Die aktuelle Lage [Erklärungsversuch]

Hallo meine lieben – vielleicht sogar noch vorhandenen –  Leser!

Wie euch sicher aufgefallen ist, herrscht hier Funkstille. Weder neue Rezensionen, noch Poetry Slam, noch sonst irgendwas.
Aber warum?

Ist es weil mir alles kein Spaß mehr macht? Nein.
Ist es weil ich eigentlich schon an was ganz großem arbeite? Nein.

Der Grund dafür ist… minimaler. Vielleicht nicht mal den Post wert. Vielleicht auch einfach „menschlich“.
Deswegen richte ich einfach meine offene und ehrliche Erklärung an euch.

Ich habe letztes Jahr meine Mutter verloren. Nein, viel mehr haben meine Schwester und ich unsere Mutter, mein Vater seine Frau, und allgemein die Welt, einen ganz besonderen Menschen verloren. Auch auf die Gefahr hin, das es egoistisch klingt, bin ich seit diesem Zeitraum selbst im Wandel. Ich bin ruhiger, nachdenklicher, und vielleicht sogar vorsichtiger geworden. Ich habe mehr „banale“ Dinge von der Banalität befreit und sehe sie als Geschenk. Kostbarer. Raritäten. Ob nun Momente oder Augenblicke, Sätze, Worte im Allgemeinen und auch Freundschaften und Familie.

Wirklich traurig ist dabei, das einem so etwas immer nach einem herben Schicksalsschlag bewusst wird. Oder in meinem Sinne, nach einem Todesfall. Aber ich bin eben auch nur ein Mensch und keine Maschiene. Ich lasse es zu, das mir fremde Menschen einen freien Blick auf mein Leben durch diesen Blog haben. Ich lasse sie daran teilhaben und verstelle mich nicht. Nicht hier.
Draußen in der Welt… Naja, da wohl dann doch hier und da. Aber wie gesagt, auch ich bin nur ein Mensch.

Mit dem Verlust meiner Mutter ist etwas in mir gestorben und gab anderen Dingen Platz zum größer werden. Zum gedeihen. Egal ob es das Zeichnen, die Musik, das Schreiben, das Lesen oder jegliche andere Hobbys sind oder eben auch Gedanken. Und davon eine Menge.

Was passiert nun?

Ich mache eine menge im Hintergrund. Verarbeite durch verschiedenste Dinge den Verlust, bleib auf den Beinen, bleibe Nächtelang wach weil noch irgendein Projekt angefangen wurde, das auf die Vervollständigung wartet. Ich bin Anwesend. Kerzen gießen ist zu einer Entspannung geworden. Ich mag das Mixen verschiedener Düfte um diesen einen Moment vom Duft her einzufangen. Ich liebe das eintauchen in Bücher, dessen Welten mir sonst selten begegnet wären. Das aktive Tagebuch schreiben ist mir eine große Stütze geworden. Zeichnungen von Floralen Mustern inspirieren mich zu neuen Geschichten und Charakteren. Ebenso habe ich den Gründen Daumen für mich entdeckt (er weiß nur noch nichts davon).

Ihr seht es geschieht eine Menge und dieser Blog, ist genauso ein Herzstück von mir. Es kam einfach nur alles auf einmal und auch wieder nicht. Ich möchte euch wieder teilhaben lassen an meinen Kreativen Ausbrüchen in jeglicher Art und Weise, weil ich durch diesen Blog auch wundervolle liebe Menschen kennengelernt habe. Es geht hier weiter. Ich bin dabei aufzustehen. Versprochen.

 

Man kann tausend Worte schreiben, 
Sätze bilden, Träumer sein.

Man kann versuchen aufzustehen, 
sich aufzurichten, los zu gehen,

und doch findet man sich im Nirgendwo wieder.

Manchmal geht man einen anderen Weg, 
findet was neues, was einem bewegt 
und man sagt sich selbst, das alles geht.

Und einen Augenblick hinterfragt man weniger, 
verewigt Gedanken und wird sinniger,

um zu erkennen, das ein Ende nicht in Sicht ist.

Warum auch?

Nutze deine Zeit, Pendel nicht im gestern,
lebe nicht im Morgen, versuche im JETZT zu sein.

Gedanklich wird es besser gehen, 
du wirst sehen, man braucht Zeit um zu verstehen,
wie kostbar Du bist.

Kategorie: Allgemein, Gedankengänge Kommentare: 0