White Horse [Buchrezension]

 

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Von wegen Ponyhof…
Es ist die Verzweiflung und wohl auch der Wunsch nicht alleine auf der Welt zu sein, der Zoe antreibt und nach vorne Blicken lässt.  Auf ihrer Reise und Suche nach Nick, ihrem Freund, lernt sie viele Menschen kennen und kommt in verschiedene Situationen die ihr das Vorantreiben erschweren. Fast alles bereit für die Suche nach Nick zu opfern, merkt sie schnell das es auch unter den nicht infizierten Menschen, „Monster“ gibt.

Es ist spannend und mitfiebernd auch, wenn einige Dinge viel zu schnell und verwirrend geschehen. Man wird scheinbar Zoe’s immuner Wegbegleiter durch die „neue“ Welt und hofft den nächsten Tag zu überleben und fürchtet um so mehr das Dunkel der Nacht. Die Seuche ist dabei das kleinere Übel ob man es glaubt oder nicht. Übermäßige Brutalität findet nur sehr wenig statt. Somit kann „White Horse“ sich abgrenzen von den bisher „typischen“ und bereits „bekannten“ Endzeit Bücher.

Schreibstil

Alex Adams bringt uns die Geschichte rund um Zoe und ihrer einst so normalen Welt sehr nahe. Gefühle, Ängste und Sorgen werden aus zwei Perspektiven erzählt. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen stellenweise nahtlos ineinander. Der Charakter Zoe wurde mit Höhen und Tiefen erschaffen, mit Gedanken und Träumen bzw. insgeheimen Wünschen. Allgemein wurden die Menschen die in dem Buch vorkommen, der Seuche stimmig angepasst. Das ganze Buch über hat man eine beklemmende Atmosphäre während des Lesens.

Der Verlust der eigenen Familie von Zoe habe ich demnach als viel zu kurz und „stumpf“ empfunden. Viel interessanter und erschreckender fand ich dafür die „Wandlung“ von normalen Menschen zu Menschen die mit „White Horse“ infiziert sind. Es ist nicht das typische „Zombie“ Wesen was sich auf die Suche nach „Frischfleisch“ macht sondern vielmehr eine Charakteristische Veränderung die der Autor mit guten Beispielen beschrieben hat.

Mein Fazit zu White Horse

Durchaus kennen wir viele der beschriebenen Dinge schon längst aus Serien, Filmen, Games & co. Auch wenn Alex Adams es nicht geschafft hat das Rad neu zu erfinden, bringt „White Horse“ eine spannende Geschichte die eben nicht nur dem abschlachten von Untoten entgegen tritt. Während die Welt im Wandel ist und eine Seuche die Schuld daran trägt, wird diese allerdings nur als großer Schirm über die Geschichte gespannt. Viel intensiver werden hier Beziehung, Bindungen, Gedanken und Gefühle benannt und aufgefasst. Intensive Augenblicke werden leider meiner Meinung nach, zu schnell eingeleitet und zum Höhepunkt getrieben. Somit bleiben offene Fragen bestehen auf dessen Antwort man leider vergeblich wartet. Nichts desto Trotz mag ich den Schreibstil von Adams und die Charaktere die sie erschafft. Wenn auch viele Punkte uns durch andere Geschichten bereits bekannt sind, werden sie hier wunderbar eingesetzt und man hat nicht das stetige Gefühl das alles schon zu kennen und zum X-ten Mal zu lesen.

Von mir bekommt "White Horse" von Alex Adams 

4.2/5 Sternen!

 

Klappentext

Eine Welt, die alle Hoffnung verloren hat. Eine junge Frau, die ihr ungeborenes Kind beschützen muss. Und ein uraltes Rätsel, das für uns alle zur tödlichen Gefahr wird. Die junge Zoe entdeckt in ihrer Wohnung ein merkwürdiges Glasgefäß, dessen Herkunft sie sich nicht erklären kann. Als sie den Behälter öffnet, breitet sich eine geheimnisvolle Seuche aus, „White Horse“. Unzählige Menschen sterben, das Ende aller Zeiten scheint gekommen. Zoe verliert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihren geliebten Nick, der spurlos verschwindet und von dem sie schwanger ist. Auf sich allein gestellt, macht sich Zoe auf die Suche. Wird sie Nick wiederfinden, um das Geheimnis von „White Horse“ zu lüften?

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Bildquelle: Piper
Buchdetails
Name: White Horse
Autor: Alex Adams
Seiten: 448 
Verlag: Piper
Erschienen: 10.11.2014
Hier zu kaufen: White Horse
Genre: Roman, Dystopie
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0