch erschienen. Das heißt nicht das ich Jana nicht mochte! Sie ist Tough, selbstbewusst, direkt und liebt Katzen. (Viele Grüße hier an Mouse :D) Leander war denke ich, für mich auf gewisse Art und Weise von den charakteristischen Tiefen nur Emotionaler und hatte mich deswegen auch mehr gecatcht. Gerade seine Geschichte mit seiner Mutter, hat mir hier und da Tränen in die Augen getrieben.

Man hat hier eine Achterbahn der Gefühle und selbst kam ich einige Male ins Grübeln wie es mir in Janas oder auch in Leanders Stelle ergehen würde.

Empfehlung

kann ich hier ganz klar aussprechen! Ich hatte das Glück bei Vorablesen.de ein Leseexemplar zu bekommen, hatte es mir allerdings schon im Hugendubel vorbestellt. Na gut, das konnte man Gott sei Dank schnell beheben, aber wie ich bereits auf meinem Monatshighlight gezeigt habe, habe ich mich so oder so auf dieses Buch gefreut. Es ist emotional, München wird wunderschön in Szene gesetzt und die Charaktere haben alle ihr Päckchen zu tragen, was sie erst richtig authentisch macht.

Mein Fazit zu Nichts ist gut. Ohne Dich.

Ich habe das Buch sofort als es ankam angefangen zu lesen und sofort hatte Lea Coplin mit ihrem Schreibstil, mit ihrer Geschichte und ihren Charakteren genommen und mich an sie gebunden. Die Neugier zu erfahren, in welcher Verbindung Jana und Leander zu einander stehen, was es mit ihrem verstorbenen Bruder Tim auf sich hat und wie die beiden miteinander umgehen werden und ob sie es überhaupt können hat mich natürlich interessiert.

Es kollidieren hier zwei Charaktere ineinander die unterschiedlicher fast nicht sein können. Jeder hat dabei sein Lastern die er hegt und pflegt und damit leider auch meist ihr drum herum vergessen. Hier wird veranschaulicht wie wichtig es ist, miteinander zu reden und nicht alles unter den Teppich zu kehren.

Genau ist das auch der einzige Punkt der mich gestört hat. Weder Jana noch Leander können wirklich offen miteinander um gehen, wollen sich aber nahe sein. Einmal hätten sie nur in den Sauren Apfel beißen müssen und sich der Vergangenheit stellen müssen. Ein Gespräch hätte vieles vereinfacht. Ob das Buch das trotzdem so ergreifend gewesen wäre, ist dann die zweite Frage.

Von mir bekommt "Nichts ist gut. Ohne Dich." von Lea Coplin 

4,9/5 Sternen!

Inhaltsangabe

Sechs Jahre lang haben sich Jana und Leander nicht gesehen. Als Kinder waren sie unzertrennlich – bis zu diesem einen, verhängnisvollen Abend im August, als Janas Bruder Tim bei einem Autounfall ums Leben kam. Leander fuhr den Wagen. Und verschwand danach aus Janas Leben. Kein Wort haben sie seitdem gewechselt, wissen nichts mehr voneinander. Und jetzt steht er plötzlich vor ihr. Mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben will. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht.

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