#droemerknaurlverlag Archive - Calipa https://calipa.de/tag/droemerknaurlverlag/ Im Herzen Leidenschaft Fri, 15 Apr 2022 10:05:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig [Hörbuchrezension] https://calipa.de/2022/04/15/die-mitternachtsbibliothek-von-matt-haig-hoerbuchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-mitternachtsbibliothek-von-matt-haig-hoerbuchrezension https://calipa.de/2022/04/15/die-mitternachtsbibliothek-von-matt-haig-hoerbuchrezension/#respond Fri, 15 Apr 2022 10:05:49 +0000 https://calipa.de/?p=3890 Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können.
Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?
Matt Haig ist ein zauberhafter Roman darüber gelungen, dass uns all die Entscheidungen, die wir bereuen, doch erst zu dem Menschen machen, der wir sind. Eine Hymne auf das Leben – auch auf das, das zwickt, das uns verzweifeln lässt und das doch das einzige ist, das zu uns gehört.

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Inhaltsangabe

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können.
Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?
Matt Haig ist ein zauberhafter Roman darüber gelungen, dass uns all die Entscheidungen, die wir bereuen, doch erst zu dem Menschen machen, der wir sind. Eine Hymne auf das Leben – auch auf das, das zwickt, das uns verzweifeln lässt und das doch das einzige ist, das zu uns gehört.

 

Eigene Meinung

Ich wusste am Anfang nicht, ob das Buch wirklich was für mich ist. Während die Buchcommunity sich spaltete und das Buch einige Zeit gar nicht mehr aus den Social-Medien weg zu denken war, konnte ich mich nicht dazu durchraffen. Zu groß war die Angst das dieses Thema mir zu extrem ist oder das Buch einfach die geschaffenen Ansprüche nicht erreichen kann.

Davon ist aber nichts eingetreten. Als ich bei Bookbeats das Buch sah, habe ich es angemacht und war in der Geschichte sofort drin. Protagonisten Nora fand ich interessant und konnte einige Punkte sehr gut nachvollziehen. Auch wenn ich noch nie in meinem Leben an Suizid gedacht habe, kann ich Menschen im allgemeinen aber verstehen, wenn sie es tun (klingt das komisch?) Gerade in der heutigen Zeit in der alles schneller, lauter, weiter gebracht werden muss und das binnen kürzester Zeit, steigt der Leistungsdruck. Wahrscheinlich war dieser sogar nie höher als in der heutigen Zeit.

Wir begleiten Nora durch ihr Leben. Oder durch ihre vielen Leben. In der Mitternachtsbibliothek, die unheimlich gruselig und zeitgleich so fantastisch und gemütlich beschrieben wird, konnte ich mich als Leser gleich wohl fühlen. Autor Matt Haig hat mich zum nachdenken angeregt. Zeitgleich rüttelt er mit dem Buch auf und zeigt – finde ich – verpackt in einer wirklich schönen Geschichte, das jedes Leben, lebenswert ist. Das alles irgendwie so sein muss, sollte und zeitgleich sein könnte. Und das schafft er ohne die Benutzung von flachen Attitüden oder schmalzig verpackten Zitaten.

 

Sprachliche Umsetzung

Vertont wurde “Die Mitternachtsbibliothek” von Annette Frier. Interessant das ich mir nicht sicher war, ob ich Annette Frier bis zum Ende stimmlich durchhalte. Aber tatsächlich habe ich mich sehr schnell an ihre Stimme gewöhnt und fand sogar, das sie männlichen Charakteren fast besser eine Stimme geliehen hat, als Protagonistin Nora selbst. Sie hat nichts schrilles oder hohes in der Stimme, was es mir auch ermöglichte mit Kopfschmerzen ihrer Stimme zuzuhören und dabei problemlos der Geschichte zu folgen.

 

Mein abschließendes Fazit

Ein Buch das mich zu Anfangs wegen des Hypes und auch ein wenig wegen der Thematik abgeschreckt hat. Total zu unrecht. Es wird (in meinen Augen) dem Hype sehr gerecht. Autor Matt Haig spricht hier durchaus ein Tabu- Thema an. Natürlich ist das eine Thematik mit der man sich nicht wohlfühlt. Man möchte nicht unbedingt über Suizid lesen. Doch wenn man bereit ist diesem Buch eine Chance zu geben, wird man nicht enttäuscht.

Protagonistin Nora wurde mir Stück für Stück sympathischer. Ich habe ihre Probleme verstehen beziehungsweise nachvollziehen können. “Die Mitternachtsbibliothek” ist sehr offen und zeigt eben nicht nur die “schönen” Seiten des Lebens auf. Im Gegenteil. Denn davon lebt dieses Buch. Auch motiviert dieses Buch und öffnet vielleicht dem einen oder anderen sogar die Augen. Ich werde Nora sicherlich noch einmal begleiten durch ihre Leben, die Reise war es mehr als Wert.

 

Von mir bekommt "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig 

4/5 Sternen!

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Der Insasse von Sebastian Fitzek [Buchrezension] https://calipa.de/2020/06/18/der-insasse-von-sebastian-fitzek-buchrezension/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-insasse-von-sebastian-fitzek-buchrezension https://calipa.de/2020/06/18/der-insasse-von-sebastian-fitzek-buchrezension/#respond Thu, 18 Jun 2020 18:45:07 +0000 http://calipa.de/?p=3250 Patrick Winter? Genie? Till war alles Recht, solange er neue Anhaltspunkte über das Verschwinden seines Sohnes erhält. Auch wenn das bedeutete, das er selbst dafür eine andere Indentität annehmen muss, und sich in die Psychiatrie begeben muss. Er weiß, das der Plan komplett verrückt ist. Doch er ist fest entschlossen herrauszufinden was mit seinem Sohn passiert, koste es auch das letzten Fünkchen Verstand.

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Patrick Winter? Genie? Till war alles Recht, solange er neue Anhaltspunkte über das Verschwinden seines Sohnes erhält. Auch wenn das bedeutete, das er selbst dafür eine andere Indentität annehmen muss, und sich in die Psychiatrie begeben muss. Er weiß, das der Plan komplett verrückt ist. Doch er ist fest entschlossen herrauszufinden was mit seinem Sohn passiert, koste es auch das letzten Fünkchen Verstand.

 

Der erste Satz

“Wieso ist es hier so kühl?”

 

Schreibstil

“Der Insasse” war das erste Buch das ich von dem bekannten Thriller Autor Sebastian Fitzek gelesen habe. Sein Schreibstil ist sehr detailliert, dabei kurz fassend und auch bündig. Er ließ mich sofort in die “Kranke” Welt seiner neuen Geschichte einsteigen. Die Charaktere wirken authentisch, die Geschichte bis zum Schluss ausgeklügelt und folgt einem roten Faden. Mir kam es nicht einmal vor, das es in einer Stelle im Buch so “Füllseiten” kam. Alles brachte mich als Leser, näher an das Endergebnis heran.

Der detaillierte Schreibstil brach auch nicht bei brutalen Szenen ab, oder wurden gekünstelt verschönert um sie nicht so “grausam” wirken zu lassen. Sebastian Fitzek scheint zu wissen das seine Leser das wohl abkönnen, oder es lernen abzukönnen. Er schreibt sehr Selbstsicher, und weiß, wie er mich in seinem Buch intelligent und gekonnt verstricken kann. Das Ende hat mich gecatcht und nicht in einem Meer von tausend offenen Fragen, rastlos schwimmen lassen

 

Mein Fazit zu Der Insasse von Sebastian Fitzek

Das Buch baut Spannung auf, lässt uns teilhaben an der Grausamen und total verstrickten Geschichte, ohne selbst einen Knoten im Kopf zu bekommen. Es wird alles plausibel aufgelöst und hat den für mich sehr geliebten, WOW Effekt erzielt. Die Möglichkeit immer mal wieder durch die Augen eines anderen Charakters zu lesen, lenkt nicht von der eigentlichen Story ab, sondern verhilft viel mehr, weiter hinab zu tauchen. In “Der Insasse” wurde vom Gefühl her, ein großer Punkt auf den wichtigen “Wendepunkt” gelegt, der, der dem Leser zeigte, das er selbst auf der falschen Fährte war. Und das wurde auch super umgesetzt.

Aber, leider konnte es mich nicht gänzlich überzeugen. Ich war sehr gut Unterhalten, habe mitgefiebert, war von dem Wendepunkt sehr begeistert, aber auch ein Stück weit enttäuscht. Hätte ich mir persönlich einen größeren “Knalleffekt” gewünscht und das skurrile ist, das ich nicht einmal sagen könnte, wie oder ob es überhaupt größer, überragender gegangen wäre. Was für mich hätte passieren müssen, das ich es als absolut perfekt empfunden hätte. Ich mochte das Buch, und ich mochte auch die Thematik. Ein weiteres Buch von Sebastian Fitzek muss wohl bei mir einziehen, um mich endgültig zu überzeugen. 🙂

 

“In der Waagschale des Todes lag ein trauergenährtes Schmerzgewicht aus Blut und Blei. In der Schale des Lebens nur eine zerknickte Feder des Glücks.” S. 189

Von mir bekommt "Der Insasse" von Sebastian Fitzek 

4/5 Sternen!

 

Inhalt

Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt Guido T., der im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie einsitzt, auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max’ Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.
Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mord-Kommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängnis-Krankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

 

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