#traurig Archive - Calipa https://calipa.de/tag/traurig/ Im Herzen Leidenschaft Fri, 27 Jun 2025 07:03:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 [Freitagsdrei] – die mich zum weinen gebracht haben https://calipa.de/2025/06/27/freitagsdrei-die-mich-zum-weinen-gebracht-haben/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=freitagsdrei-die-mich-zum-weinen-gebracht-haben https://calipa.de/2025/06/27/freitagsdrei-die-mich-zum-weinen-gebracht-haben/#respond Fri, 27 Jun 2025 07:03:40 +0000 https://calipa.de/?p=5918 Da sind wir wieder bei den "Freitagsdrei". Heute ein wirklich sehr Emotionaler Part von mir und zwar stelle ich euch drei Bücher vor die mich zum weinen gebracht haben. Und dabei rede ich nicht von ein bisschen feuchte Augen, sondern von Heulen in Sturzbächen (stellt es euch nicht vor, ist nicht schön.)
Dabei habe ich versucht zu schauen, das es im besten Fall der erste Teil einer Reihe ist und im noch besseren Fall, das es ein Standalone ist. 
In diesem Sinne: Viel Spaß bei meinen Freitagsdrei!

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Da sind wir wieder bei den “Freitagsdrei”. Heute ein wirklich sehr Emotionaler Part von mir und zwar stelle ich euch drei Bücher vor die mich zum weinen gebracht haben. Und dabei rede ich nicht von ein bisschen feuchte Augen, sondern von Heulen in Sturzbächen (stellt es euch nicht vor, ist nicht schön.)
Dabei habe ich versucht zu schauen, das es im besten Fall der erste Teil einer Reihe ist und im noch besseren Fall, das es ein Standalone ist.
In diesem Sinne: Viel Spaß bei meinen Freitagsdrei!

 

I fell in Love with Hope

Im Zuge dieses Beitrags habe ich mir noch einmal meine Rezension durchgelesen – und könnte sofort wieder anfangen zu weinen.
In I Fell in Love with Hope geht es primär um Sam. Nach einem schmerzhaften Verlust hat Sam sich geschworen, nie wieder zu lieben. Doch diese Rechnung wurde ohne Neo, Sony und Coeur gemacht.
Alle vier befinden sich im Krankenhaus und versuchen gemeinsam, das zurückzuholen, was die Krankheit ihnen genommen hat. Dabei kämpft jeder mit seinen eigenen Dämonen.
Oh Mann … Dieses Buch ist so verdammt underrated. Es hat mich auf so vielen Ebenen berührt – und auch zerbrochen. Gleichzeitig hat es mich zum Lachen und Nachdenken gebracht.
Für mich ist und bleibt dieses Buch eines meiner absoluten Lebenshighlights. Fast jede Seite ist von mir annotiert, Sticky Notes über Sticky Notes, Markierungen – das volle Programm.
Es ist ein sehr schweres Buch, was mir am Anfang gar nicht so bewusst war.
Wie ihr schon hört: Eine absolute Empfehlung!

I fell in Love with Hope von Lancali [Buchrezension]

 

 

Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Ich glaube, das war eines der ersten Bücher, das mich wirklich an die Heulgrenze gebracht hat.
Ich erinnere mich noch genau, wie ich das Buch nach dem Lesen zugeschlagen habe – und einfach noch zehn Minuten weitergeheult habe.
Von Anfang an war mir klar, dass dieses Buch kein Happy End haben wird.
Es geht um die titelgebende Rabbit, die an Brustkrebs erkrankt ist. Ich begleite sie auf ihrem letzten Weg – durch Untersuchungen, Therapien und Erinnerungen.
Die Geschichte wird auch aus den Perspektiven ihrer Familienmitglieder erzählt – besonders Rabbits Vater hat mir das Herz gebrochen.
Und das letzte Kapitel? Es tut einfach nur weh.
Ich weiß, dass es eine Fortsetzung gibt, aber ich habe sie nie gelesen. Vielleicht, weil dieses Buch für mich einen sauberen – wenn auch tragischen – Abschluss hatte.

Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin

 

Sieben Minuten nach Mitternacht

Dieses Buch habe ich kurz nach dem Tod meiner Mutter entdeckt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch sie dieses Buch geliebt hätte.
Es geht um Conor, der zusammen mit seiner an Krebs erkrankten Mutter lebt.
So gut er kann, kümmert er sich um sie – so, wie es ein Junge in seinem Alter eben vermag.
Doch nachts bekommt er Besuch von einem Monster. Immer um sieben Minuten nach Mitternacht.
Dieses Monster schlägt Conor einen Deal vor: Es erzählt ihm drei Geschichten – und im Gegenzug muss auch Conor eine erzählen: seine eigene.
Ich konnte und kann Conor so gut verstehen. Ich fand die Idee hinter diesem Buch einfach genial.
Es war atmosphärisch, authentisch – und meine Ausgabe enthält Illustrationen, die alles noch einmal auf ein ganz neues Level gehoben haben.
Ein leises, kraftvolles Buch, das bleibt.

 

Sieben Minuten nach Mitternacht [Buchrezension]

 

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter [Buchrezension] https://calipa.de/2018/11/20/das-schicksal-ist-ein-mieser-verraeter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-schicksal-ist-ein-mieser-verraeter https://calipa.de/2018/11/20/das-schicksal-ist-ein-mieser-verraeter/#comments Tue, 20 Nov 2018 13:10:49 +0000 http://calipa.de/?p=2980 Hazel ist anders als die anderen Kinder. Hazel hat Krebs. Und während sie sich damit, mehr oder minder gut abgefunden hat, weiß sie, dass sie für andere eine Zeitbombe ist. Erst als sie in der Selbsthilfegruppe fast in der Mitte von Jesus Herz, Augustus Walter kennen lernt, scheint sie über das Detail der Zeitbombe mehr oder weniger hinweg zu kommen. Sie lernt eine menge von Walters und sie verlieben sich. Auch, wenn diese Liebe nicht für die Ewigkeit geschaffen ist, ist sie für die Ewigkeit. 

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Hazel ist anders als die anderen Kinder. Hazel hat Krebs. Und während sie sich damit, mehr oder minder gut abgefunden hat, weiß sie, dass sie für andere eine Zeitbombe ist. Erst als sie in der Selbsthilfegruppe fast in der Mitte von Jesus Herz, Augustus Walter kennen lernt, scheint sie über das Detail der Zeitbombe mehr oder weniger hinweg zu kommen. Sie lernt eine menge von Walters und sie verlieben sich. Auch, wenn diese Liebe nicht für die Ewigkeit geschaffen ist, ist sie für die Ewigkeit.

Der erste Satz

“Im Winter meines siebzehnten Lebensjahres kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließt, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder dasselbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Zeit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken.”

Schreibstil

John Green ist mir als Autor bekannt, ebenso wie einige Seiner Werke. “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” ist dabei das bisher beste, was ich von ihm gelesen habe. Der Schreibstil ist klar, flüssig, unverfälscht und authentisch. Er hatte bereits zu Anfang erwähnt, das diese Geschichte rein fiktiv ist. Ich hätte ihm aber ohne “wenn” und “aber” abgenomme, das diese Geschichte auch wahr gewesen sein könnte.

Hazel spricht so herrlich frei heraus was sie denkt, was sie fühlt – ist einfach ein Freigeist. Sie will kein Mitleid, sie braucht es nicht, denn sie weiß sich auch so in der Welt zwischen Beatmungsmaschinen zurechtzufinden. Und auch Augustus, kurz gesagt Gus, weiß das er Glück hat, aber er trotzdem nicht ewig Leben kann und wird und auch ein Gus hat Angst.

“”Ich habe Angst vor dem Vergessen.”, antwortet er, ohne zu zögern. “Ich fürchte das Vergessen wie der sprichwörtliche Blinde, der die Dunkelheit fürchtet.” S.18

Mein Fazit zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das ich ein Nachzügler bin, ist mir klar. Allerdings besitze ich dieses Buch erst seit ein paar Wochen. Was nicht besser ist. Ich weiß. Nun habe ich es gelesen und bin einfach geplättert. Dieses Wechselbad der Gefühle die ich in diesem Buch erlebt habe, was erschreckend und wunderschön zugleich. Ich mochte Hazel so unglaublich gern als Hauptprotagonistin, erwischte mich dabei, wie ich mit ihr Mitleid hatte. Ebenso mochte ich auch ihre Eltern, Isaac und natürlich – Augustus.

Der Witz und Charme in diesem Buch, ließen mich am Anfang die furchtbare Krankheit in den Hintergrund schieben. Auch ihr Charakter, der weder Leidend noch zu bemittleiden war, ließ mich als Leser nicht dauerhaft an die Möglichkeit denken was ihr eventuell in diesem Buch noch geschehen mag. Auch wenn natürlich Hazel selbst, durch dessen Sicht wir ja ihre Geschichte erleben, dunklere Momente hat.

“Aber ich machte mir trotzdem Sorgen. Ich war gerne ein Mensch. Ich wollte es noch eine Weile bleiben. Sorgen sind eben eine weitere Nebenwirkung des Sterbens.” S. 74

Ich hatte wirklich viele Gefühle in diesem Buch. Und ich musste wirklich heulen. Es blieben nicht ein paar Tränen – ich habe geschluchzt. Konnte es nicht verstehen und vor allem WOLLTE es nicht verstehen. Ich finde dieses Buch verlang ein Kompliment an sein Leben ab, wenn Gesund und Munter ist. Genau diese Momente die dich über dein eigenes Leben nachdenken lassen und ob man nicht eigentlich sehr viel Glück beziehungsweise Freude hat auch ohne diesen großen Materiellen Wunsch dem viel zu viele Menschen hinter her jagen – auch ich.

Wir lernen so starke Charaktere in diesem Buch kennen, die trotz so vieler Hindernisse weiter laufen. Weiter rennen. Weiter machen. Ich konnte in diesem Buch mit Hazel und Gus und Isaac weinen, leiden, lachen und mich aufregen. Dieses Buch ist wirklich in allen Hinsichten genau perfekt gewesen.

“”Okay?” “Okay!””

Von mir bekommt "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green 

5/5 Sternen!

Inhaltsangabe

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch.

 

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Love Letters to the Dead [Buchrezension] https://calipa.de/2018/11/16/love-letter-to-the-dead-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=love-letter-to-the-dead-buchrezension https://calipa.de/2018/11/16/love-letter-to-the-dead-buchrezension/#respond Fri, 16 Nov 2018 19:04:48 +0000 http://calipa.de/?p=2957 Ein Französisches Sprichwort lautet: "Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben". Ähnlich geht es auch Laurel die vor kurzem ihre Schwester und damit beste Freundin verloren hat. Sie weiß nicht mehr wer sie ist. Ihre Welt scheint still zu stehen. Doch ist es nicht nur sich selbst, die Laurel finden will, sondern auch Antworten auf Fragen, die sie prominenten Menschen stellt, die ebenfalls verstorben sind. Außerdem gibt es dort noch die leise Stimme, die ihr immer wieder zuflüstert, das sie an alle dem nicht Unschuldig ist...

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Ein Französisches Sprichwort lautet: “Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben”. Ähnlich geht es auch Laurel die vor kurzem ihre Schwester und damit beste Freundin verloren hat. Sie weiß nicht mehr wer sie ist. Ihre Welt scheint still zu stehen. Doch ist es nicht nur sich selbst, die Laurel finden will, sondern auch Antworten auf Fragen, die sie prominenten Menschen stellt, die ebenfalls verstorben sind. Außerdem gibt es dort noch die leise Stimme, die ihr immer wieder zuflüstert, das sie an alle dem nicht Unschuldig ist…

Der erste Satz

“Lieber Kurt Cobain, wir haben gerade Englisch und sollen einen Brief an eine berühmte Persönlichkeit schreiben, die schon verstorben ist.”

Schreibstil

Ava Dellaira kreiert so wunderschön, grausame Szenarien die so voller Gefühl und Leidenschaft sind, das sie mein eigenes Herz wirklich getroffen haben. Laurel, die viel zu früh in eine Welt eintauchen musste, von der niemand etwas erfahren soll und so früh mit Verlust und dem Tod konfrontiert wird, das es mir als Leser ungerecht erscheint.

“Nach Mays Tod im April war es erst einmal so, als hätte sich mein Kopf einfach abgeschaltet.” S. 11

Die Briefe die hier beispielsweise an Kurt Cobain, Amy Winehouse oder auch an Heath Ledger geschrieben werden, sind wie Tagebucheinträge und genauso offen und ehrlich geschrieben. Allgemein ist der fliesende Schreibstil in der Kombination mit der Ernsthaftigkeit der Thematik wunderschön abgerundet.

Mein Fazit zu Love Letter to the Dead

Ich kann gar nicht sagen wie unglaublich verletzlich ich mich selbst, während des Lesens von diesem Buch gefühlt habe. Oft habe ich vergessen wie jung unsere Hauptprotagonistin eigentlich ist, weil es so unglaublich tiefe “Narben” gibt, in ihrer Vergangenheit, die sie unweigerlich älter erscheinen lässt. Es hat auf der einen Seite unglaublich viel Spaß gemacht Laurel ein Stück weit durch ihr Leben zu begleiten und es hat auf der anderen Seite furchtbar, furchbar weh getan.

Die philosophischen Stellen, in denen Ava Dellaira mich zum Nachdenken angeregt hat, fand ich wunderschön. Ich konnte es verstehen, es nachvollziehen die Handlung und Denkweise. Ebenfalls wurde auch sehr gut erkennbar, das es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt und das die schönste Medaille auch eine Schattenseite besitzt.

Die Charaktere hatten Narben, und unglaublich viel liebevolle Seiten die sie einem so unglaublich sympathisch machten. Auch hier zeigte sich deutlich, das man Menschen kennen lernen sollte, bevor man über sie urteilt. Dies sollte eigentlich allen klar sein, ist es aber wohl noch nicht. Gerade diesen Menschen, würde ich das Buch sehr empfehlen.

Einzig ist es die weinerliche Art die Laurel ab, ein wenig über der Mitte des Buches, an den Tag legte. Natürlich ist es mir klar, woher diese stammt und total legitim. Allerdings war es ein wenig ermüdend und vor allem frustrierend. Jetzt, wo sie doch eigentlich schon so weit gekommen ist.

“Auch wenn man meint, alles richtig gemacht zu haben, kann man sich nie sicher sein, was am Ende rauskommt. Manchmal ist von einem Moment zum anderen nichts mehr wie vorher.” S. 44

Von mir bekommt "Love Letter to the Dead" von Ava Dellaira 

4.7/5 Sternen!

Inhaltsangabe

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

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Die Stille meiner Worte [Buchrezension] https://calipa.de/2018/04/11/die-stille-meiner-worte-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-stille-meiner-worte-buchrezension https://calipa.de/2018/04/11/die-stille-meiner-worte-buchrezension/#respond Wed, 11 Apr 2018 12:24:45 +0000 http://calipa.de/?p=2727 Hannah ist Stumm. Das war sie nicht immer, ganz im Gegenteil. Doch als sie ihre Schwester Izzy verliert, scheint mit ihr, ihre Stimme zu gehen und all die Worte die hätten gesagt werden müssen. So bleiben nur eine laute Stille und zu viele Gedanken übrig, zu und mit denen Hannah sich nicht äußern kann. Als sie erfährt das ihre Eltern sie in "Sankt Anna" angemeldet haben, scheint das letzte bisschen Fundament auf dem sie steht, komplett weg zu brechen...

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Hannah ist Stumm. Das war sie nicht immer, ganz im Gegenteil. Doch als sie ihre Schwester Izzy verliert, scheint mit ihr, ihre Stimme zu gehen und all die Worte die hätten gesagt werden müssen. So bleiben nur eine laute Stille und zu viele Gedanken übrig, zu und mit denen Hannah sich nicht äußern kann. Als sie erfährt das ihre Eltern sie in “Sankt Anna” angemeldet haben, scheint das letzte bisschen Fundament auf dem sie steht, komplett weg zu brechen…

Wenn Worte meine Sprache wären…

Das Hannah ein besonderer Charakter ist, merken wir sehr schnell. Wir lesen ihre Gedanken und die Briefe die sie täglich an Izzy schreibt. Ihre Eltern wissen nicht mehr, wie sie Hannah erreichen können und Hannah weiß nicht, ob sie je wieder glücklich sein wird und vor allem glücklich sein darf. Mo, der eigentliche Kater von Izzy, ist nun der von Hannah und scheint mit der einzige zu sein, der sie ab und an versteht.

Nach einem Hauch der Rebellion – einen eventuell startenden Neubeginn – schicken Hannahs Eltern sie auf das Internat “Sankt Anna”. Einem Internat für Jugendliche mit speziellen Problemen. Hannah ist bewusst, das sie den Bogen überspannt hat und es nistet sich sogar der trügerische Gedanke ein, das ihre Eltern sie nicht mehr bei sich haben, ertragen, oder beides können.

Sankt Anna hegt die Tradition das neue Schüler vorab campen gehen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen wie sich ein Gruppenleben anfühlt, das jeder ein Päckchen zu tragen hat und um erste Startschwierigkeiten zu nehmen. Hannah merkt schnell, das sie nicht die einzige ist dessen Leben ihr übel mitgespielt hat und sie ein Geheimnis hütet.

“Nein, Angst ist am schlimmsten, wenn man nicht weiß, wovor man sich fürchtet. Wenn sie einfach da ist und dich wie ein alter Freund umarmt- dabei fesselt sie dich, anstatt dich zu beschützen.” S.32

Gemeinsam – Einsam.

In “Die Stille meiner Worte” switchen wir zwischen Levi und Hannah hin und her, auch wenn Hannah unser Hauptprotagonistin ist und bleibt, nimmt Levi einen wichtigen Platz in der Geschichte ein.

Für ihn ist es der letzte Camping Ausflug mit Sankt Anna und ihm wird schlecht bei dem Gedanken. In Sankt Anna hat er seine Freunde die wie eine Familie sind. Mit Ben – den Leiter von Sankt Anna – als groben Familienvater und Leiter des Internats. Nun ist Levi neunzehn geworden, und Sankt Anna ist für Jugendlich bis zum achtzehnten Lebensjahr. Er hat somit schon ein Jahr verlängert.

Auch er freut sich nicht auf das Campen. Er kennt es, er weiß wie es abläuft. Und er weiß, das er sich jedes mal gewünscht hat, das es niemals enden würde.

Levi trägt auch ein großes Paket mit sich rum. Nach Außen gibt es sich eher still, fast zurückhaltend kann aber in richtigen Moment auch schnell reagieren und dadurch unvorsichtig werden. Das stumme Mädchen Hannah, fällt ihm sehr schnell auf. Während sie viel auf Distanz geht, versucht Levi eine Brücke zu ihr aufzubauen und nach langem, scheint er der erste Mensch zu sein der Hannah ohne Worte verstehen kann…

“Ein Strohhalm der mich über Wasser hält. Ich kann nicht schwimmen, Izzy.” S. 47

 

Schreibstil

Ava Reed hat mir Hannah einen sehr interessanten Charakter geschaffen. Dadurch das sie stumm ist und nur ich als Leser die stummen Worte lese, ist es unheimlich interessant wie die verschiedenen Charaktere mit ihrer Stille umgehen. Ich bin es von der Autorin gewohnt, das mich ihre Bücher auf eine emotionale Berg und Tal Fahrt mitnehmen. Das ganze Buch über standen mir Tränen in den Augen bis ich letztlich irgendwann geheult habe. Nein – nicht eins zwei Tränen – richtig geheult.

Allerdings ist es nicht nur die Stille von Hannah die hier behandelt wird. Wir lernen neben ihr und Levi noch viele andere Charaktere kennen, die einen oder mehrere Schicksalsschläge hinter sich haben. Ich kann mir vorstellen, das es sehr schwierig ist über solch Themen zu schreiben und bewundere dafür die Fähigkeit die Ava Reed hier an den Tag gelegt hat.

Empfehlung

Oh mein Gott – Ja! Ich glaube mit diesem Buch werden viele Menschen etwas anfangen können. Es ist leicht und so schwer, so laut obwohl es so leise ist. Man durchlebt in diesem Buch so viele verschiedene Emotionen das ich das Buch wirklich jeden ans Herz legen kann.

Mein Fazit zu Die Stille meiner Worte

Es war tief ergreifend für mich und bin teilweise mit Hannah zusammen verzweifelt. Ich denke das gerade weil die Charaktere so authentisch sind, ist die gesamte Geschichte glaubwürdig. Ich konnte mich rein lesen, denken und fühlen und war ebenso tief betroffen. Wie bereits oben erwähnt, hat sich Ava Reed hier auf einen Drahtseilakt über eine Klippe begeben und ist aber in meinen Augen gesund und munter drüben angekommen.

Die komplette Geschichte hat einen roten Faden dem man unbewusst verfolgt und auf dem immer mehr Geheimnisse zum Vorschein kommen. Wir haben hier unheimlich schöne, engagierte Charaktere die man sofort ins Herz schließt.

Von mir bekommt "Die Stille meiner Worte" von Ava Reed 

5/5 Sternen!

Inhalt

Hannah hat ihre Worte verloren. In der Nacht, als ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Egal, was Hannahs Eltern versuchen, sie schweigt.
Um Izzy nicht loslassen zu müssen, schreibt sie ihr Briefe. Schreibt und verbrennt sie. Immer wieder.
Hannah kann der Stille ihrer Worte nicht entkommen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist …

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Sieben Minuten nach Mitternacht [Buchrezension] https://calipa.de/2018/02/15/sieben-minuten-nach-mitternacht-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sieben-minuten-nach-mitternacht-buchrezension https://calipa.de/2018/02/15/sieben-minuten-nach-mitternacht-buchrezension/#comments Thu, 15 Feb 2018 19:31:27 +0000 http://calipa.de/?p=2575 Der 13- Jährige Conor O'Malley hat es nicht einfach. Seine - an Krebs erkrankte Mutter- kann für ihren Sohn nicht die Mutter sein, die sie ihm gerne sein wollen würde. Conor versteht es und versucht ihr die meisten Tätigkeiten abzunehmen. Seinen Vater hat Conor bestimmt seit Monaten nicht mehr gesehen, nachdem dieser nach Amerika gezogen ist um dort zu arbeiten und für seine neue Familie zu Sorgen. Und als ob die Krankheit seiner Mutter nicht schon schlimm genug wäre, hat er diesen Albtraum über den er mit niemanden reden kann und will, auch nicht mit dem Wesen das ihn Täglich sieben Minuten nach Mitternacht aufsucht...

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1,2,3 – Das Monster kommt vorbei

Der 13- Jährige Conor O’Malley hat es in “Sieben Minuten nach Mitternacht” nicht einfach. Seine – an Krebs erkrankte Mutter- kann für ihren Sohn nicht die Mutter sein, die sie ihm gerne sein wollen würde. Conor versteht es und versucht ihr die meisten Tätigkeiten abzunehmen. Seinen Vater hat Conor bestimmt seit Monaten nicht mehr gesehen, nachdem dieser nach Amerika gezogen ist um dort zu arbeiten und für seine neue Familie zu Sorgen.

Und als ob die Krankheit seiner Mutter nicht schon schlimm genug wäre, hat er diesen Albtraum über den er mit niemanden reden kann und will, auch nicht mit dem Wesen das ihn Täglich sieben Minuten nach Mitternacht aufsucht…
Conors Nächte sind in letzter Zeit viel zu kurz. Entweder er wird von seinem Albtraum heimgesucht, oder das Monster beziehungsweise die alter Eibe die sich als Baumwesen entpuppt, kommt zu ihm und unterhält sich mit ihm. Es geht um einen Deal. Das Wesen erzählt Conor 3 Geschichten.

Im Gegenzug soll Connor, dem Wesen seine Geschichte erzählen. Die Wahrheit. Immer noch fest davon überzeugt das Connor wohl träumt, geht er diesen Deal ein.

In der Schule sieht Conors Leben ähnlich anstrengend aus. Immer wieder ist er den mitleidigen Blicken seiner Mitschüler oder Lehrer ausgesetzt, die natürlich von der Krebserkrankung seiner Mutter wissen. Vor allem Harry und seine Jungs Sully und Anton machen Conor das Leben zur Hölle.

Doch Harry war erst seit Conors Albträumen auf ihn aufmerksam geworden. Connor kann sich das nicht erklären. Was hatte sich seit dem geändert?

“Ein Zeichen, durch das Harry von ihm angezogen wurde wie Eisen von einem Magneten. Am ersten Tag des neuen Schuljahres hatte Harry Connor ein Bein gestellt, als er das Schulgelände betrat, sodass er aufs Pflaster geknallt war. Und so hatte es angefangen. Und so war es weiter gegangen.” S. 29

Conor wusste leider nur zu gut wem er es zu verdanken hat, das die ganze Schule einschließlich der Lehrer bescheid wussten über seine Mutter. Von seine ehemaligen Freundin und Nachbarin Lily. Sie hatte es allen erzählt und damit ist Conor in den Schatten gerückt. Denn alle sahen ihn ab diesen Tag nur noch als den “Jungen mit der schwer Kranken Mutter”.

Er trägt eine menge Wut in sich. Warum musste die Krankheit seine Mutter treffen und warum hatte Lily es allen erzählt? Was will das Monster von ihm das ihn 7 Minuten nach Mitternacht aufsucht? Und was meint er damit wenn er sagt, dass er da ist weil Conor ihn gerufen hat?

Eine Geschichte hatte sich Conor schon von dem Monster angehört. Am nächsten Tag sagt seine Mutter ihm, das seine Oma zu Besuch kommen wird. Connor kann seine Oma nicht leiden. Sie ist so rein gar nicht die typische Oma wie er sie von beispielsweise Lily kennt.

Seine Oma hatte keine grauen Haare weil sie peinlich genau darauf achtet, alles nachzufärben. Außerdem arbeitet seine Oma auch noch als Immobilienmaklerin. Auch das tat keine Oma die Conor kannte. Schlichtweg kommt er sehr schlecht mit seiner Großmutter aus.

Es dauert nicht lange bis es seiner Mutter noch schlechter geht. Seine Großmutter hat Conor mitleer weile mit zu sich genommen. Aus der Beschreibung des Hauses und der dortigen Möbel seiner Oma habe ich förmlich gelesen und gefühlt wie kalt und steril alles wirkt. Die Couchgarnituren sind mit Schutzbezügen eingehüllt und auch Internet ist nur in dem Büro seiner Oma möglich das er natürlich nicht betreten darf.

Seine Großmutter teilt Conor mit das auch sein Vater bald kommen wird. Überrascht und natürlich auch skeptisch tritt er seinen Vater nach langer Zeit wieder gegenüber. Hier konnte ich die Distanz die ich zwischen den beiden Charakteren – Vater und Sohn – spürte, fast greifen.

Während Conors Mutter immer wieder versucht ihn zu ermutigen, ist sein Vater dort ein wenig ehrlicher. Durchaus kann es sein das seine Mutter nicht mehr Gesund wird und Conor dann bei seiner Großmutter leben muss. Genau das möchte Conor aber nicht hören. Gegen wertig gibt es für den Jungen wohl keine schlimmere Strafe.

Durchaus nachvollziehbar. Gerade in dieser schweren Situation mit dem ein 13-Jähriger zurechtkommen muss, hätte ich mir gewünscht das der Vater hier einen Schritt auf seinen Sohn zu geht und ihm vorschlägt dann wenigstens bei ihm zu wohnen. Stattdessen argumentiert der Vater mit der kleinen Wohnung und das dort er und seine jetzige Familie Platz hätte und das er aber gerne Weihnachten in Amerika bei ihm und seiner neuen Familie verbringen kann.

Das zu lesen tat mir unheimlich weh, weil ich mir gar nicht vorstellen wollte wie sich so ein Junger Mensch fühlen muss, wenn er einfach nicht bei seinem Vater willkommen ist.

Wieder bei seiner Großmutter ist Conors Wut enorm. Er springt auf die Couchgarnitur hin und her und schließlich fällt auch die teure Uhr in sein Blickfeld. Alle fünfzehn Minuten gibt sich unschöne Töne von sich. Das würde Conor ändern wenn er die Zeit einfach etwas vorschiebt. Erst als er die Zeige der Uhr in der Hand hält wird ihm bewusst das er Omas kostbare Uhr kaputt gemacht hat.

Da ist auch schon das Monster hinter ihm. Es wurde Zeit für die zweite Geschichte. Doch auch diese Geschichte endete anders als Conor es sich erhofft hatte. Doch das Monster hat eine Idee und schenkt Conor damit ein Ventil.

“Dabei schrie er die ganze Zeit so laut, dass er seine eigenen Gedanken nicht mehr hören konnte, stumpfsinnig schlug er immer weiter um sich, ging vollkommen in seiner Zerstörungswut auf. Das Monster hatte recht. Es war sehr befriedigend.” S. 121

Zusammen hatten das Monster und Connor das komplette Wohnzimmer seiner Großmutter zerstört. Alles. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie frei sich Conor in diesem Augenblick gefühlt haben muss. Endlich konnte er wohin mit seiner Wut. Auch wenn es die komplette Inneneinrichtung der Großmutter getroffen hat.

“So sieht richtige Zerstörung aus, sagte das Monster. Und plötzlich waren sie wieder im Wohnzimmer von Conors Großmutter. Und Conor sah, dass sie praktisch jeden Quadratzentimeter davon zerstört hatten.” S. 124

Auch wenn Conor sich innerlich nun schon auf das Internat vorbereitete, auf das er wohl dann von seiner Großmutter geschickt wird, traf ein ganz anderer Fall ein. Seine Großmutter schrie nur einmal laut aus und… das wars. Conor bekam keine Standpauke, kam nicht aufs Internat – nichts. Nur seine Großmutter sprach nicht mehr mit ihm.

Conor wusste nun das er nur noch eine Geschichte davon entfernt war, seine eigene wahre Geschichte dem Wesen zu erzählen. Dabei gab es doch gerade viel wichtigere Dinge? Wie zum Beispiel die immer weiter schwindende Kraft seiner Mutter? Doch Conor weiß nicht wie tief der Abgrund ist, den er noch überqueren muss…

Schreibstil

Der Schreibstil ist angenehm und einfach. Ich bin tiefer gefallen als ich dachte in dieses Buch auch wenn es nur recht kurz ist. Es ist ein sehr fantastisches Buch das durch seine philosophischen Ansätze mich zum Nachdenken angeregt hat.

Es brauchte nicht viele Szenarische Details um mich sofort an Conors Seite befinden zu können. Unser Hauptprotagonist Conor und das Baumwesen ziehen einen unweigerlich in ihre Welt.

Empfehlung

Zugegeben: Ich habe bei dem Buch wirklich geheult. Nein, nicht ein paar Tränen sondern richtig geheult. Das Ende war hart und nur schwer zur verdauen. Ich mag Conor als Charakter und finde seinen Mut überwältigend.

Wenn du wie ich nah am Wasser gebaut bist, musst du selbst wissen ob es dir Wert ist, ein paar Tränen zu vergießen aber dafür eine rundum stimmige und atmosphärische Geschichte zu erleben. Die Themen Angst, Wut und Verlust werden hier tiefgründig und sogar ein Stück weit philosophisch zur Sprache gebracht.

Mein Fazit zu 7 Minuten nach Mitternacht

Traurig und zwar verdammt Traurig habe ich dieses Buch tief in mein Herz geschlossen. Mit ihm das Baumwesen und Conor. Ich habe Conors Welt gesehen was mir auch anhand der Illustrationen möglich war.

Und auch seine Gefühlswelt wurde hier offenbart. Schnell hat man die Phasen der Trauer erkannt und natürlich stieg das Mitleid beziehungsweise das Mitgefühl auf ein Maximum.

Für seine 13 Jahre ist Conor verdammt selbstständig und mutig, weiß sich in manchen Situationen gut zu behaupten. Eigentlich wäre bei dem Ende wieder ein Kritikpunkt von mir das es eben endet, wie es endet. Dadurch das dieses Ende aber so anders und so verdammt emotional war, könnte ich nicht sagen wie ich es mir “anders” gewünscht hätte.

Von mir bekommt "Sieben Minuten nach Mitternacht" von Patrick Ness & Siobhan Dowd 

5/5 Sternen!

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