#penguinverlag Archive - Calipa https://calipa.de/tag/penguinverlag/ Im Herzen Leidenschaft Sat, 12 Oct 2024 14:19:14 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Die Fremde in meinem Haus von JP Delaney [Buchrezension] https://calipa.de/2024/10/12/die-fremde-in-meinem-haus-von-jp-delaney-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-fremde-in-meinem-haus-von-jp-delaney-buchrezension https://calipa.de/2024/10/12/die-fremde-in-meinem-haus-von-jp-delaney-buchrezension/#respond Sat, 12 Oct 2024 14:19:14 +0000 https://calipa.de/?p=5382 „Hallo, ich bin Anna. Aber geboren wurde ich als Sky und ich glaube, dass du meine leibliche Mutter bist.“ Diese Nachricht trifft Susie wie ein Schlag in die Magengrube. Tatsächlich hat sie vor 15 Jahren als junge, mittellose Musikerin ihre Tochter zur Adoption freigegeben– und diese Entscheidung seitdem stets bitter bereut. Als Anna dann über ihre strengen Adoptiveltern berichtet, ist Susie überzeugt, dass das Mädchen Hilfe braucht. In der Hoffnung, ihren Fehler aus der Vergangenheit wieder gutzumachen, nimmt sie Anna bei sich auf. Doch das Mädchen verhält sich seltsam und verstrickt sich mehr und mehr in Lügen. Eine nur verständliche Reaktion auf die traumatischen Zustände in ihrer Adoptivfamilie? Oder steckt mehr dahinter? Was sind die wirklichen Gründe für die Adoption vor 15 Jahren? Und wer hütet hier welches Geheimnis?

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“Und ich kann nach wie vor nicht einschätzen, wozu Susie bereit ist, um diese noch immer schmerzende Wunde zu heilen.” S. 104

 

Inhaltsangabe

„Hallo, ich bin Anna. Aber geboren wurde ich als Sky und ich glaube, dass du meine leibliche Mutter bist.“ Diese Nachricht trifft Susie wie ein Schlag in die Magengrube. Tatsächlich hat sie vor 15 Jahren als junge, mittellose Musikerin ihre Tochter zur Adoption freigegeben– und diese Entscheidung seitdem stets bitter bereut. Als Anna dann über ihre strengen Adoptiveltern berichtet, ist Susie überzeugt, dass das Mädchen Hilfe braucht. In der Hoffnung, ihren Fehler aus der Vergangenheit wieder gutzumachen, nimmt sie Anna bei sich auf. Doch das Mädchen verhält sich seltsam und verstrickt sich mehr und mehr in Lügen. Eine nur verständliche Reaktion auf die traumatischen Zustände in ihrer Adoptivfamilie? Oder steckt mehr dahinter? Was sind die wirklichen Gründe für die Adoption vor 15 Jahren? Und wer hütet hier welches Geheimnis?

 

Eigene Meinung

Einige von euch wissen vielleicht, das Autor JP Delaney auf meinem Blogg kein Unbekannter ist. Ich mag seine Ideen, seine Art und Weise diese auf stimmige und manchmal auch verwirrende Art und Weise umzusetzen. Nun habe ich sein aktuellstes Werk “Die Fremde in meinem Haus” auch endlich beenden können…

Draußen wird es immer kühler und die Möglichkeiten sich wieder mit einem guten Buch, Zuhause einzukuscheln ergeben sich wie von selbst. Da ich momentan leider wirklich wenig Thriller finde, die mich ansprechen war ich sehr Glücklich noch ein Buch von einem meiner Lieblingsautoren hier stehen zu haben. Und es hat mich wirklich gleich wieder gecatcht. Der flüssige Schreibstil, die verschiedenen Perspektiven, der reibungslose Einstieg in die Geschichte ist hervorragend gelungen. Abwechselnd lese ich hier aus der Sicht von Susie, Ehemann Gabe und Tochter Anna geborene Sky. Dabei hat mir wohl die Sicht aus Sky’s Perspektive mit am besten Gefallen. Was wahrscheinlich mit ihren Gedanken und Handlungen zu tun gehabt hat.

Sehr schnell wird klar, worum es geht: Susie wurde jung schwanger und hat ihr Kind zur Adoption freigegeben. Jahre später lernt sie Gabe kennen, der sich schnell in Susie verliebt und sie Heiraten. Sky, Susies zur Adoption freigegebene Tochter kontaktiert Susie und sucht den Kontakt. Endlich hat Susie die Chance ihr Handeln wiedergutzumachen. Auch wenn sie Gabe bis heute nicht ihr eigentlich düsteres Geheimnis offenbart hat. Und auch Gabe besitzt Leichen im Keller. Doch zur Not kann Sky dort helfen… Als Leser habe ich schnell gemerkt das einiges mehr im Argen liegt und es sich selbstverständlich nicht um ein “rührendes Familien Comeback” handelt. Im Gegenteil. JP Delaney schafft es wirklich einen riesigen Komplett aufzubauen und mich als Leser jede Tat auf die Goldwaage legen zu lassen.

Dabei ist auch der Aufbau der Charaktere wirklich wichtig. Wie bereits geschrieben, darf ich aus allen Sichten lesen und bekomme so die verschiedensten Informationen und Gedanken der Charaktere mit. Ich empfand Susie als zu Nachgiebig gegenüber Sky in vielen Situationen, konnte aber nachvollziehen, warum sie eben so handelt. Gabe hingegen hatte in meinen Augen die Weitsicht und den vernünftigeren Part übernommen, der ein guter Ausgleich zu Susie bot. Sky hingegen… ihre Seite zu lesen war teilweise heftig, vor allem wenn ich mir vor Augen gehalten habe, das sie erst 15-Jahre jung ist. Es war verstörend und zeitgleich genau der Catch, der mich immer weiter hat lesen lassen. Weil ich unbedingt erfahren wollte, wie alles endet.

 

Mein abschließendes Fazit

Wie seine Bücher davor hat JP Delaney mich wieder faszinieren können. In einem Rutsch hatte ich das Buch aufgrund der Spannung beenden können. Zugegeben war auch hier die Hauptthematik der Adoption eher eine, bei der ich mir unsicher war, ob er mich begeistern könne. Spoiler-Alarm: Es ist ihm gelungen. Ich mochte den Aufbau und wieder Mal die Möglichkeit aus so vielen Perspektiven lesen zu können. Die verschiedenen Szenarien unterschiedlich mitzubekommen. Selbst die verschiedenen Szenarien in denen vor allem verschiedene Ämter, oder Polizeireviere thematisiert wurden, waren in keinster Art und Weise langweilig oder trocken. Das Ende fand ich stimmig und passend. Vielleicht sogar ein wenig zu sehr. In meinen Augen wurden alle wichtigen Punkte abgearbeitet und vollendet, weswegen ich mir vielleicht gerade deshalb, noch so eine komplett andere Wendung, wenn auch nur als Sidekick, gewünscht hätte.

 

“Sie kann nicht dagegen an. Das ist Teil ihrer Störungen.” “Und unser Leben wird sie zerstören, wenn wir ihr nicht Einhalt gebieten.” S. 277

 

Von mir bekommt "Die Fremde in meinem Haus" von JP Delaney 

4/5 Sternen!

 

Weitere Rezensionen zu Die Fremde in meinem Haus bei:

Juliteratur

Lenisveasbücherwelt

Nadys Bücherwelt

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Das Leben meiner Schwester von David Foenkinos [Rezensionsexemplar] https://calipa.de/2024/05/06/das-leben-meiner-schwester-von-david-foenkinos-rezensionsexemplar/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-leben-meiner-schwester-von-david-foenkinos-rezensionsexemplar https://calipa.de/2024/05/06/das-leben-meiner-schwester-von-david-foenkinos-rezensionsexemplar/#comments Mon, 06 May 2024 07:27:15 +0000 https://calipa.de/?p=5270 Die Hochzeit ist schon geplant, da bricht über Nacht für die sensible Lehrerin Mathilde die Welt zusammen. Ihr Freund Etienne hat beschlossen, sie zu verlassen. Waren alle Versprechen Lügen, war die gemeinsame Zeit nur Illusion? Mathilde ist zutiefst verletzt. Erst als ihre Schwester Agathe sie bei sich in ihrer Wohnung aufnimmt, findet Mathilde langsam wieder zu sich selbst: Da ist Lili, ihre süße Nichte, mit der sie spielt, und da ist Frédéric, Agathes liebevoller, verlässlicher Ehemann, mit dem sie angeregt diskutiert. Doch zugleich beginnt Neid an ihr zu nagen, stetig und gnadenlos. Hat es Agathe wirklich verdient, all das zu haben, was sich Mathilde immer gewünscht hat? Mathilde sieht die Welt plötzlich wie in einem Zerrspiegel – mit fatalen Folgen ....

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“Mathilde sinnierte über diese Redensart: im siebten Himmel schweben. Und wenn man eines Tages abstürzt?” S. 29

 

ACHTUNG!
“Das Leben meiner Schwester” habe ich als Rezensionsexemplar von dem Bloggerportal zugesendet bekommen! Meine Meinung ist davon jedoch nicht beeinflusst oder verfälscht und beinhaltet ausschließlich meine persönliche Meinung und meinen persönlichen Geschmack! Vielen Dank noch einmal an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

 

Inhaltsangabe

Die Hochzeit ist schon geplant, da bricht über Nacht für die sensible Lehrerin Mathilde die Welt zusammen. Ihr Freund Etienne hat beschlossen, sie zu verlassen. Waren alle Versprechen Lügen, war die gemeinsame Zeit nur Illusion? Mathilde ist zutiefst verletzt. Erst als ihre Schwester Agathe sie bei sich in ihrer Wohnung aufnimmt, findet Mathilde langsam wieder zu sich selbst: Da ist Lili, ihre süße Nichte, mit der sie spielt, und da ist Frédéric, Agathes liebevoller, verlässlicher Ehemann, mit dem sie angeregt diskutiert. Doch zugleich beginnt Neid an ihr zu nagen, stetig und gnadenlos. Hat es Agathe wirklich verdient, all das zu haben, was sich Mathilde immer gewünscht hat? Mathilde sieht die Welt plötzlich wie in einem Zerrspiegel – mit fatalen Folgen ….

 

Eigene Meinung

Die Leseprobe hatte mich schon sehr angesprochen, weswegen ich mich sehr gefreut habe, dass meine Bewerbung auf dieses Rezensionsexemplar positiv ausgefallen ist…

Das Erste, was mir recht schnell auffiel, waren die kurzen, knappen Kapitel. Ich bin wahrlich durch dieses Buch geflogen, dass zusätzlich auf zwei Teile aufgeteilt wurde plus dem Epilog. Autor David Foenkinos bringt mir Mathildes Situation nahe und den Schmerz, den eine Trennung zu einem Menschen, den man liebt, mit sich bringt. Dabei auffällig werden vor allem detaillierte Charakterbeschreibungen oder Szenerie Beschreibungen weggelassen. Das ganze Buch über hatte ich kein richtiges „Bild“ der Charaktere vor meinem inneren Auge, da diese einfach weggelassen werden. Witzigerweise, hat es der Geschichte an sich gar keinen Abbruch getan, auch wenn es für mich einfach befremdlich war zu lesen.

Das Buch ist aus der Erzähl-Perspektive geschrieben und beschäftigt sich größtenteils mit der Sicht von Protagonistin Mathilde. Ich bekomme damit einen sehr schnellen Wandel der Charakterzüge von Mathilde mit, geschuldet durch die Trennung zu ihrem Freund Etienne. Sehr glücklich schätzt sie sich, dass sie Zuflucht bei ihrer Schwester Agathe finden kann, auch wenn der Weg zu ihrer Schwester schwierig ist, da sie Hilfe annehmen muss. Besonders schwierig empfand ich das Verhalten von der Therapeutin, die Mathildes Nachbarin ist. Es hatte auf mich den Eindruck, das man mit den richtigen Pillen, die Menschen schnellstmöglich ruhig stellen kann, und das, dass Rezeptbuch sehr schnell gezückt wird. Ich empfand die Darstellung von der Therapeutin sehr schlecht und unrealistisch.

Foenkinos ließ mich auch hier und da, in kurzen Abschnitten, aus den Sichten der anderen Charaktere lesen. Verschiedene Gedanken gegenüber Mathilde, oder der eigenen Situation des Charakters wirken dabei aber eher füllen oder unausgereift. Nur Mathilde selbst hatte auf mich den Eindruck, ein wirklich „fertiger“ Charakter zu sein. Allgemein fühlte sich das Buch an einigen Stellen unvollständig an. Der Plott ist recht vorhersehbar und irgendwie sehr emotionslos. Das ist, glaube ich, aber eher den recht „Schattenhaften“ Charakteren zuzuschreiben.

Immer wieder habe ich auch Randnotizen, die vielleicht ein Stilmittel des Autors sind. Denn diese Randnotizen sind für mich Sätze oder Erklärungen, die ohne Umschweife in den dazugehörigen Absatz hereingepasst hätten. Dennoch konnte ich die Geschwister, doch ein Stück weit nachvollziehen, also ihre Ansichten und Denkweisen, wenn auch auf nicht so einer Extreme.

 

Mein abschließendes Fazit

David Foenkinos hat in „Das Leben meiner Schwester“ eine kurze, wenn auch prägnante Geschichte erschaffen, in dessen Mathilde versucht über ihren Trennungsschmerz hinwegzukommen. Das völlige Weglassen von Charakter- und Szenerie Beschreibungen, fällt dabei weniger ins Gewicht. Höchstens, wenn es zum Plott kommt. Dieser war für mich zwar vorhersehbar, aber nicht intensiv, da ich die Charaktere einfach nur sehr „angekratzt“ kennenlerne. Sehr gestört hat mich die Darstellung der therapeutischen Nachbarin von Mathilde. Ich hätte mir den Umgang der beiden miteinander, gerne anders gewünscht, oder es hätte dann auch weggelassen werden können, meiner Meinung nach. „Das Leben meiner Schwester“ ähnelte einem Drama, mit eins zwei Spannungsmomenten, die vielleicht, mit einer detaillierten Beschreibung, intensiver hätte werden können. Durch die Schnelligkeit des Buches und die kurzen Kapitel bin ich schnell durchgekommen, für Leute die vielleicht mal in psychologische Thriller reinschnuppern möchten, wäre das Buch sicherlich ein guter Start.

“Ja, das Schweigen würde ihre Wunden heilen. Der Prozess konnte Jahre oder Jahrhunderte dauern, doch eines Tages würde sich ihr Herz wieder öffnen.” S. 131

Von mir bekommt "Das Leben meiner Schwester" von David Foenkinos 

3/5 Sternen!

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If we were Villains von M.L. Rio [Buchrezension] https://calipa.de/2023/11/05/if-we-were-villians-von-m-l-rio-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=if-we-were-villians-von-m-l-rio-buchrezension https://calipa.de/2023/11/05/if-we-were-villians-von-m-l-rio-buchrezension/#comments Sun, 05 Nov 2023 16:14:56 +0000 https://calipa.de/?p=4843 Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Rollen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter ihre Rollen wahren?

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“Diese Wucht der Gefühle wurde so übermächtig, dass wir darunter ins Taumeln gerieten wie Atlas unter dem Gewicht der Welt.” S. 322

 

Inhaltsangabe

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Rollen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter ihre Rollen wahren?

 

Eigene Meinung

Als ich das Cover sah, habe ich sofort an ein Drama gedacht. An etwas düsteres, und zugleich trauriges. Etwas das weh tut. Autorin M.L. Rio sollte mir alles von dem liefern…

Das ganze Buch ist wie ein Theaterstück aufgezogen. Ich lese durch die verschiedenen Akte und Szenen und selbst die Dialoge sind so aufgebaut. Gemischt mit den verschiedenen Szenen aus McBeth, Romeo und Julia oder auch Cäsar. Dabei lese ich aus der Ich- Perspektive von Oliver Marks. Er führt mich durch die Geschichte wie ein Erzähler, und während ich zu Beginn eines neuen Aktes aus seiner Jetzt Perspektive lese, und in seiner Erzählung in die Vergangenheit gehe, merke ich auch die Veränderung von Oliver die Autorin Rio super in Szene gesetzt hat. Auch die Spannung und diese Bedrückende Stimmung zwischen den sieben Freunden, wurde für mich extrem greifbar und gab dem Buch diese unfassbar atmosphärische, düstere Stimmung.

Die Geschichte fängt dabei sehr simpel, für mich tatsächlich auch etwas kompliziert, weil mir nicht bewusst war, wie der Schreibstil der Autorin ist, und wie sie das Buch aufbaut und wie viele Charaktere hier eigentlich auftauchen. Tatsächlich, hatte ich diese anfänglichen Problematiken aber wirklich schnell zurück gelassen. Denn um so weiter ich in der Geschichte voranschritt, umso mehr waren die Charaktere vor meinem inneren Auge. Sie nahmen Gestalt an. Sie ließen mich ein achtes Mitglied ihrer Gruppe werden. Die Brutalität, der Zwiespalt zwischen Freund Feind, werden dabei immer wichtiger, und die Grenzen fangen an zu verschwimmen.

Charakteristisch hat die Autorin hier großartiges ge- und erschaffen. Jeder der Charaktere, die ich durch Oliver kennenlerne ist so individuell und erschafft, wie bereits von mir erwähnt, sofort ein Bild von sich in meinem Kopf. Es war unglaublich wie nahe ich in der Geschichte zu den Charakteren Verbindungen aufgebaut habe. Und wen ich vielleicht, schlussendlich auch komplett falsch eingeschätzt habe. Gerade der Switch zwischen Vergangenheit und Gegenwart von Oliver hat es mir sehr angetan. Man merkt ihm die zehn Jahre in der Gegenwart an, und ich hatte das Gefühl das er irgendwie jeden Charakter der Freunde, irgendwie in sich trug.

 

Mein abschließendes Fazit

Düster, kalt, brutal. Zeitgleich so poetisch, charismatisch und witzig. Ich habe dieses Buch auf jeder Seite verschlungen und genossen. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr extrem und vor allem die Aufteilung des Buches. Gerade Protagonist Oliver ist ein Charakter, durch den es mir sehr einfach fiel, in die Geschichte einzutauchen. Vielleicht weil die Autorin ihm so eine starke Anpassungsfähigkeit gegeben hat. Vielleicht, weil ich die Entwicklung teils mochte, teils verstehen, und teils gehasst habe. M.L. Rio hat mir die Möglichkeit in der Geschichte gegeben, selbst ein Teil dieser Freundschaftsgruppe zu werden. Zugegeben, die Anfänge waren ungewohnt, gerade die Masse an Charakteren hat mich etwas abgeschreckt, aber jeder dieser Charaktere nahm über die Geschichte, ein eigenes Bild an. Ich für meinen Teil möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen, und zähle  If we were Villian auf jeden Fall zu einem Jahreshighlight.

“Wir spielen stets nur fünfzig Prozent unserer Rolle. Der Rest sind wir selbst, und wir fürchten uns davor, den Menschen zu zeigen, wer wir wirklich sind.” S.  40

Von mir bekommt "If we were Villians" von M.L. Rio 

5/5 Sternen!

 

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Zwei Herzen unter acht Millionen von Kate Spencer [Buchrezension/Rezensionsexemplar] https://calipa.de/2022/06/16/zwei-herzen-unter-acht-millionen-von-kate-spencer-buchrezension-rezensionsexemplar/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=zwei-herzen-unter-acht-millionen-von-kate-spencer-buchrezension-rezensionsexemplar https://calipa.de/2022/06/16/zwei-herzen-unter-acht-millionen-von-kate-spencer-buchrezension-rezensionsexemplar/#respond Thu, 16 Jun 2022 10:46:04 +0000 https://calipa.de/?p=4101 “Ich lachte weiter und hoffte, dass keine von ihnen die Wahrheit dahinter entdecken würde: nämlich, dass ich eine scheißangst hatte angesichts von all dem, was in meinem Leben gerade passierte.” S. 191   ACHTUNG! “Zwei Herzen unter acht Millionen” habe ich als Rezensionsexemplar von dem Bloggerportal zugesendet bekommen. Meine Meinung ist davon jedoch nicht beeinflusst […]

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“Ich lachte weiter und hoffte, dass keine von ihnen die Wahrheit dahinter entdecken würde: nämlich, dass ich eine scheißangst hatte angesichts von all dem, was in meinem Leben gerade passierte.” S. 191

 

ACHTUNG!
“Zwei Herzen unter acht Millionen” habe ich als Rezensionsexemplar von dem Bloggerportal zugesendet bekommen. Meine Meinung ist davon jedoch nicht beeinflusst oder verfälscht und beinhaltet ausschließlich meine persönliche Meinung und meinen persönlichen Geschmack! Vielen Dank noch einmal an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

 

Inhaltsangabe

Es ist nur einer dieser New Yorker Momente: Die verrücktesten Dinge geschehen, aber wenige Minuten später ist es, als wären sie nie passiert. So redet sich Einrichtungsdesignerin Fran die peinlichste Szene am schrecklichsten Tag ihres Lebens schön. Dabei sieht sie den Moment noch genau vor sich: Wie sie frisch gefeuert und schwitzend in die überfüllte U-Bahn sprintet, ihr Kleid in der Tür einklemmt, es am Rücken aufreißt, und ihr ein attraktiver Fremder sein rettendes Gucci-Sakko um die Schultern legt – um zu verhindern, dass sie ganz New York ihre Unterwäsche präsentiert. Als Fran wenig später online ein Video von der Begegnung mit ihrem geheimnisvollen Retter entdeckt, das angeblich den Beginn einer echten Lovestory zeigt, möchte sie noch weiter im Erdboden versinken. Zum Glück ist das Schöne am Leben in einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern, dass man sich sowieso nie wiedersehen wird. Oder?

Eigene Meinung

Ich hatte mich sehr gefreut als ich die Zusage für das Rezensionsexemplar von “Zwei Herzen unter acht Millionen” bekommen hatte. Ehrlich gesagt fand ich den Klappentext so witzig und hatte mir genau das erhofft, was auch letztendlich eingetreten ist!

Der Schreibstil von Kate Spencer ist sehr flüssig, und vor allem ist mir sehr ihr Humor aufgefallen. Es sind hier und da ein paar witzige Sprüche, eine menge Sarkasmus und viele kleinere Gesten und Geschehnisse die mich als Leser sehr zum lachen gebracht haben. Wirklich lachen! Abwechselnd lesen wir hier aus den Ich -Sichten von Fran und von Hayes. Es wird sehr süß geschrieben, hier und da gehen Details verloren und man merkt stark das der Fokus hier wirklich auf der Geschichte liegt. Mehr Details kommen erst bei Frans beruflichen Aspekten ins Spiel.

Während des Lesens, hatte ich immer eine süße und witzige Liebesverfilmung vor Augen. Dieses ganze Buch schreit nach genau so einer Verfilmung. So ein Netflix Original. Nein die Geschichte ist nicht unbedingt Der neue Shit aber es ist irgendwie so plastisch (trotz mangelnder Details) das ich wirklich einen Film vor Augen hatte. Wo man eigentlich genau weiß, wie er endet, und man dennoch ein bisschen mit fiebert und zum Schluss in einem wohliger Seufzer Ohhh seuselt. Es ist ein sehr typisches Hin und Her aber es ist so wunderbar Stressfrei. Natürlich gibt es wirklich Aua Momente aber trotzdem ist es an sich eine Geschichte die wirklich zum genießen am Strand oder so sich perfekt eignet.

Charaktere gibt es hier einige, und jeder von ihnen ist besonders und vor allem sehr charmant. Ich mochte die Freundinnen von Fran sehr Cleo und Lola. Gerade Lola habe ich in Gedanken sehr oft geknuddelt. Aber auch die Freunde von Hayes sind wirklich Schätze und eigentlich genau diese Art Wahlfamilie  die sich wohl jeder in seinem Freundeskreis zurechtgesucht hat. Oder es zumindest tun sollte. Die Protagonisten Hayes und Fran sind dabei sehr unterschiedlich. Fran hat es mir sofort angetan durch ihre leicht tollpatschige aber um so liebenswürdigeren Art. Hayes war auch ein guter Charakter aber immer etwas zurückhaltender und hat sich weniger getraut.

 

Mein abschließendes Fazit

Die Autorin Kate Spencer hat hier wirklich ein sehr süßes und witziges Buch mit “Zwei Herzen unter acht Millionen” erschaffen. Besonders gefallen hat mir der Charakter Fran und ihre Sicht auf die Dinge die trotz allem, meist sehr positiv waren. Allgemein das es sehr wenig Drama gab, war auch nach langer Zeit eine positive Änderung bei mir. Es ist schon ein Wohlfühl- Buch das man sich mal ohne große Taschentuch Box zu Genüge ziehen kann.

Immer wieder hatte eine kleine Liebeskomödie vor Augen. Ein typischen Netflix Original  was man mit einem leckeren Eisbecher Abends auf der Couch genießen kann. Das Buch hat sehr viele, typische Romance Elemente, natürlich ist es auch immer schwer das Rad neu zu erfinden. Allerdings hat die Autorin hier mit viel Witz und Charme gegengesteuert und ich konnte wirklich sehr oft auflachen. Leider hat mir aber ein wenig der Tiefgang gefehlt, was aber eher an meinen Lesegeschmack liegt als an dem Buch! Die Geschichte war trotzdem sehr süß und für nebenbei auf jeden Fall mal etwas leichtes!

“Ich fühlte mich, als wäre ich von jemanden abserviert wurden, von dem ich eigentlich erwartet hätte, er würde auf die Knie gehen und mir einen Heiratsantrag machen.” S. 9

 

Von mir bekommt "Zwei Herzen unter acht Millionen" von Kate Spencer 

3/5 Sternen!

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Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du von Claire Douglas [Buddy-Read Rezension] https://calipa.de/2022/05/18/beste-freundin-niemand-luegt-so-gut-wie-du-von-claire-douglas-buddy-read-rezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=beste-freundin-niemand-luegt-so-gut-wie-du-von-claire-douglas-buddy-read-rezension https://calipa.de/2022/05/18/beste-freundin-niemand-luegt-so-gut-wie-du-von-claire-douglas-buddy-read-rezension/#respond Wed, 18 May 2022 10:05:20 +0000 https://calipa.de/?p=3983 Als Kinder waren Jess und Heather die allerbesten Freundinnen. Sie teilten alles miteinander. Bis ein einziger Tag ihre Freundschaft unwiderruflich zerstörte. Jahre später kehrt Jess in ihre idyllische Heimatstadt an der Küste Englands zurück. Dort soll sie die Berichterstattung zu einem brutalen Doppelmord übernehmen. Doch als Jess erfährt, dass Heather die Hauptverdächtige ist, ist sie fassungslos. Kann ihre beste Freundin von damals eine eiskalte Mörderin sein? Jess beginnt zu recherchieren und stellt mit Grauen fest, dass alle Hinweise zu dem Tag führen, den sie für immer aus ihrem Leben streichen wollte. Der Tag, an dem Heathers Schwester spurlos verschwand und sie alle ins Unglück stürzte …

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“Ich muss ihr erzählen, was passiert ist und warum, bevor es zu spät ist. Aber ich kann mich nicht rühren, ich kann nicht sprechen. Ich kann nicht sprechen. Fühlt es sich so an zu sterben?” S. 96

 

Inhaltsangabe

Als Kinder waren Jess und Heather die allerbesten Freundinnen. Sie teilten alles miteinander. Bis ein einziger Tag ihre Freundschaft unwiderruflich zerstörte. Jahre später kehrt Jess in ihre idyllische Heimatstadt an der Küste Englands zurück. Dort soll sie die Berichterstattung zu einem brutalen Doppelmord übernehmen. Doch als Jess erfährt, dass Heather die Hauptverdächtige ist, ist sie fassungslos. Kann ihre beste Freundin von damals eine eiskalte Mörderin sein? Jess beginnt zu recherchieren und stellt mit Grauen fest, dass alle Hinweise zu dem Tag führen, den sie für immer aus ihrem Leben streichen wollte. Der Tag, an dem Heathers Schwester spurlos verschwand und sie alle ins Unglück stürzte …

 

Eigene Meinung

Meine Freundin und ich waren nach Stephen King auf der Suche nach etwas neuem. Das Buch “Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du” von Autorin Claire Douglas passte einfach gerade sehr genau, weswegen meine Freundin sich das Buch auch prompt kaufte und wir gemeinsam in diesen Thriller einsteigen konnten.

Der Schreibstil von Claire Douglas ist dabei etwas… anders. Ihre Sätze sind dabei teilweise ein wenig verschachtelt oder gehen in eine ganz andere Richtung als ich es als Leser dachte, weswegen ich ab und an aus dem Lesefluss raus kam. Meine Freundin und ich musste oft sehr konzentriert bei der Sache bleiben und der flüssig folgen zu können. Durch den Satzbau war es ab und an etwas schwierig. Abwechselnd wird aus der Sicht von Protagonistin Jess erzählt; aus ihrer Sicht lesen wir dann aus der “Ich”- Perspektive und aus der dritten Sicht von Margot, der Mutter von Heather und Jess besten Freundin. Ab und an werden auch Kapitel eingeschoben und schicken uns in die Vergangenheit um dort bestimmte Sachverhalte besser nachvollziehen zu können.

Auch gibt es hier und da einige kurze Gedanken von einer Person bei der man sich zu Anfang denke ich sehr sicher sein soll wer es ist, um am Ende vielleicht noch überrascht zu werden. Tatsache war das auch eines der wenigen Dinge, die mich überrascht haben. Aber dazu später mehr.

Recht schnell hatte ich das Gefühl in diesem Thriller von Claire Douglas, das sehr viele Thematiken bearbeitet werden. Entweder Zeitgleich, kurz nacheinander oder sehr viel später. Es geht um viele Geheimnisse und Vertrauensbrüche. Einige Thematiken wurden für mich dabei auch sehr langwierig. Die doch recht häufige Wiederholdung, ermüdete  mich ab einen gewissen Punkt. Zumal dieser Wiederholungen immer dann aufgegriffen wurden, wenn ein ganz anderer Schwerpunkt gerade spannend wurde, so mein Gefühl.  Und trotz der vielen verschiedenen Dinge die in “Beste Freundin” zeitgleich bearbeitet werden von den Charakteren, war für mich wenig überraschendes dabei.

Die Charaktere sind dabei sehr solide ausgearbeitet. Man erkennt auf jeden Fall individuelle Charaktere. Egal ob das Protagonistin Jess, oder auch Margot ist. Ich mochte die Charakterveränderung von Margot sehr gerne und das miterleben des Aufbrechens ihrer innerlichen Grenzen. Jess war für mich dabei eher immer etwas – ich kann es gar nicht richtig beschreiben aber – zweitrangig. Es ist mir selten passiert das ich so wenig Interesse an einer Protagonistin hatte. Sie war gar nicht schlecht, konnte mich aber auch irgendwie nicht erreichen. Ganz im Gegenteil zu Heather, die ich vom ersten Augenblick hervorragend beschrieben und getroffen fand.

Mein abschließendes Fazit

Auch wenn der Schreibstil von Claire Douglas beim ersten Mal etwas gewöhnungsbedürftig ist durch die leicht verschachtelten Sätze, weiß die Bestseller- Autorin auf jeden Fall Geschichten zu erschaffen. Der Wechsel zwischen verschiedenen Charakteren und dessen Sichten war interessant, teils aber leider auch etwas zehrend und wiederholend.

Die Geschichte an sich ist gut ausgearbeitet, trotz der vielen verschiedenen Baustellen die hier auf ein Mal in Angriff genommen werden. Gerne hätte ich weniger “kleine” Thematiken gehabt und mehr Augenmerk auf der Hauptgeschichte, auch wenn Autorin Douglas die Geschichte Mühelos und Problemlos aufgeklärt hat. Auch hier muss ich gestehen das mich das Ende nicht wirklich begeistert “WOW” keuchen ließ, aber ich muss halt auch sagen, das es schwer ist das Rad neu zu erfinden.

Claire Douglas ist eine gute Autorin, aber hat es für mich noch nicht komplett gereicht mich zu überzeugen. Mir fehlten hier und da einfach ein paar Momente die mich mehr catchen. Etwas was sich wirklich für mich zu einem Page Turne entwickelt. Trotzdem hat es mich und meine Freundin unterhalten und ich denke ich werde der Autorin noch eine Chance geben. Vielleicht war die Thematik einfach nicht unbedingt das richtige oder der Zeitpunkt.

“Heute brauchte ich niemanden, füge ich in Gedanken hinzu. Ich verlasse mich auf mich selbst.” S. 276

Von mir bekommt "Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du" von Claire Douglas 

3/5 Sternen!

 

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Du gehörst Uns von JP Delaney [Rezensionsexemplar] https://calipa.de/2021/09/13/du-gehoerst-uns-von-jp-delaney-buchrezension-rezensionsexemplar/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=du-gehoerst-uns-von-jp-delaney-buchrezension-rezensionsexemplar https://calipa.de/2021/09/13/du-gehoerst-uns-von-jp-delaney-buchrezension-rezensionsexemplar/#respond Mon, 13 Sep 2021 10:11:46 +0000 https://calipa.de/?p=3738 Es ist der Albtraum aller Eltern: Als Pete Riley eines Morgens die Tür öffnet, steht vor ihm ein Mann, der seinem zweijährigen Sohn Theo wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Was Miles Lambert ihm offenbart, bringt Petes Welt ins Wanken: Die Söhne der beiden Familien sind nach der Geburt vertauscht worden, Miles und seine Frau sind Theos biologische Eltern. Nach dem ersten Schock beschließen die beiden Paare, die Kinder nicht aus ihren Familien zu reißen. Sie wollen gemeinsam einen Weg finden, am Leben ihres jeweils leiblichen Sohnes teilzuhaben. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Familien unterschiedlicher nicht sein könnten. Pete traut der heilen Welt im Hause Lambert immer weniger. Dann bringt eine Klage gegen das Krankenhaus, in dem der Fehler passiert ist, Verstörendes ans Tageslicht …

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“Ich habe nichts Grundsätzliches gegen das Konzept einzuwenden, dass Liebe das Wichtigste ist und Familien nicht im Bauch, sondern im Herzen entstehen. Aber es gibt eben auch einen Ruf der Gene.” S. 73

 

ACHTUNG!
“Du gehörst Uns” habe ich als Rezensionsexemplar von dem Bloggerportal zugesendet bekommen. Meine Meinung ist davon jedoch nicht beeinflusst oder verfälscht und beinhaltet ausschließlich meine persönliche Meinung und meinen persönlichen Geschmack! Vielen Dank noch einmal an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

 

Inhaltsangabe

Es ist der Albtraum aller Eltern: Als Pete Riley eines Morgens die Tür öffnet, steht vor ihm ein Mann, der seinem zweijährigen Sohn Theo wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Was Miles Lambert ihm offenbart, bringt Petes Welt ins Wanken: Die Söhne der beiden Familien sind nach der Geburt vertauscht worden, Miles und seine Frau sind Theos biologische Eltern. Nach dem ersten Schock beschließen die beiden Paare, die Kinder nicht aus ihren Familien zu reißen. Sie wollen gemeinsam einen Weg finden, am Leben ihres jeweils leiblichen Sohnes teilzuhaben. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Familien unterschiedlicher nicht sein könnten. Pete traut der heilen Welt im Hause Lambert immer weniger. Dann bringt eine Klage gegen das Krankenhaus, in dem der Fehler passiert ist, Verstörendes ans Tageslicht …

 

Eigene Meinung

JP Delaney ist eindeutig einer meiner liebsten Thriller Autoren. Er schafft es durch clevere Schachzüge mich auf falsche Fährten zu locken. In seinem neusten Roman liest man aus den Ego- Perspektiven der Protagonisten Maddie und Pete. Dieses Elternpaar begleiten wir durch die Geschichte, durch die Hürden die sie sich stellen müssen und den Emotionalen Tiefgängen. Dabei wurde von dem Autor sehr gut darauf geachtet, das die Charaktere unterschiedlicher nicht sein könnten.

Maddie ist eine absolute Powerfrau. Sie kann sich durchsetzen, weiß sich zu behaupten und verliert in Stressigen Situationen auch nicht den Verstand. Ihr Partner Pete ist dabei eher das Emotionalere Part.

“Verabscheute sie mich nun? Widerte ich sie an? Ich hatte mich so sehr bemüht, der Mensch zu sein, den sie sich wünschte. Aber ich war es eben nie gewesen und würde es auch nie sein können. Ich war eine Täuschung, ein Betrug.” S. 285

Er übernimmt den größten Teil der Erziehung von seinem Sohne Theo während Maddie arbeitet. Schön finde ich es hier zu lesen, das es eben mal ein umgekehrter Fall ist. Das nicht die Frau zu Hause bleibt, sondern der Mann. Das fand ich sehr erfrischend.

Die Geschichte wird schnell voran getrieben, und dennoch lässt sie mir als Leser genügend Zeit in den verschiedenen Situationen hinter her zu kommen.

Erschreckend fand ich die Bürokratie… Fremde Menschen die einen Bewerten und Dinge aus dem Kontext reißen um einen gewissen Standpunkt zu untermauen und/oder zu belegen. Teilweise war ich so wütend darüber, was auf jeden Fall in meinen Augen für das Buch spricht.

 

Mein abschließendes Fazit

JP Delaney weiß mich mit seinen Thrillern zu begeistern. Um so mehr hatte ich mich über das Rezensionsexemplar zu seinem neusten Werk “Du gehörst Uns” gefreut.
Auch wenn ich erst dachte, das ich in der Thematik etwas Fehl am Platz wäre, hat es mich sofort begeistern können. Ich mochte die beiden so unterschiedlichen Protagonisten Pete und Maddie. Die Unterschiede dieser beiden Charaktere, ergaben ein wunderbares Zusammenspiel als Paar.

Leider hat es mich etwas gestört wie einfach es schlussendlich beendet wurde. Es kam mir zu simpel vor, vor allem nach den ganzen Schwierigkeiten und den hohen Puls den JP Delaney mir hier beschert hat, wurde es zu einfach beendet in meinen Augen.

Ich habe mit gefiebert und hatte dieses bedrückende Gefühl um so weiter ich im Buch voran schritt. Immer wieder hatte ich mit den Protagonisten sämtliche Verdächtige durchgekaut, und überlegt wer Täter und wer Opfer war. Außerdem kam ich nie zur Ruhe. Es war immer etwas los, ein Ereignis hat das nächste gejagt und hat mich wirklich nicht mir ruhigen Gewissen das nächste Kapitel ansteuern lassen, weil ich wusste, dort wartet der nächste Tiefschlag, Geheimnis oder Hiobsbotschaft.

“Ich will Pete natürlich vertrauen, aber leider weiß ich, dass auch gute Menschen böse Dinge tun können und dass Loyalität nicht unbedingt Offenheit bedeuten muss.” S. 331

Die Schnelligkeit die JP Delaney hier vorgibt ist angenehm und behilflich was den Spannungsbogen angeht. Die Bürokratie ist erschreckend, wenn es darum geht, Dinge aus Kontexten zu reißen um den Worten mehr Gewicht zu verleihen und damit eventuellen Begünstigungen zu erreichen. Auch das es hier nicht zu der typischen Rollen Verteilung gegriffen wurde, ist ein weiterer Pluspunkt.

“Glaubst du mir?”, fragt er.
“Natürlich”, sage ich, aber ich glaube, das bezweifeln wir beide.” S. 299

 

Von mir bekommt "Du gehörst Uns" von JP Delaney 

4/5 Sternen!

 

 

Der Beitrag Du gehörst Uns von JP Delaney [Rezensionsexemplar] erschien zuerst auf Calipa.

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