#trauer Archive - Calipa https://calipa.de/tag/trauer/ Im Herzen Leidenschaft Thu, 15 Feb 2018 19:35:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Sieben Minuten nach Mitternacht [Buchrezension] https://calipa.de/2018/02/15/sieben-minuten-nach-mitternacht-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sieben-minuten-nach-mitternacht-buchrezension https://calipa.de/2018/02/15/sieben-minuten-nach-mitternacht-buchrezension/#comments Thu, 15 Feb 2018 19:31:27 +0000 http://calipa.de/?p=2575 Der 13- Jährige Conor O'Malley hat es nicht einfach. Seine - an Krebs erkrankte Mutter- kann für ihren Sohn nicht die Mutter sein, die sie ihm gerne sein wollen würde. Conor versteht es und versucht ihr die meisten Tätigkeiten abzunehmen. Seinen Vater hat Conor bestimmt seit Monaten nicht mehr gesehen, nachdem dieser nach Amerika gezogen ist um dort zu arbeiten und für seine neue Familie zu Sorgen. Und als ob die Krankheit seiner Mutter nicht schon schlimm genug wäre, hat er diesen Albtraum über den er mit niemanden reden kann und will, auch nicht mit dem Wesen das ihn Täglich sieben Minuten nach Mitternacht aufsucht...

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1,2,3 – Das Monster kommt vorbei

Der 13- Jährige Conor O’Malley hat es in “Sieben Minuten nach Mitternacht” nicht einfach. Seine – an Krebs erkrankte Mutter- kann für ihren Sohn nicht die Mutter sein, die sie ihm gerne sein wollen würde. Conor versteht es und versucht ihr die meisten Tätigkeiten abzunehmen. Seinen Vater hat Conor bestimmt seit Monaten nicht mehr gesehen, nachdem dieser nach Amerika gezogen ist um dort zu arbeiten und für seine neue Familie zu Sorgen.

Und als ob die Krankheit seiner Mutter nicht schon schlimm genug wäre, hat er diesen Albtraum über den er mit niemanden reden kann und will, auch nicht mit dem Wesen das ihn Täglich sieben Minuten nach Mitternacht aufsucht…
Conors Nächte sind in letzter Zeit viel zu kurz. Entweder er wird von seinem Albtraum heimgesucht, oder das Monster beziehungsweise die alter Eibe die sich als Baumwesen entpuppt, kommt zu ihm und unterhält sich mit ihm. Es geht um einen Deal. Das Wesen erzählt Conor 3 Geschichten.

Im Gegenzug soll Connor, dem Wesen seine Geschichte erzählen. Die Wahrheit. Immer noch fest davon überzeugt das Connor wohl träumt, geht er diesen Deal ein.

In der Schule sieht Conors Leben ähnlich anstrengend aus. Immer wieder ist er den mitleidigen Blicken seiner Mitschüler oder Lehrer ausgesetzt, die natürlich von der Krebserkrankung seiner Mutter wissen. Vor allem Harry und seine Jungs Sully und Anton machen Conor das Leben zur Hölle.

Doch Harry war erst seit Conors Albträumen auf ihn aufmerksam geworden. Connor kann sich das nicht erklären. Was hatte sich seit dem geändert?

“Ein Zeichen, durch das Harry von ihm angezogen wurde wie Eisen von einem Magneten. Am ersten Tag des neuen Schuljahres hatte Harry Connor ein Bein gestellt, als er das Schulgelände betrat, sodass er aufs Pflaster geknallt war. Und so hatte es angefangen. Und so war es weiter gegangen.” S. 29

Conor wusste leider nur zu gut wem er es zu verdanken hat, das die ganze Schule einschließlich der Lehrer bescheid wussten über seine Mutter. Von seine ehemaligen Freundin und Nachbarin Lily. Sie hatte es allen erzählt und damit ist Conor in den Schatten gerückt. Denn alle sahen ihn ab diesen Tag nur noch als den “Jungen mit der schwer Kranken Mutter”.

Er trägt eine menge Wut in sich. Warum musste die Krankheit seine Mutter treffen und warum hatte Lily es allen erzählt? Was will das Monster von ihm das ihn 7 Minuten nach Mitternacht aufsucht? Und was meint er damit wenn er sagt, dass er da ist weil Conor ihn gerufen hat?

Eine Geschichte hatte sich Conor schon von dem Monster angehört. Am nächsten Tag sagt seine Mutter ihm, das seine Oma zu Besuch kommen wird. Connor kann seine Oma nicht leiden. Sie ist so rein gar nicht die typische Oma wie er sie von beispielsweise Lily kennt.

Seine Oma hatte keine grauen Haare weil sie peinlich genau darauf achtet, alles nachzufärben. Außerdem arbeitet seine Oma auch noch als Immobilienmaklerin. Auch das tat keine Oma die Conor kannte. Schlichtweg kommt er sehr schlecht mit seiner Großmutter aus.

Es dauert nicht lange bis es seiner Mutter noch schlechter geht. Seine Großmutter hat Conor mitleer weile mit zu sich genommen. Aus der Beschreibung des Hauses und der dortigen Möbel seiner Oma habe ich förmlich gelesen und gefühlt wie kalt und steril alles wirkt. Die Couchgarnituren sind mit Schutzbezügen eingehüllt und auch Internet ist nur in dem Büro seiner Oma möglich das er natürlich nicht betreten darf.

Seine Großmutter teilt Conor mit das auch sein Vater bald kommen wird. Überrascht und natürlich auch skeptisch tritt er seinen Vater nach langer Zeit wieder gegenüber. Hier konnte ich die Distanz die ich zwischen den beiden Charakteren – Vater und Sohn – spürte, fast greifen.

Während Conors Mutter immer wieder versucht ihn zu ermutigen, ist sein Vater dort ein wenig ehrlicher. Durchaus kann es sein das seine Mutter nicht mehr Gesund wird und Conor dann bei seiner Großmutter leben muss. Genau das möchte Conor aber nicht hören. Gegen wertig gibt es für den Jungen wohl keine schlimmere Strafe.

Durchaus nachvollziehbar. Gerade in dieser schweren Situation mit dem ein 13-Jähriger zurechtkommen muss, hätte ich mir gewünscht das der Vater hier einen Schritt auf seinen Sohn zu geht und ihm vorschlägt dann wenigstens bei ihm zu wohnen. Stattdessen argumentiert der Vater mit der kleinen Wohnung und das dort er und seine jetzige Familie Platz hätte und das er aber gerne Weihnachten in Amerika bei ihm und seiner neuen Familie verbringen kann.

Das zu lesen tat mir unheimlich weh, weil ich mir gar nicht vorstellen wollte wie sich so ein Junger Mensch fühlen muss, wenn er einfach nicht bei seinem Vater willkommen ist.

Wieder bei seiner Großmutter ist Conors Wut enorm. Er springt auf die Couchgarnitur hin und her und schließlich fällt auch die teure Uhr in sein Blickfeld. Alle fünfzehn Minuten gibt sich unschöne Töne von sich. Das würde Conor ändern wenn er die Zeit einfach etwas vorschiebt. Erst als er die Zeige der Uhr in der Hand hält wird ihm bewusst das er Omas kostbare Uhr kaputt gemacht hat.

Da ist auch schon das Monster hinter ihm. Es wurde Zeit für die zweite Geschichte. Doch auch diese Geschichte endete anders als Conor es sich erhofft hatte. Doch das Monster hat eine Idee und schenkt Conor damit ein Ventil.

“Dabei schrie er die ganze Zeit so laut, dass er seine eigenen Gedanken nicht mehr hören konnte, stumpfsinnig schlug er immer weiter um sich, ging vollkommen in seiner Zerstörungswut auf. Das Monster hatte recht. Es war sehr befriedigend.” S. 121

Zusammen hatten das Monster und Connor das komplette Wohnzimmer seiner Großmutter zerstört. Alles. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie frei sich Conor in diesem Augenblick gefühlt haben muss. Endlich konnte er wohin mit seiner Wut. Auch wenn es die komplette Inneneinrichtung der Großmutter getroffen hat.

“So sieht richtige Zerstörung aus, sagte das Monster. Und plötzlich waren sie wieder im Wohnzimmer von Conors Großmutter. Und Conor sah, dass sie praktisch jeden Quadratzentimeter davon zerstört hatten.” S. 124

Auch wenn Conor sich innerlich nun schon auf das Internat vorbereitete, auf das er wohl dann von seiner Großmutter geschickt wird, traf ein ganz anderer Fall ein. Seine Großmutter schrie nur einmal laut aus und… das wars. Conor bekam keine Standpauke, kam nicht aufs Internat – nichts. Nur seine Großmutter sprach nicht mehr mit ihm.

Conor wusste nun das er nur noch eine Geschichte davon entfernt war, seine eigene wahre Geschichte dem Wesen zu erzählen. Dabei gab es doch gerade viel wichtigere Dinge? Wie zum Beispiel die immer weiter schwindende Kraft seiner Mutter? Doch Conor weiß nicht wie tief der Abgrund ist, den er noch überqueren muss…

Schreibstil

Der Schreibstil ist angenehm und einfach. Ich bin tiefer gefallen als ich dachte in dieses Buch auch wenn es nur recht kurz ist. Es ist ein sehr fantastisches Buch das durch seine philosophischen Ansätze mich zum Nachdenken angeregt hat.

Es brauchte nicht viele Szenarische Details um mich sofort an Conors Seite befinden zu können. Unser Hauptprotagonist Conor und das Baumwesen ziehen einen unweigerlich in ihre Welt.

Empfehlung

Zugegeben: Ich habe bei dem Buch wirklich geheult. Nein, nicht ein paar Tränen sondern richtig geheult. Das Ende war hart und nur schwer zur verdauen. Ich mag Conor als Charakter und finde seinen Mut überwältigend.

Wenn du wie ich nah am Wasser gebaut bist, musst du selbst wissen ob es dir Wert ist, ein paar Tränen zu vergießen aber dafür eine rundum stimmige und atmosphärische Geschichte zu erleben. Die Themen Angst, Wut und Verlust werden hier tiefgründig und sogar ein Stück weit philosophisch zur Sprache gebracht.

Mein Fazit zu 7 Minuten nach Mitternacht

Traurig und zwar verdammt Traurig habe ich dieses Buch tief in mein Herz geschlossen. Mit ihm das Baumwesen und Conor. Ich habe Conors Welt gesehen was mir auch anhand der Illustrationen möglich war.

Und auch seine Gefühlswelt wurde hier offenbart. Schnell hat man die Phasen der Trauer erkannt und natürlich stieg das Mitleid beziehungsweise das Mitgefühl auf ein Maximum.

Für seine 13 Jahre ist Conor verdammt selbstständig und mutig, weiß sich in manchen Situationen gut zu behaupten. Eigentlich wäre bei dem Ende wieder ein Kritikpunkt von mir das es eben endet, wie es endet. Dadurch das dieses Ende aber so anders und so verdammt emotional war, könnte ich nicht sagen wie ich es mir “anders” gewünscht hätte.

Von mir bekommt "Sieben Minuten nach Mitternacht" von Patrick Ness & Siobhan Dowd 

5/5 Sternen!

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Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente [Buchrezension] https://calipa.de/2018/01/31/mein-leben-oder-ein-haufen-unvollkommener-momente-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mein-leben-oder-ein-haufen-unvollkommener-momente-buchrezension https://calipa.de/2018/01/31/mein-leben-oder-ein-haufen-unvollkommener-momente-buchrezension/#comments Wed, 31 Jan 2018 16:05:41 +0000 http://calipa.de/?p=2527 Ein paar Tage nach ihrem "Schwimmunfall", benutzt sie den alten Laptop ihres Vaters. Sie würde einfach gern mal auf Facebook vorbeischauen. Und sie staunt nicht schlecht, als sie wirklich eine Nachricht von Jonah bekommen hat. Wie ist das Möglich? Hatte Jonah sein Gehirn auf moderne Art und Weise in etwa "Einfrieren" lassen auf irgendwelchen Servern und nun vermag er über die Weiten des Internets mit ihr zu sprechen? Tess ist sich tief in ihrem inneren sicher, das dass wohl nicht der Fall sein wird. 

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ACHTUNG!
Ich habe diese Rezensionsexemplar von Vorablesen.de zugeschickt bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle! Nichts desto trotz wird meine Rezension wieder offen und ehrlich und unvoreingenommen sein. 

Die kleinen Momente und Augenblicke

Tess Fowlers Welt scheint gerade nicht nur ein wenig aus den Angeln gehoben worden zu sein. Ihr Freund, mit dem sie fast ausschließlich über Facebook, Mails & co. Kontakt hatte, ist gestorben. Der Entschluss die Schule zu schmeißen und sich auf die Reise zu ihrem Vater zu begeben, scheinen dabei Tess geringere Übel zu sein. Sie hatte nur in Erfahrung bringen können das ihr Freund, Jonah, sich mit einer Überdosis Tabletten das Leben genommen hat.

Der Angewohnheit wegen, schreibt Tess, Jonah immernoch. Vorallem ihr Lieblingsspiel, spielt sie immernoch mit dem exestierenden Facebook Account von Jonah: “Beschreibe was du siehst”. Natürlich weiß sie, das ihr Jonah darauf nicht mehr antworten kann, aber hat sie so das Gefühl ihm noch nahe zu sein. Diesem Menschen der ihr doch irgendwie so Unbekannt war.

“Deshalb will ich dir nur eine Frage stellen: Ist das hier dein Back-up, Jonah? Oder rede ich wirklich nur mit mir selbst? Ich warte auf deine Antwort, Tess.” S.37

Nachdem sie bei ihrem Vater angekommen ist, entschließt sie sich ihren ehemaligen Lieblingsplatz aufzusuchen um vielleicht dort, ein für alle mal mit Jonah abschließen zu können. Der See. Sie schreibt ihm, ihre letzten Beschreibungen von Dingen die sie sieht. Bis sie ihren Laptop nimmt und ihn in diesen See wirft. Nach einigen Sekunden springt sie allerdings lauthals hinterher. Grace – die Frau im Kajak die Tess vorher schon aufgefallen war, zieht sie aus dem Wasser und bringt sie nach Hause zu ihrem Vater.

Grace versucht heraus zu finden was hinter dieser Aktion steckt, aber Tess hüllt sich in Schweigen. Auch zu ihrem Vater sagt sie kein Wort, der im allgemeinen vom Donner gerührt ist, das seine Tochter bei ihm ist. Nur das Grace das Haus verlässt möchte Tess und schlägt mit Worten um sich die sehr Feindselig gegenüber Grace sind.

In den nächsten Tage versuchen Vater und Tochter aufeinander zu zugehen. Für beide ist es deutlich schwer. Niemand weiß bis langen von dem Verlust den Tess erlebt hat und sie hat auch bisher nicht das Bedürfnis jemanden darüber zu informieren oder aufzuklären. Immer wieder wird einem während des lesens Bewusst das Tess ihren Vater irgendwie vermisst, auch wenn er bei ihr ist. Dabei sind es sehr süße Momente die einem sowohl lächeln als auch etwas traurig werden lassen.

“In meiner Kindheit war mein Vater mein Vertrauter gewesen. Die meiste Zeit arbeitslos, holte er mich jeden Tag von der Schule ab und suchte unter den vielen Winzlingen nach mir. Wenn ich ihm auf dem Weg nach Hause von meinem Tag erzählte, nickte er immer ganz interessiert, als fände er jede Einzelheit ungeheuer spannend.” S. 40

Ein paar Tage nach ihrem “Schwimmunfall”, benutzt sie den alten Laptop ihres Vaters. Sie würde einfach gern mal auf Facebook vorbeischauen. Und sie staunt nicht schlecht, als sie wirklich eine Nachricht von Jonah bekommen hat. Wie ist das Möglich? Hatte Jonah sein Gehirn auf moderne Art und Weise in etwa “Einfrieren” lassen auf irgendwelchen Servern und nun vermag er über die Weiten des Internets mit ihr zu sprechen? Tess ist sich tief in ihrem inneren sicher, das dass wohl nicht der Fall sein wird.

Tess antwortet auf die Nachricht des vermeidlichen Jonahs und lernt so das erste mal Daniel kennen. Daniel war Jonahs Mitbewohner auf dem MIT. Er beichtet Tess das Jonah nur in den ersten Monaten mit Tess geschrieben hat und danach hatte Daniel über Jonahs Account mit ihr geschrieben.

Aus allen Wolken fallend, begreift sie nur schwer fällig was Daniel ihr gerade gebeichtet hatte. Sie hat Angst davor noch mehr Lügen ertragen zu müssen und beschließt Daniel ihre Nummer zu geben. Doch auch irgendwann werden die Telefonate für sie zu schmerzhaft, so das sie beschließt einen kompletten Cut zu machen.

Ihr Vater, der Bestattungen der besonderen Art ausrichtet, schlägt Tess vor als seine Partnerin zu arbeiten. Er schätzt ihre Ideen und ihre Kreativität und kann sich gut vorstellen das sie ebenfalls Freude an der Arbeit finden könnte. Tess hat herausgefunden das auch Grace – ihre “Retterin” mit dem Kajak – ein Bestattungsunternehmen hat und bittet sie um ein Treffen. So gäbe es vielleicht die Möglichkeit ihrem Vater noch nützlicher unter die Arme greifen zu können. Grace stimmt dem auch zu. Während des Treffens erfährt Tess mehr von Grace. Unter anderem das sie selbst schon die Trauer mit all ihren Facetten durchgemacht hat. Nämlich als ihre Tochter starb.

“Es gibt keine Abkürzungen. Du musst erst die schwere Zeit überstehen, bevor es leichter wird.” S. 116

Die neue Arbeit kommt Tess ungeheuer gelegen. Eine Beerdigung einer ehemaligen Burlesque Tänzerin, lässt Tess dabei nicht so los, denn als sie nach draußen geht um sich die Beine zu vertreten und den Kopf etwas frei zu bekommen, steht plötzlich Daniel vor ihr…

Schreibstil

Den Schreibstil von Peter Bognanni fand ich einfach und sogar sehr authentisch. Er hat gut das Alter eines 17- Jährigen Mädchens getroffen mit all den Facetten. Ich persönlich fand “Tess” vom Charakter her sehr stark aber stellenweise auch sehr aufmüpfig – was nicht schlecht ist- aber ich hatte immer das Gefühl das sie alles und jeden gegen sich wenden möchte. Auch die Beziehungen zu den einzelnen Charakteren waren mit vielen schlechten Erfahrungen und im allgemeinen sehr kompliziert geschildert. In diesem Buch handelt es sich vorrangig um den Verlust von Menschen, das umgehen mit dem Tod im allgemeinen. Die Charaktere verarbeiten alle auf ihre eigene Art und Weise den Verlust eines Menschens und dennoch merkt man stark wie sie durch die verschiedenen Phasen der Trauer gehen.

Empfehlung

Durchaus. Natürlich beschäftigt sich das Buch viel mit dem sterben, aber auch um das Leben der Hinterbliebenen. Es ist nicht unnötig sentimental, so das man auch nicht alle 2 Minuten weinen muss. Interessant, facettenreich und durch die Hauptprotagonistin Tess ist das Buch auch humorvoll. Für Zwischendurch genau das richtige.

Mein Fazit zu Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Gute Idee und auch gut umgesetzt. Wir lesen die Geschichte von Tess Fowler die den Verlust ihres Freundes verarbeiten möchte und dadurch verschiedene Menschen kennenlernt und auch dessen Verluste. Man beginnt darüber nachzudenken was wirklich die “wichtigen” Themen im Leben sind und über was man sich Sorgen machen kann und sollte und was einen nur unnötig belastet. Wir haben hier Charaktere die alle ihr Päkchen zu tragen haben. Man durchlebt hier wunderbar die verschiedenen Phasen der Trauer was man am Ende des Buches realisiert.

Das Ende von “Mein Leben oder ein Haufen vollkommener Momente” fand ich etwas schwach und hätte mir gerne noch gewünscht zu erfahren was aus all den Plänen, Ideen und Beziehungen werden. Nichts desto trotz ging das lesen des Buches schnell von der Hand durch die einfache und unkomplizierte Schreibweise. Vielleicht hat mir persönlich, wegen des Themas die leichte “Theatralik” gefehlt.

Von mir bekommt "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" von Peter Bognanni 

3.8/5 Sternen!

 

Inhaltsangabe

Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort

 

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