Finding Sky – Die Macht der Seelen [Buchrezension]

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Sky is the Limit

Ein Servent? Was soll das sein? Als ob Sky in ihren Jungen 16 Jahren nicht sowieso schon genug erlebt und durch gestanden hat, muss sie sich nun auch noch in einer kleinen, neuen Stadt einleben und trägt den Stempel der „neuen“ regelrecht auf der Stirn. Ihr englischer Aktzent ist ihr dabei nicht wirklich eine Hilfe. Allerdings würde sie versuchen sich in jeder Stadt einzuleben, ihrer Adoptiv Eltern Simon und Sally zu liebe. Diese hatten Sky vor einigen Jahren adoptiert und ihr nach unzähligen Pflegefamilien ein richtiges Zuhause geboten.

„Ich war mir selbst ein Rätsel – ein Bündel von bruchstückhaften Erinnerungen und unerforschten dunkeln Abgründen. In meinem Kopf verbargen sich jede Menge Geheimnisse, aber die Karte die mich zu ihnen führen konnte, war mir abhanden gekommen.“ S. 15

Sky ist auch nicht ihr richtiger Name, allerdings kennt sie den Namen den ihre Leiblichen Eltern ihr einst gaben nicht. Sie hat Jahrelang nicht gesprochen, war in sich gekehrt aus Angst: Was falsches zu tun oder zu sagen.

Nun spricht sie und trotz das sie ihre Freunde in England zurückgelassen hat, lernt sie in Wrickenridge neue Freunde kennen mit denen sie sich amüsiert. Wie auf jeder Highschool gibt es auch hier Grüppchen von Sportlern, Geeks, Cheerleadern, Musikern und auch die „Bad Boys“. Einer von ihnen: „Zed Benedict“. Er ist einer von insgesamt 7 Brüdern. Während Sky ihn in ihren Tagträumen als „Wolfman“ sieht, weil er immer so finster und dunkel dreinblickt, scheint Zed was ganz anderes in ihr zu sehen.
Erst als er ihr sagt sie sei sein „Seelenspiegel“ zweifelt Sky nicht nur an ihrer geistigen Gesundheit, sondern auch an der von Zed. Er versucht ihr zu erklären das sie ein Servent ist. Ein Mensch der bestimmte Gaben hat. Auch er wäre einer.
Sky glaubt an einen Witz, sozusagen das „Aufnahmeritual der Neuen“. Erst als sie Zed in ihren Kopf hört und er ihr Antwortet auf Gedanken die sich nicht ausspricht, zweifelt sie an ihrer anfänglichen Theorien der kaputten Psyche.

Zed versucht sein anfängliches „Bad Boy“ gehabe wieder gut zu machen und wird Sky von Tag zu Tag sympathischer. Aber an den Seelenspiegel glaubt sie trotzdem nicht. Es kann doch nicht stimmen das zwei Menschen nur mit ihren „Seelenspiegel“ vollständig sind? Die komplette Familie Benedict waren Servents und hatte eine bestimmte Gabe und das war ein Geheimnis mehr was Sky für sich behalten musste.

„Er war in vielerlei Hinsicht mein Gegenstück: Ich wusste so wenig über mich selbst und über meine Vergangenheit; er wusste zu viel über die Zukunft. “ S. 183

Zed hatte die Möglichkeit in die Zukunft zu schauen und versucht Sky zu Beschützen so gut es nur geht. Auch wenn das mit dem Auftreten der Familie Kelly sich schwieriger gestaltet als Anfangs vermutet…

Schreibstil

Es war das erste Buch das ich von Joss Stirling gelesen habe und wird sicherlich nicht das letzte sein. Ihr Schreibstil ist ohne viele Wiederholungen sondern mit viel Gefühl geschrieben. Die Charaktere sind extrem Authentisch und überzeugen mit einer wunderbaren Hintergrundgeschichte. Sky ist gezeichnet durch ihre Vergangenheit und ihrer vermeidlichen Zukunft und man hat das bei jeder Zeile gemerkt weil man so unheimlich leicht in die Geschichte eintauchen kann. Auch die Empathie zwischen den Charakteren beziehungsweise zu den Charakteren ist bemerkenswert. Die Gesten, Sätze und Taten fühlen sich ein bisschen wie „nach Hause kommen“ an.

„Saul küsste mich auf den Scheitel und umarmte seinen Sohne.“ S. 195

Ein einfacher Satz der aber im richtigen Moment geschrieben wurde. Die Stimmungen und Emotionen kommen nicht gestellt oder falsch platziert vor sondern eher gut durchdacht. Das Buch war für mich wie ein Film der sich im Herzen abspielte.

Empfehlung

Ich empfehle es Menschen die sehr gut durchdachte Charaktere in Büchern zu schätzen wissen. Das Buch ist durch die teilweise so düstere Stimmung dann besonders schön, wenn man so kleine Glücksmomente ließt und diese dann auch fühlen kann. Jeder der ein bisschen auf Liebe, Fantasy und düsteren Kapiteln steht wird von diesem Buch begeistert sein.

Mein Fazit zu Finding Sky

Ich habe dieses Buch viel zu lange vor mir hergeschoben und dafür ärgere ich mich. „Finding Sky“ ist ein wunderschönes Buch zum abtauchen mit vielen emotionalen Momenten und einer Protagonistin die man durch ihre Bescheidenheit und Charakterstärke schnell sehr sympathisch findet und mit ihr zweifelt und kämpft. Ich mochte die Beschreibung ihrer Tagträumerei und mochte sehr den Wechsel zwischen den düsteren und schönen Momenten. Die einzelnen Umgebungen waren realistisch und nicht „tod“ beschrieben und ich hatte die ganze Zeit über bis zum Schluss einen wunderbaren Film vor Augen.

Das einzige was ein „kleiner“ Mimimi Punkt wäre: Ich fand das Sky sehr lange versucht hat die „bösen“ Absichten hinter Zeds Bemühungen zu sehen. Natürlich ist sie geprägt durch ihre Vergangenheit aber dieser Mißtrauen das man sie wegen ihrer selbst leiden könnte war manchmal so schade. Das ist aber auch wiederrum ein Stück weit verständlich und deswegen gibt es in dieser Hinsicht keinen Punkt Abzug von mir.

Von mir bekommt "Finding Sky - Die Macht der Seelen" von Joss Stirling 

5/5 Sternen!

 

Inhaltsangabe

Sky hat Angst vor ihrer dunklen Vergangenheit. Sie hat Angst vor Beziehungen, denn Beziehungen tun weh. Immer. Und sie hat Angst vor Zed Benedict, der mehr von ihr zu wissen scheint, als sie zuzulassen bereit ist…

 

Bildquelle: dtv
Buchdetails
Name: Finding Sky - Die Macht der Seelen
Autor: Joss Stirling
Seiten: 459 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 01.05.2012
Kostenpunkt: 9,99€
Hier zu kaufen: Finding Sky - Die Macht der Seelen
Genre: Jugendbuch, Fantasy, Roman
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0

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