God of Wrath Bd. 3 von Rina Kent [Dark Romance]

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Was ich über Jeremy Volkov gelernt habe, dann, dass man ihm besser aus dem Weg geht. Ihn meidet. Die Richtung ändert, wenn man ihn kommen sieht. S. 80

 

!Achtung! 

“God of Wrath” ist ein Dark Romance Roman und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen! Es handelt sich hier um den dritten Teil der “Legacy of God ” Reihe. Die Bücher können aber unabhängig von einander gelesen werden.

 

Inhaltsangabe

Der Teufel hat mich gefangen. Mit seinen grauen Augen hält er mich in seinem Bann. Mit seinen Händen, deren Berührung mich erbeben lässt, packt er mich fest. Dabei fing es mit einem harmlosen Fehler an. Ein Versehen. Unschuldig und ungeplant. Und dann kam die Hölle. Ich hatte niemals vor, mich ausgerechnet auf einen Mafia-Prinzen einzulassen.
Aber alle Mauern und Barrieren, die ich so sorgsam um mich errichtet habe, konnten ihn nicht aufhalten. Aus dem Schatten heraus hat er mich beobachtet und mich aus dem Leben, wie ich es kannte, gerissen. Jeremy Volkov ist charmant, attraktiv – doch unter der Oberfläche lauert ein tödliches Raubtier. Er ist getrieben davon, zu besitzen, zu halten – mich zu behalten. Aber ich will nichts mit seiner blutrünstigen Welt zu tun haben. Ich will nicht in diese Finsternis reingezogen werden. Und doch treibt mich diese verbotene Anziehung immer weiter …

 

Eigene Meinung

Vor Ewigkeiten angefangen und endlich beendet (und selbstverständlich viel zu lange damit gewartet …): God of Wrath von Rina Kent ist der dritte Teil der Legacy of God-Reihe. Ich war teilweise bereit für das, was mich erwarten würde – und gleichzeitig werde ich vermutlich nie wirklich bereit für Rina Kents Bücher sein …

Wie schon in God of Malice oder God of Pain lese ich auch in God of Wrath wieder aus der Sicht der beiden Protagonisten – Jeremy und Cecily – sowie zusätzlich ein Kapitel aus Perspektive ihrer Väter. Wer bereits meine Rezensionen zu den vorherigen Bänden gelesen hat, weiß, wie sehr ich gerade diese Vater-Sicht mochte.
Die Protagonisten sind mir bereits aus Band eins und zwei bekannt. Allgemein spielen die Charaktere der Reihe immer wieder kleinere oder größere Rollen in den einzelnen Büchern. Lediglich die Elternkonstellationen wechseln – was auch wirklich anders wild wäre, wenn nicht. Allerdings gibt es auch dort Verbindungen, Freundschaften und Überschneidungen, die man bereits aus vorherigen Teilen kennt.

Ihr merkt schon: Alles ist miteinander verstrickt, bleibt aber dennoch so aufgebaut, dass die Bücher grundsätzlich unabhängig voneinander lesbar sind. Lediglich bei den Paar-Konstellationen könnte man sich meiner Meinung nach spoilern.
Rina Kent bleibt sich auch hier ihrem Schreibstil treu: flüssig, leicht verständlich, direkt und ohne Verniedlichungen (abgesehen vielleicht von den Spitznamen der Protagonisten untereinander). Ich mag besonders das langsame Annähern der Figuren und wie der Freundeskreis immer Teil dieser kleinen, abgeschotteten Welt bleibt.

Denn genau dort lebt Cecily schon seit langer Zeit. Auch wenn sie gerne Zeit mit ihren Freundinnen verbringt, trägt sie mehr als nur ein Geheimnis mit sich. Ausgerechnet Jeremy Volkov scheint mindestens eines davon zu kennen.
Jeremy ist nicht nur der große Bruder ihrer Freundin Annika, sondern auch Mafia-Prinz – und jemand, der Probleme bevorzugt mit den Fäusten löst. Vor allem aber ist er der Einzige, der Cecilys Geheimnisse wirklich gefährlich werden kann. Dabei hatte sie eigentlich gehofft, im Club jemand ganz anderen zu finden.

Und Jeremy?
Der hätte ebenfalls nie damit gerechnet, dass sich die zurückhaltende und scheinbar prüde Cecily so tief in sein Leben schleicht. Vor allem nicht, weil er überzeugt ist, dass ihr Herz eigentlich jemand anderem gehört – Landon.

Oder etwa doch nicht?

Zwischen Eifersucht, Unsicherheit und der Unfähigkeit zu akzeptieren, dass man Gefühle für jemanden entwickeln könnte, der eigentlich „verboten“ ist, tauche ich immer tiefer in die komplizierte Beziehung zwischen Jeremy und Cecily ein. Und gerade in den Momenten, in denen ich dachte: „Okay, jetzt läuft es endlich mal gut“, stand gefühlt Rina Kent hinter mir und flüsterte: „Reingelegt.“

Ich schwöre es euch.

Auch hier habe ich wieder gemerkt, wie stark der Fokus auf Charaktere und deren Entwicklung liegt – ein großer Pluspunkt für mich. Gleichzeitig darf ich nicht vergessen, dass es sich bei der Legacy of God-Reihe um junge Erwachsene handelt, die sich teilweise eben auch entsprechend impulsiv verhalten. Außer beim Sex – denn ja, Dark Romance ist God of Wrath definitiv.
Hier erwarten einen einige sehr harte Themen und Dynamiken. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich auf die Triggerwarnungen hinweisen.

Besonders interessant fand ich die psychologische Komponente, die Rina Kent Cecily mitgegeben hat. Auf den ersten Blick wirkte das für mich fast widersprüchlich zu ihrer Vergangenheit, doch diesen Gedanken habe ich schnell wieder verworfen. Gerade hier zeigt sich nämlich ihre Entwicklung: Anfangs schämt sich Cecily für diese Seite an sich, hinterfragt sich immer wieder und beginnt erst im Verlauf der Geschichte, diese Facette bei Jeremy nicht nur zu akzeptieren, sondern anzunehmen.

Und genau da kommt Jeremy ins Spiel. Er schafft es, Cecily aus ihrem Schneckenhaus zu locken und ihr zu zeigen, dass sie mehr ist, als sie selbst lange geglaubt hat. Sie wird selbstbewusster und findet ein Stück weit zurück zu der Cecily, die sie nach dem damaligen Vorfall verloren glaubte.
Tatsächlich mag ich Psychologie-Themen sehr gern, weshalb ich diese Ebene besonders interessant fand. Einblicke in Vorlesungen oder universitäre Inhalte hätte ich mir stellenweise gut vorstellen können. Allerdings verzichtet Rina Kent bewusst auf detaillierte Unterrichtsszenen und bleibt sich in diesem Punkt treu – was ich teilweise verstehe, auch wenn ich es ein wenig schade finde.

Mein abschließendes Fazit

Der dritte Teil der Legacy of God-Reihe von Rina Kent konnte mich erneut absolut fesseln. Es war schön, zu bereits bekannten Figuren und Konstellationen zurückzukehren und gleichzeitig Jeremy und Cecily als neues Paar intensiver kennenzulernen.
Beide waren mir schon aus den vorherigen Teilen bekannt, konnten hier aber noch einmal deutlich mehr Tiefe gewinnen. An manchen Stellen gab es mir persönlich ein wenig zu viel „Hin und Her“, was ich jedoch auch dem jungen Erwachsenenalter der Figuren zuschreibe.
Alles in allem hat mich Rina Kent auch mit God of Wrath nicht enttäuscht. Der Band hat mich sehr gut unterhalten, die Charaktere haben mich überzeugt und besonders Jeremy und Cecily sind mir im Verlauf der Geschichte noch einmal deutlich nähergekommen.

Denn dieser Mann wird nicht aufhören. Egal, wie weit ich laufe oder wie gut ich mich verstecke, er wird die Welt auf dem Kopf stellen, nur um mich zu finden. S. 268

Von mir bekommt "God of Wrath" von Rina Kent 

4/5 Sternen!

god_of_wrath_rina_kent Bildquelle: Vajona
Buchdetails
Name: God of Wrath
Autor: Rina Kent
Seiten: 554
Verlag: Vajona
Erschienen: 18.12.2024
Kostenpunkt: 19€
Hier zu kaufen: God of Wrath
Genre: Dark Romance
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0