Der Schattendieb [Buchrezension]

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Im Schatten verborgen
Gefühlsbetont und gespannt lässt man sich in die Schattenwelt Osttarra hineinziehen. Man lernt eine menge Charaktere kennen und wird dazu auf eine kleine Weltreise mitgenommen. Dort finden wir auch Namen wieder, die uns längst bekannt sind auf positive oder negative Art und Weise. Der Schattendieb ist kein Buch, was man nebenher liest sondern eines, auf das man sich einlassen muss. Ich finde es sind viele philosophische Aspekte vertreten, die Ralf Isau gern hinter Metaphern versteckt oder nur leicht „durchscheinen“ lässt. Leider erscheinen die Zeitsprünge zwischen Ostarra und „unserer“ Welt sehr gezogen. Die zum Schluss finalen Kämpfe, hatten mein Interesse auch nicht mehr teilen können, da ich wie oben erwähnt, einfach gern wissen wollte wie es um Corvin stand. Gerne hätte ich mir mehr in diese Richtung gewünscht.


Schreibstil

Ralf Isau hat es mir nicht leicht gemacht in sein Buch einzusteigen. Wortwahl, sowie Satzbau, wurden von dem Autor gut an die Zeiten des Buches angepasst. Da wir dort ab dem 18. Jahrhundert herum einsteigen, ist für nicht alles sofort verständlich gewesen. Einige Sachen musste ich nachschlagen, um zu wissen um was es sich handelt. Dennoch mochte ich sehr die Beschreibung der Welten und dessen Details. Es wurde nicht jeder Backstein benannt, sondern nur so viel dass noch genug eigene Vorstellungskraft agieren konnte. Leider schien mir das Buch zum Ende hin ein wenig künstlich gezogen.  Showdowns wurden an Stellen eingesetzt, die mich persönlich schon fast nicht mehr interessierten. Ich wollte eigentlich dann nur noch wissen was mit Corvin, Nelia und Saros geschieht, denn dahin hatte (und wollte?) mich Ralf Isau doch bringen?

Mein Fazit zu Der Schattendieb

Ralf Isaus Werk „Der Schattendieb“ ist vielleicht nicht etwas für die ganz kleinen und sicherlich auch nicht etwas, für alle großen Menschen. Dennoch hat mir die Geschichte sehr zugesagt. Es gibt viele Charaktere die sich leicht einprägen lassen und auch Corvin hatte durch seine Entscheidungen und durch seinen freien Willen ein Stein im Brett bei mir. Es ist keine „gemütliche“ Feierabendlektüre, sondern durchaus etwas Anstrengender aber nichts Unmögliches. Viele haben auch den Einstieg kritisiert, den ich sehr schön fand, wenn auch sehr traurig.

Von mir bekommt "Der Schattendieb" von Ralf Isau 

4.3/5 Sternen!

 

Klappentext

Die Erde besitzt eine dunkle Schwester: Osttarra, das Reich der lebenden Schatten. Es wird beherrscht von Saros. Er will die Natur auf den Kopf stellen, will die Schatten zu Menschen und die Menschen zu Schatten machen. Deshalb schwärmen bei Sonnen- und Mondfinsternissen die Schattendiebe aus und gehen auf Beutefang. Und mit jedem geraubten Schatten werden die drei Säulen, auf denen die Menschenwelt ruht, brüchiger: Liebe, Gerechtigkeit, Weisheit. Die Erde wird kälter. Doch es gibt einen Auserwählten: den jungen Jäger Corvin. Er kennt keinen Hass, sondern liebt die Menschen. Ganz besonders Nelia, für die sein Herz auf einem seiner Jagdzüge entflammt. Ausgerechnet ihr hat Saros ein grausames Schicksal zugedacht. Um sie zu retten, stürzt sich Corvin in einen Kampf, in dem er eigentlich nur verlieren kann.

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Buchdetails
Name: Der Schattendieb
Autor: Ralf Isau
Seiten: 477
Verlag: Thienemann
Erschienen: 13.03.2009
Genre: Roman, Fantasy
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0