Seelengrab [Buchrezension]

Seelengrab

 

Hirschfeld meldet sich zum Dienst…
Hirschfeld ist ein Charakter, der mich stark an meinen Vater erinnert. Er ist die meiste Zeit über ernst und nachdenklich, kann nur schwer die Arbeit ausschalten. Auf der anderen Seite ist er immer für ein kleinen Scherz am Rande, oder einen lässigen Spruch zu haben, was das Buch wie oben erwähnt, in dieser doch schon düsteren Thematik, auflockert. Die einzelnen Charaktere wurden detailliert beschrieben und man konnte sie auseinander halten. Teilweise.

Denn es tauchen meiner Meinung nach auch viele Charaktere auf, die zwar detailliert beschrieben sind, aber dafür nur eins oder Zwei Sätze an Text im Buch bekommen haben. Es ist schwer „Wichtige“ und „unwichtige“ Charaktere auseinander zuhalten. Der Fall an dem die Komissare arbeiten hingegen ist gut durchdacht. Es wurde alles schlüssig aufgeklärt und auch erklärt. Gerade in der Gerichtsmedizin oder anderen Bereichen wurden die Begriffe gut für Laien erklärt, ohne das man mit dem Lexikon daneben sitzen muss.

Schreibweise

Die Autorin hat einen sehr klaren Stil zu schreiben. Sie benutzt wenige Fremdworte oder/und seltene Worte um gewisse Situationen zu beschreiben. Durch leichte Beschreibungen der jeweiligen Szenarien oder der Charaktere, ließt man gemütlich durch das Buch. Teilweise fand ich es etwas zu einfach vielleicht sogar fast schon „plump“ beschrieben, was ich aber nicht unbedingt aus schlecht fand. Die Autorin konnte durch trocknen Humor /trockne Sprüche Situationen gut aufbrechen bzw. lockern.

Gesamteindruck

„Seelengrab“ ist ein sehr flüssiger Krimi. Dinge werden nicht zu überzogen und/oder brutal dargestellt und gehen aber dennoch ins Detail. Ich hatte nicht all zu viel „Erwartungen“ in das Buch gelegt, weil es doch mit seinen 251 Seiten doch relativ dünn ist. Nichts desto trotz hatte ich eine super erzählte Geschichte mit Spannung, Charaktere, Hintergrundwissen und sogar mit Humor. Ich denke, das dieses Buch für die Leseratten sowie Lese-Muffel ein nettes Buch ist. Beide kommen auf ihre Kosten auch in Anbetracht der Kürze. Die Autorin hatte bis zum Schluss alle Fragen geklärt und nur noch sporadische Dinge (vielleicht sogar unwichtige Dinge, außer für mich x), erklärt, abgehakt und gelöst.

Mein Fazit zu Seelengrab

Für den Preis habe ich nichts falsch gemacht und ziehe es jedenfalls in Betracht auch noch ihren anderen Krimi „Seelenschrei“, ebenfalls mit Lutz Hirschfeld in der Rolle des Kriminalhauptkommissaren, zu lesen. Es ist angenehm es an einem ruhigen Abend entspannt zu lesen, weil man nicht groß mitdenken muss um im Buch Anschluss zu finden. Wichtige Begriffe werden Laien gerecht erklärt, die Charaktere von Kirchhoff und Hirschfeld machen etwas her und man kann sich schnell mit ihnen identifizieren wenn es um den privaten Aspekt geht. Ich bin froh es gelesen zu haben 🙂

Von mir bekommt "Seelengrab" von Nadine Buranaseda 

4/5 Sternen!

 

Klappentext

Kriminalhauptkommissar Lutz Hirschfeld ließ sich gerade erst von Berlin nach Bonn versetzen. Noch bevor der junge Beamte seine Koffer ausgepackt hat, wird in der Nacht zu Aschermittwoch am Rheinufer die unbekleidete Leiche einer jungen Frau entdeckt. Die erste äußere Inspektion der Toten ergibt keinerlei Hinweis auf die Todesursache. Zusammen mit seinem neuen, wenig gesprächigen Partner Peter Kirchhoff nimmt Hirschfeld die Ermittlungen auf. Ein Knochenfund bringt die Mordkommission schließlich auf die Spur eines Serientäters, der seine Opfer nach ganz bestimmten Kriterien auszuwählen scheint. Als eine weitere junge Frau verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Bildquelle: Droste Verlag
Buchdetails
Name: Seelengrab
Autor: Nadine Buranaseda
Seiten: 251
Verlag: Droste Verlag
Erschienen: 30.08.2010
Kostenpunkt: 9,99€
Hier zu kaufen: Seelengrab
Genre: Kriminalroman
Kategorie: Allgemein, Rezension Kommentare: 0

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