Paper Princess – Die Versuchung [Buchrezension]

Paper-princess

Prinzessin auf … dem Papier
Nach dem Tod ihrer Mutter und dem damit letzten verbleibenden Familienmitglied, muss sich Ella Harper allein durchs Leben schlagen. Sie weiß schon seit jungen Jahren, das, das Leben kein Ponyhof ist und aussteigen ist nicht. Somit bewaffnet sie sich mit dem Personalausweis ihrer Mutter und arbeitet neben der Schule nicht nur als Kellnerin sondern auch als Stripperin,  um zu überleben. Mit 17 Jahren hat Ella somit schon die dunkelsten Facetten des Lebens abgedeckt.

Als dann noch ein Mann namens „Callum Royal“ in ihr Leben platzt und vorgibt ihr Vormund zu sein, scheint für die bisher so freie und selbstständige Ella eine Welt zusammenzubrechen. Sie hat Angst das ihre Tarnung auffliegt und sie nun auf ewig in einem Waisenhaus landen wird. Callum Royal erklärt ihr das ihr Vater, ihm das Versprechen abgenommen hat, das er sich um Ella kümmern wird, wenn er es nicht mehr könnte, weil sie beste Freunde waren. Um Ella zu überzeugen, verspricht er ihr monatlich 10.000 Dollar und steckt ihr den ersten Umschlag mit großen Schein in die Hand.

„Du magst deine Familie verloren haben, aber du bist nicht allein, Ella. Du bist jetzt eine Royal.“ S. 33

Ella kann es nicht glauben. Sie ist die Hauptdarstellerin in ihrer eigenen „Cinderella“ Verfilmung. Als sie einwilligt, es auf den Versuch ankommen zu lassen,  fliegen sie gemeinsam zu dem Grundstück der Royals, wo Ella auf den Rest ihrer „neuen Familie“ stößt. Callums Söhne sind aber um den Umstand das Ella nun ihre neue Schwester ist, nicht so angetan und versuchen ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen, weil sie hinter Ella eine Schmarotzerin vermuten.

Nach und nach versucht Ella sich an ihre neue Welt zu gewöhnen, an die neue Privatschule und vor allem an ihre Brüder. Von ihnen schlägt ihr der meiste Hass entgegen und vor allem Reed, der Kopf der Brüder, scheint es besonders auf Ella abgesehen zu haben…

„Wenn ich ein Talent habe, dann ist es nicht das tanzen. Vielmehr ist es die Fähigkeit, fest daran zu glauben, dass der nächste Tag besser wird.“ S. 179

Schreibstil

Es fiel mir unheimlich schwer in „Paper Princess“ einzusteigen. Man wird von Anfang an, so zugeschüttet mit den verschiedenen Schicksalsschlägen von Ella, das ich nicht mal Zeit hatte um Mitleid zu bekommen. Ella wird hier als sehr tough und selbständige junge Frau beschrieben. Dem würde ich auch zustimmen, allerdings waren ihre teilweise in meinen Augen, Sprüche so unangebracht das sie mich sogar etwas genervt hat. Viele Dinge wurden sehr überspitzt dargestellt und vielleicht mit einem Hauch zu viel Drama. Es gab auch Momente wo mich das Desinteresse von Ella dann etwas irritiert hat, das viele Dinge so eintrafen, wie sie es sich gewünscht hat, aber nun uninteressant sind.

Allerdings war ich positiv überrascht von den Brüdern. Auch sie alle tragen ein Päckchen mit sich, was sich auf die Familiendynamik ausbreitet. Es ist interessant die vielen unterschiedlichen Charaktere kennen zulernen und mitzubekommen, wie sie sich alle unter einem Dach verstehen (oder auch nicht). Selbst die Zwillinge sind sich zwar von der Beschreibung des Äußeren verständlicher weise ähnlich, aber nicht vom Charakter.

Die unerwarteten „Weichen“ Züge sind nicht nur sympatisch und eine willkommene Abwechselung neben den Drama, sondern sorgen auch für neue Sichtweisen auf die Charaktere.

Empfehlung

Für alle die ein wenig „Dark Fairytale“ Feeling haben möchten und Cinderella eh immer „ganz interessant“ finden, ist „Paper Princess“ sicherlich eine gute Wahl. Ebenso für Menschen die auf unterschiedliche und Facettenreiche Charaktere stehen. Es ist ein wenig von allem vertreten. Liebe, Hass, Eifersucht und Schmerz…

Mein Fazit zu Paper Princess

Ich kann den Hype um „Paper Princess“ durchaus verstehen. Vielleicht ist es auch genau das, was für mich persönlich, das Buch nicht in allen Dingen toll aussehen lassen ließ. Ella konnte mich leider nicht überzeugen und auch ihre schlimmen Schicksalsschläge kamen für mich zu schnell hintereinander. Die Stärke wiederum, die sie trotz allem in sich trägt, finde ich bewundernswert. Da mich gerade das Ende sehr stark fesseln konnte werde ich wohl auch die Finger nicht von den anderen Teilen lassen können, um zu erfahren wie es mit Royals und mit Ella weitergeht…

Von mir bekommt "Paper Princess - Die Versuchung" von Erin Watt 

3.8/5 Sternen!

Klappentext

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

 

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Bildquelle: Piper
Buchdetails
Name: Paper Princess - Die Versuchung
Autor: Erin Watt
Seiten: 384
Verlag: Piper
Erschienen: 01.02.2017
Kostenpunkt: 12,99€
Hier zu kaufen: Paper Princess - Die Versuchung
Genre: Roman, Young Adult
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 1
Eine Antwort auf „Paper Princess – Die Versuchung [Buchrezension]“
  1. […] denke wenn du ein Fan von „Paper Princess“ bist, wirst du mit „Save Me“ auf jeden Fall etwas anfangen können. Mona Kasten […]