Das Böse Kind [Buchrezension]

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Die gute Gänsehaut

Ich habe ab der Mitte des Buches erst gemerkt, dass ich den dritten Teil in meinen Händen halte. Aber Gott sei dank war das gar kein Problem. Die Thematik ist neu und eigenständig. Nur kleine Dinge aus der Vergangenheit der Hauptprotagonistin werden leicht angeschnitten in denen wohl die vorherigen Teile mehr drauf eingehen bzw. sie sogar davon handeln.



Die Autorin hat hier eine wundervoll bildliche Leistung vollbracht. Die Charaktere sind wunderbar ausgebaut und lassen sich deswegen so wunderbar merken, durch ihre kleinen verschiedenen Charakterzüge. Noch schöner beschrieben werden von der Autorin die jeweiligen Orte und Umgebungen. Paris und auch die Szenarien in München fühlten sich teilweise so nahe an, dass ich selbst dachte dort zu sein.

Ebenfalls ab Mitte des Buches zog es sich ein klein wenig in die Länge. Es waren einige Wortwiederholungen die das flüssige lesen etwas abbremsten.
Das Ende war in der Tat nichts überraschendes mehr da vieles schon im Vorfeld geklärt und aufgelöst wurde.

Trotzdem oder vielleicht deswegen, hatte ich einen schönen Moment voller Gänsehaut was ich sehr, sehr gut fand und dafür ein Punkt mehr drauf gebe. Dieser Moment war sehr passend gewählt. Es war vielleicht nicht die Überraschung vor und hinter dem Herren,  aber ich saß für einen Moment dort und musste kurz das gerade gelesene sacken lassen. Ich finde es einfach schön wenn diese Gänsehautmomente richtig gesetzt werden. Lieber weniger aber dafür richtig gesetzte Momente die dem Leser für einen Moment die Sprache verschlagen.


Mein Fazit zu das Böse Kind

„Das Böse Kind“ ist ein Buch mit wunderbaren, schön beschriebenen Schauplätzen und wunderbaren Charakteren. Natürlich ist auch die Hauptgeschichte nicht zu verachten, auch wenn sie ab gewissen Stellen doch sehr schnell durchschaubar wird. Dennoch konnte ich mich schnell einlesen in das Buch, ohne vorher eines der Bücher von Sabine Kornbichler gelesen zu haben. Durch einige Wortwiederholungen, sowie manchmal wiederholte Szenarien der Charaktere, gerät der Lesefluss ein bisschen ins Straucheln.
Ebenfalls fehlte mir ein kleiner „Oh“ Moment für einen Krimi. Auch, wenn der oben genannte Gänsehaut – Moment diesen wieder wett machte.

Von mir bekommt "Das böse Kind" von Sabine Kronbichler 

4.3/5 Sternen!

 

Inhalt

Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.

Bildquelle: PIPER
Buchdetails
Name: Das böse Kind
Autor: Sabine Kronbichler
Seiten: 384
Verlag: PIPER
Erschienen: 01.08.2017
Kostenpunkt: 9,99€
Hier zu kaufen: Das böse Kind
Genre: Kriminalroman
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0

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